Angebot und Nachfrage

Wer kauft, hat eine Wahl getroffen. Wer kauft, unterstützt Produzenten, Verkäufer, Zwischenhändler, Marketingexperten…

Daher ist es mir wichtig, genau zu wissen, was ich kaufe: woraus es hergestellt ist, wo es herkommt, wer es gemacht hat, worin es verpackt ist uns was aus den Dingen wird, wenn ich sie nicht mehr nutze.

Das Wort „Produkt“ bringt mich regelmäßig auf die Palme. Es geht vielerorts nur noch um das Branding, um ein gewisses Logo, gar nicht mehr um das Stillen von Grundbedürfnissen, erst recht nicht um Nachhaltigkeit oder reine Zweckerfüllung.

Ich liebe Schönes: die Natur, oder ein Glas Rotwein mit Freunden, Familienfeiern. Bequeme Schuhe, bunte Kleidung, lange Vollbäder, gute Musik und gutes Essen. Aber bitte ohne irgendwelche Logos, die mir suggerieren, in welche Schublade ich zu gehören habe.

Wenn ich mich für eine Sache entscheide, dann wegen des Inhalts. Das Angebot ist immens, die Produktversprechen ungeheuerlich, der Nutzen von so vielem ungeklärt. Die Werbung gaukelt einem das herrliche Leben im Konsumtempel vor, doch die Realität sieht anders aus.

Daher bin ich dazu übergegangen, immer mehr selber zu machen, möglichst mit einfachen Mitteln. Ich will genau wissen, was ich mir aufs Brot schmiere, wer meine Klamotten näht, was in meinem Badschrank steht, wo das Holz meiner Möbel herstammt, womit ich meine Wohnung putze, was in meinen Medikamenten ist, und da liegt es nahe, Alternativen zu suchen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Und immer wieder die Frage: brauche ich das überhaupt?

Natürlich kaufe ich auch – vieles Second Hand, manches neu, dafür sinnvoll produziert und langlebig. Manchmal fehlt es auch an vernünftigen Alternativen, oder ich kaufe doch mal was ausser der Reihe – nobody’s perfect.

Bei herkömmlichen „Produkten“ fehlt mir flächendeckend die Transparenz. Der Verbraucherschutz leistet leider nicht, was ich mir wünschen würde. Ausserdem muss meiner Meinung nach der Ausbeutung von Mensch und Natur zwecks möglichst billigen Produkten in möglichst gigantischen Auflagen und dem Konsumterror im Allgemeinen dringend ein Riegel vorgeschoben werden.

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7 responses to this post.

  1. […] abfließen mag. Ist der Abfluss aber einmal zu, kann man zu hochtoxischen, schweinisch teueren Spezialprodukten zweifelhaften Nutzens […]

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  2. […] gekaufter Kosmetik – auch in Naturkosmetik! Zahnpasta, Lotion, Deo, die Liste an reinweißen Produkten ist unendlich, die vermeintlich “saubere” Optik eine Täuschung. Doch auch andere […]

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  3. […] genau wissen will, was mir ins Haus kommt und keine Zeit habe, mich erst umfassend über fertige Produkte zu informieren, mache ich das Ganze jetzt […]

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  4. […] ist erstaunlich wie effektiv sich Werbung durchsetzen kann, wie Produkte sich im Alltag integrieren und sie sich – und das sicher auch unbewusst – als Synonym […]

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  5. […] so häufig liegt es auch hier am Verbraucher, in welche Richtung sich das Ganze […]

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  6. […] dem Markt gibt es genügend Alternativen. Ich bin kein Versuchskaninchen der Industrie und weiß: Angebot und Nachfrage gehen Hand in […]

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  7. […] so häufig liegt es auch hier am Verbraucher, in welche Richtung sich das Ganze […]

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