Archive for Mai 2013

Ständig selbst…

Als freiberuflicher Künstler genieße ich so Vieles: keine Vorschriften über das, was ich zu machen habe. Kein Job, bei dem ich immer wie aus dem Ei gepellt aussehen muss oder immer zu den gleichen Uhrzeiten präsent zu sein habe. Kein Chef, der einen kontrolliert oder irgendwelche anstrengenden hierarchischen Strukturen. Niemand, der mir kündigt. Jeden Tag etwas Neues tun, entdecken. Lernen. Wachsen. Herzensblut.

Doch Selbstständig heißt auch selbst – und zwar ständig. Den Kopf hinzuhalten, wenn was mislingt. Den Lob zu ernten, wenn was gut war. Die Feiertage durchzuarbeiten um danach erschöpft zusammenzubrechen. Sich nicht krank schreiben lassen zu können. Mal mehr, mal weniger verdienen. Vor Rührung kaum Worte zu finden, wie Freunde und vor allem die Familie das alles mitmacht. Ständig mit sich selbst konfrontiert zu sein und sich zu wundern, was da noch so alles drinsteckt.

Überarbeitet. Unterbezahlt. Doch auch – überglücklich. Denn immer trage ich den Beruf in mir herum. Und liebe ihn. Und würde nie und nimmer tauschen. Nie.

Badeöl fürs Baby selber machen

Baden ist eine Lieblingsbeschäftigung vieler Kinder. Auch die Kleinsten haben Spaß am Plantschen, Entchen dobbern lassen und an der wohligen Wärme. Aber der heißgeliebte Schaum greift dank der Tenside die Haut an – ein Nebeneffekt, den ich doof finde (Quelle). Da ist Badeöl sinnvoller und selbstgemacht am Schönsten!

Ihr könntet natürlich auch einfach Olivenöl nehmen, aber das wär ja langweilig 😉

Ihr braucht:

– 100 Milliliter Calendulaöl
– 50 Milliliter Kamillenöl
– 50 Milliliter Lavendelöl

Alle Zutaten in eine leere Flasche füllen, schütteln. Fertig! Wenig Öl reicht (für die Babybadewanne 1 Teelöffel voll). Auch für Erwachsene ist das Ölbad schön…

Tipp: die Wundschutzcreme gleich dazu machen!

Amaretto selber machen

Selbstgemachter Amaretto – das perfekte Last-Minute-Geschenk oder Mitbringsel. Das süße Tröpfchen auf Vanilleeis…

Ihr braucht:

250 Gramm Agavendicksaft
250 Milliliter Vodka
2 Esslöffel Bittermandelessenz
2 Teelöffel Vanilleessenz

Alle Zutaten in eine Flasche füllen, schütteln. Warten, bis der Agavendicksaft sich aufgelöst hat. Prost!

Gesichtscreme selber machen

Ich liebe diese selbstgemachte Creme! Und Morgens zum Aufwachen ist es einfach nett, sich eine schöne Creme ins Gesicht zu schmieren. Diese hier zieht schnell genug ein, dass man sie als Tagescreme nutzen kann, ist aber so reichhaltig, dass man sie auch Nachts prima nehmen kann.

Wer einen leichten Bräunungseffekt erzielen möchte oder mit fleckiger Haut zu tun hat, dem empfehle ich als Extrazutat noch das Karottenöl.

Ihr braucht:

– 100 Milliliter Rosenöl
– 4 Gramm geriebenes Bienenwachs oder Carnaubawachs
– 1 Teelöffel Vitamin E (Tocopherol)
– 100 Gramm Aloe-Vera-Gel
– evtl. 1 Teelöffel Karottenöl

In einem Wasserbad das Wachs mit dem Öl unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Dann den Topf vom Herd nehmen und Karottenöl, Vitamin E und Aloe-Vera-Gel untermischen. In Töpfchen füllen und verschließen. Hält sich gut 6 Monate.

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Nachtlicht ade!

Nachtlichter sind die funkelnden Tröster in der Nacht. Laut BBC kann das liebe Lämpchen aber auch zu Kurzsichtigkeit führen… es gibt zwar auch Studien, die das Gegenteil behaupten, aber ich bin ohnehin für ein Kinderzimmer ohne Schnickschnack zu haben.

Es gibt eh coolere Wege, Kindern die Angst vorm Dunkeln zu nehmen. Mir hat immer sehr geholfen, dass meine Mutter uns Kindern oft von den Heldentaten ihrer Schäferhunde aus der Kindheit erzählt hat – und uns versicherte, dass deren Geister vor unseren Betten lägen und alle Monster vertreiben würden. So habe ich mir als Kind nie Sorgen um schleimige, grüne Wesen unterm Bett machen müssen (hatte allerdings manchmal Angst, beim nächtlichen Klogang auf so eine Geisterhundepfote zu treten und musste entsprechend komplizierte Wege in Kauf nehmen…!).

P.S.: ich bin trotzdem kurzsichtig geworden (Genetik sei Dank)…

Rouge selber machen

Selber Rouge zu machen geht flott und ist fast genau wie Puder selber machen.

Ihr braucht:

– Maisstärke (wem das zu grob ist, besorgt sich Pfeilwurzpulver bzw. Arrowrootpulver aus der Apotheke)
– gemahlener Zimt (gelbliche Haut – wer Zimt auf der Haut nicht verträgt nimmt Luvos Heilerde Hautfein stattdessen)
– Backkakao (dunklere Haut)
– ganz fein zermörserter Hagebuttentee oder Hibiskusblüten (blasse, rötliche Haut)
– Schraubglas oder so

So einfach wie die Zutatenliste ist auch die Herstellung. Nehmt 1 Esslöffel Maisstärke als Basis. Dann – genauer kann ich es euch leider nicht erklären, weil jeder Hautton andere Mengen braucht – vorsichtig kleine Mengen Kakao und Zimt oder Hagebutte hinzugeben, gut schütteln und vor dem Spiegel mit der Farbe der Unterlippeninnenseite vergleichen, bis ihr den richtigen Ton getroffen habt. Manchmal braucht man nur eine, manchmal alle drei Pigmente. Ihr braucht vielleicht ein Paar Anläufe! Nicht aufgeben!

Für Kompaktrouge nehmt ihr das fertige Rouge in eurer Farbe und mischt es tröpfchenweise mit Sesam- oder Mandelöl und presst es dann in eine Dose. Es darf sich nicht feucht anfühlen und quilt wegen der Stärke beim Trocknen noch etwas nach.

Dann einfach wie gewohnt auftragen.

Makeup selber machen

Makeup selber machen ist wunderbar einfach.

Ihr braucht:

– 1 Esslöffel losen Puder
– 1 Esslöffel Aloe-Vera-Gel

Beides in einem Schälchen gut miteinander vermischen. Wer’s flüssiger mag, nimmt etwas mehr Gel oder fügt tröpfchenweise neutrales, kaltgepresstes Öl (Sesam- oder Mandelöl) hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dann in eine kleine Dose füllen.

Mischt am besten immer nur kleine Mengen an, so bleibt es frisch! Auftragen könnt ihr es an besten nach dem Eincremen mit einem angefeuchteten Schwämmchen.

Puder selber machen

In diesem Post erkläre ich euch wie ihr mit wenigen Zutaten unschlagbar günstigen, absolut unbedenklichen, essbaren, gut riechenden, veganen losen Puder und Kompaktpuder in genau eurem Hautton herstellen könnt. Ohne Tierversuche, ohne Chemie, ohne Verpackungsmüll. Wetten, ihr habt schon fast alle Zutaten da…? Die Idee habe ich von hier.

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Ihr braucht für beides zunächst:

– Maisstärke (wem das zu grob ist, besorgt sich Pfeilwurzpulver bzw. Arrowrootpulver aus der Apotheke)
– gemahlener Zimt (gelbliche Haut – wer Zimt auf der Haut nicht verträgt nimmt Luvos Heilerde Hautfein stattdessen)
– Backkakao (dunklere Haut)
– ganz fein zermörserter Hagebuttentee oder Hibiskusblüten (blasse, rötliche Haut)
– Schraubglas oder so

So einfach wie die Zutatenliste ist auch die Herstellung. Nehmt 1 Esslöffel Maisstärke als Basis. Dann – genauer kann ich es euch leider nicht erklären, weil jeder Hautton andere Mengen braucht – vorsichtig kleine Mengen Kakao und Zimt oder Hagebutte hinzugeben, gut schütteln und vor dem Spiegel mit der Gesichtshaut vergleichen, bis ihr den richtigen Ton getroffen habt. Manchmal braucht man nur eine, manchmal alle drei Pigmente. Dann könnt ihr davon etwas am Halsansatz verstreichen. „Verschwindet“ das Puder auf der Haut, habt ihr den richtigen Farbton erwischt. Ihr braucht vielleicht ein Paar Anläufe! Nicht aufgeben!

Für Kompaktpuder nehmt ihr das fertige Puder in eurer Farbe und mischt es tröpfchenweise mit Sesam- oder Mandelöl und presst es dann in eine Dose. Es darf sich nicht feucht anfühlen und quilt wegen der Stärke beim Trocknen noch etwas nach.

Dann einfach wie gewohnt mit Pinsel oder Quaste auftragen. Wimperntusche dazu?

Warum ist Creme weiß?

Ihr habt euch vielleicht schonmal gefragt, warum eigentlich die ganzen bisher vorgestellten Cremes und Salben hier im Blog – von Fussbutter bis Handcreme über Wundschutzcreme und Sonnenmilch – eigentlich alle gelb sind, wo solche Dinge im Laden immer weiß sind.

Die goldgelbe Farbe ist den Zutaten zu verschulden. Calendulaöl und Bienenwachs zum Beispiel. Das sind doch aber auch gängige Inhaltstoffe in gekauften Töpfchen und Tuben? Tsja.

Bleichmittel sind die Schlawiner in gekaufter Kosmetik – auch in vermeintlicher Naturkosmetik! Zahnpasta, Lotion, Deo, die Liste an reinweißen Produkten ist unendlich, die vermeintlich „saubere“ Optik eine Täuschung. Doch auch andere gefährliche Fallen lauern in den Regalen: http://inhaltsstoffe-kosmetik.info/liste-gefaehrliche-inhaltstoffe-kosmetik/

Eine große Schweinerei wenn man bedenkt, wie die Haut diese Stoffe aufnimmt. Da habe ich doch lieber gelbe Creme, mehr Geld, ein gutes Gewissen, Gesundheit und Spaß am Zusammenrühren!

Handcreme selber machen

Wie wäre es mit einer Handcreme, die schnell einzieht, weder glitscht noch schmiert noch klebt und ohne Silikone, Duft- oder Konservierungsstoffe ist? Keine rauhen Hände mehr, und das für wenig Geld und wenig Mühe, für alle Hauttypen geeignet? Am liebsten aus nur 4 einfachen Zutaten?

Ran ans Werk!

Ihr braucht:

– 75 Gramm Kamillen-, Sanddorn- oder Calendulaöl
– 25 Gramm Kakaobutterchips
– 25 Gramm Aloe-Vera-Gel
– 3 Gramm geriebenes Bienenwachs

Das Öl im Wasserbad erhitzen (nicht kochen), das Bienenwachs und die Kakabutter dazugeben und schmelzen lassen. Dabei das Gemisch kontinuierlich mit einem Schneebesen umrühren. Ist das Wachs geschmolzen, wird der Topf vom Herd genommen. Nun das Aloe-Vera-Gel unterrühren und in Gläschen o.Ä. umfüllen. Die Creme hält sich gut 6 Monate.

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Tipp: Mein Töpfchen steht gleich neben dem Spülmittel in der Küche, da brauch ich es am ehesten.

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