Zahne putzen? Natürlich!

Was die Zahnhygiene angeht oute ich mich hier mal als pingelich. Bisher habe ich eine elektrische Schallzahnbürste genutzt, weil ich engstehende Zähne habe und diese sonst nicht richtig sauber werden. Dachte ich.

Auf der Suche nach plastikfreien bzw. plastikarmen Alternative zu meiner bisherigen Zahnbürste bin ich schneller fündig geworden, als ich gedacht hätte. Letztlich spannend fand ich drei Möglichkeiten:

– Plastikarm: monte-bianco clip, Zahnbürste mit Wechselkopf, wahlweise mit Naturborsten
– Plastikfrei: Miswakholz (einen Erfahrungsbericht dazu gibt es hier: http://leben-ohne-plastik.blogspot.de/2012/02/zahneputzen-ohne-plastik-der-miswak.html?m=1 )
– Plastikfrei: Holzzahnbürste mit Naturborsten

Da ich lieber ganz auf Plastik verzichten wollte, ich es ausserdem sinnvoll finde, heimische Buche dem afrikanischen Miswak vorzuziehen (nicht, dass die Preise der Zweige durch unsere Nachfrage so in die Höhe schnellen, dass die Afrikaner auf das günstigere Plastik zurückgreifen – dann hätten wir einen Zustand wie mit der Waschnussproblematik in Indien), fiel meine Wahl auf die Holzzahnbürste. Und ich bin vollends zufrieden!

Die Bürsten gibt es von verschiedenen Anbietern im Netz für Kinder und Erwachsene (die Günstigsten bei ebay kosten 5 Euro/Stück). Auf Anfrage verschicken viele sogar plastikfrei. Meine sind vom Bürstenhaus Redecker; die Verpackung besteht hier aus kompostierbarer Zellglasfolie.

20130416-141039.jpg

Die mehrfach gekochten Schweineborsten reinigen sehr gründlich und sind wesentlich fester als ich vermutet hatte, was ich angenehm finde. Die Zahne sind glatt und sauber; ich finde, sauberer als mit der herkömmlichen Elektrozahnbürste. Durch warmes Wasser kann man die Borsten wohl auch weicher bekommen. Laut Hersteller ist es ratsam, zwei Bürsten zu nutzen – eine morgens und eine Abends – um den Borsten Zeit zu geben, wieder zu trocknen. Gelegentliches Überbrühen gegen Bakterienbildung wird ausserdem empfohlen. Irgendwann wandert sie dann auf den Kompost – oder ins Lagerfeuer!

Meine Elektrozahnbürste hat jetzt mehr als ausgedient, ich werde sie mit den ungeöffneten Neuaufsätzen in eine Freebox geben.

Was die Zahnpasta angeht brauche ich erst einmal meine Alte auf und werde mich dann auf die Suche nach einem ordentlichen Rezept umsehen…

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28 responses to this post.

  1. Posted by nachtigallfan on Mai 3, 2013 at 10:56 pm

    Also ich werde es mal mit Miswak probieren. Aber dem Miswak von meiner eigenen Pflanze. Ich hoffe, das klappt – sowohl, daß ich eine Pflanze bekomme, diese bei mir wächst und ich sie dann „beernten“ kann.

    Antwort

    • Das klingt spannend und ist m.E. auf jeden Fall sinnvoller, als einzelne Zweige zu kaufen. Frisch sind sie denke ich auch effektiver. Viel Erfolg beim Pflanzenkauf!

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      • Posted by Bekbek on April 22, 2014 at 2:08 pm

        einheimisch ist quatsch, der Arakbaum für den Miswak hat spezielle einzigartige Zusammensetzungen (Vitamine, Fluor, entzündungshemmend etc.) ersetzt nicht einen echten Miswak. Außerdem wird der Miswak seit 5000 Jahren im Nahen Osten benutzt, echte wissenschaftliche Studien beweisen dies einfach selber recherchieren.(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed) Habe damit mein Mundgeruch und Zahnfleisch bluten zurückgefahren, kann man sogar bei Babys und Hunden benutzen anstatt solche Silikonbürsten und so ein Zeug. Wird außerdem bei Magendarmbeschwerden getrunken, vorher 0,5cm Stück abschneiden einweichen lassen, sagte mir ein Araber. Getestet: Klappt wunderbar. 1 Woche noch mit Heilerde putzen -> weiße Zähne

  2. […] einer homogenen Paste verrühren. Mit einem kleinen Löffel o.Ä. eine erbsengroße Portion auf die Zahnbürste geben; so verhindert man, dass Keime in die Zahncreme gelangen und sie hält […]

    Antwort

  3. […] hier wirken Zitronensaft und alte Zahnbürsten wahre […]

    Antwort

  4. […] es allmählich mehr Zähnchen werden, sollte man sich eine schaddstoffarme Kinderzahnbürste zulegen und spielerisch das richtige Putzen einführen. Ab dem 10. Monat wird dann Zahnpasta […]

    Antwort

  5. […] Polyethylen, Zelluloid, Kunstharz, Polystyrol, Polyamid, PET, Silikon… es ist genauso die Zahnbürste im Bad wie der Schaumstoff der Matratze, der Bezug der Kunstledercouch, der Klodeckel, das Laminat, […]

    Antwort

  6. […] – als entfärbender Zahnreiniger für glatte, weiße Zähne (nur alle 3-4 Monate, einfach auf die Zahnbürste geben und losschrubben – sieht etwas gruselig aus, bis man es ausspült) – als Zutat in […]

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  7. Posted by pat on November 6, 2013 at 2:54 pm

    Hallo, langsamerleben
    weisst du wer der Hersteller deiner Zahnbürste ist?
    also quasi der produzent?
    lg und vielen dank im vorraus

    Antwort

  8. Moin,

    sehr interessante Tipps. ersteinmal danke dafür.

    Zum Thema Zahnhygiene .
    ich habe den Artikel über dieses Holz gelesen, das man zerkauen muss, um eine „Bürste“ zu erhalten.
    das erste woran ich sofort dachte, ist Lindenbast. Das verwende ich beispielsweise, um einfache Beizpinsel herzustellen. der Bast wird dafür mit einem Hammer weichgeschlagen, so weit man die „Borsten“ benötigt..
    Würde man ihn nur am ende zerkauen, hätte man vermutlich den gleichen Effekt wie mit diesem Miswakholz, (Ich habe es nicht getestet, nur Vermutung meinerseits) nur das Lindenbast erstens einheimisch und zweitens u.U. kostenlos ist (man muss ja nur eine gefällt Linde entrinden und die Rinde trocknen, dann kann man sie sich zuschneiden (Die Bastschicht sitzt ja unter der Rinde)

    http://www.mehr-als-werkzeug.de/product/706125/Lindenbast-Leimpinsel-Kopfbreite-6-mm.htm

    hier nur als Beispiel der Link wie das aussehen kann. Das soll jetzt keine Kaufempfehlung sein! ich selber mach mir die auch lieber selbst weil ich denke, für so ein Ministück Holz so viel Geld …
    Es handelt sich um eine Werkzeugseite, da ist es klar, das nur von Farbe und Leim die Rede ist. Das ist aber ein reines einheimisches Naturprodukt und bei jeder gefällten Linde Quadratmeterweise (!!!) zu finden.
    Wie gesagt, das fiel mir beim Lesen des Artikels nur direkt ein, wo ich dachte „sowas gibts doch auch bei uns“ Vielleicht nutzt diese Info ja jemandem 🙂

    Besten Gruß!

    Matthias

    Antwort

    • Hi,
      Danke für den Tipp. Da Linden allerdings immer seltener werden, würde ich empfehlen, es mit einem anderen Holz zu versuchen.

      Antwort

      • Posted by Matthias on November 22, 2013 at 1:43 am

        ? Ich wüsste keine andere Baumart mir der das geht.. Man soll dafür auch keine Linde fällen, aber wenn man eine horizontale irgendwo sieht, mal ein Stück Rinde vom Stamm mitnehmen. Es ist der Bast, nicht das Holz. Der Bast ist die Schicht zwischen Rinde und Holz. Bei der Linde ist er sehr dick und faserig, da werden sogar Seile draus gemacht.

      • Lindenholz ist sehr begehrt, da es vor der Bearbeitung nicht abgelagert werden muss und tolle Schnitzeigenschaften hat. Dadurch stehen hierzulande kaum noch welche, der Bestand ist in Gefahr. Sollte man also eine große Linde irgendwo liegen sehen: Forstamt anrufen….! Was das Zähne putzen angeht, könnte man es ja mit einem frischen Birkenzweig versuchen…?

  9. […] allem Wasser. Hör auf zu rauchen. Drossel deinen Koffein-, Zucker-, Weißmehl- und Alkoholkonsum. Putz dir die Zähne. 12. Nimm dein Fahrrad, geh zu Fuß, sattel dein Pferd. Oder nimm wenigstens den Bus. 13. Füll die […]

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  10. Als Zahnpasteersatz empfehle ich morgens Schlämmkreide von der Insel Rügen, weil die sehr fein ist, und abends Zeolithpulver. Das ist auch gut zum Entgiften. Ich nehme es seit Jahren und würde nie wieder auf Zahnpaste umsteigen, schon wegen dem Fluor drin, ist ja Rattengift.
    Wer auf Zahnpaste nicht verzichten will, sollte auf jeden Fall welche ohne Fluor nehmen, z.Bsp. die kleine rote Ajona, da braucht man nur eine linsengroße Menge und die ist auch sehr gut, mir aber dann doch im Gegensatz zu Schlämmkreide und Zeolithpulver zu kostenintensiv. Ajona ist nicht teuer, das will ich damit nicht sagen aber man reicht eben mit Schlämmkreide und Zeolith länger.

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  11. […] ich unsere Plastikzahnbürsten erfolgreich gegen Holzzahnbürsten und unsere Fluoridzahnpasta gegen selbstgemachte Zahnpasta ausgetauscht hatte, machte ich mich auf […]

    Antwort

  12. Posted by abwiegel on Mai 4, 2014 at 10:32 am

    Vor ca. 1 Jahr sind wir auf die Idee gekommen das Werbungs-Gedudel zu überhören und alle Tage 2 sehr verschiedene, aber marktübliche Zahnpasten anzuwenden; einmal ein Produkt mit den besten Testergebnissen zum Langzeit-Schutz; (hat leider schlechte Reinigungswirkung); ein andermal ein Produkt „ganz ohne Fluorid“; ein Stomaticum in einer dunkel-roten Packung; diese Übung hat uns gut gefallen; das letztere Produkt hat eine deutlich bessere Reinigungs-Wirkung; obwohl wir weiter alles fertig gekauft haben, besteht bei diesem Gedanken doch die Möglichkeit, es mit Selbstgemachtem zu kombinieren oder es ganz auf Selbstgemachtes anzuwenden.

    Antwort

  13. Posted by Suzana on Mai 24, 2014 at 9:14 am

    bin durch eine Freundin im fb (aller Achtung, fb ist auch manchmal nützlich!) auf eine VEGANE Zahnbürste gestossen: http://hydrophil.bigcartel.com/product/100-abbaubare-zahnburste SUUUUPER!!!!

    Antwort

  14. […] einer homogenen Paste verrühren. Mit einem kleinen Löffel o.Ä. eine erbsengroße Portion auf die Zahnbürste geben; so verhindert man, dass Keime in die Zahncreme gelangen und sie hält länger. Im […]

    Antwort

  15. Posted by Sabine on August 17, 2014 at 11:42 am

    Holzzahnbürste – ja,gerne, aber Schweineborsten???

    Antwort

  16. […] ich auf Holzzahnbürste, ökologische Zahnseide und selbstgemachte Zahnpasta umgestiegen bin, schwärmen die Zahnärzte nur […]

    Antwort

  17. […] ich in diesem Post geschrieben habe, verwendeten wir bisher Holzzahnbürsten mit Schweineborsten vom Bürstenhaus […]

    Antwort

  18. Posted by pascal on Januar 22, 2015 at 11:59 am

    ich kann dir nur kokosöl ans herz legen

    Antwort

  19. […] Nylon, Polyethylen, Zelluloid, Kunstharz, Polystyrol, Polyamid, PET, Silikon… es ist genauso die Zahnbürste im Bad wie der Schaumstoff der Matratze, der Bezug der Kunstledercouch, der Klodeckel, das […]

    Antwort

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