Milchpumpe ade!

Manchmal liegen die einfachsten Lösungen auf – oder in – der Hand…

Als berufstätige, stillende Mutter habe ich mir eine manuelle Milchpumpe zugelegt, mit der ich eigentlich auch ganz zufrieden war. Bei zu viel Milch etwas abpumpen und im Schraubglas einfrieren, bei zu wenig Milch der schnelle Griff ins Tiefkühlfach.

Als ich jedoch erfuhr, was Plastik – auch ohne BPA – für Gefahren mit sich bringt, fand ich die Vorstellung, die Pumpe weiterhin abzukochen, zu nutzen und meinem Sohn davon zu trinken zu geben, höchst unappetitlich.

Ich habe also recherchiert und komme mir plötzlich albern vor, dass ich nicht früher darauf gekommen bin, es per Hand zu versuchen. Wo ich doch sonst so praktisch veranlagt bin… das Ausstreichen verlangt zwar etwas Übung, ist aber im Endeffekt viel schonender, sauberer und schneller als Lansinoh, Medela und co.! Spart ausserdem Geld und Nerven.

So geht’s:

Führt zunächst den Zeigefinger unter die Brust und legt den Daumen oben drauf. Brustwarze und Warzenteller sind sehr empfindlich, die Finger sollten diese nicht berühren. Dann den Daumen gegen den Zeigefinger drücken und die Milch nach vorne hin ausstreichen (so ähnlich, als würde man eine Tube Zahnpasta ausdrücken). Ein Gefäß drunter halten, um die Muttermilch aufzufangen. Anschließend die gleiche Brust mit der anderen Hand genauso ausstreichen, um Milchsstau zu verhindern (sonst fühlt sich die Brust an wie ein Granatapfel von außen).

Mit etwas Geduld hat man es schnell rausbekommen, wie es für einen selbst am besten funktioniert. Wenn etwas wehtut, kurz entspannen und mit weniger Kraft nochmals versuchen. Nicht unter Druck setzen! Sonst fließt nichts.

Tipp: dazu empfehle ich euch Glasflaschen von Lifefactory.

Advertisements

5 responses to this post.

  1. […] oder Pfefferminztee trinken (nicht mehr!) 2-4 Stunden abwarten. Überschüssige Milch könnt ihr ganz einfach ausstreichen (eine Milchpumpe braucht man nicht unbedingt) und im Schraubglas einfrieren. Wenn Baby einen […]

    Antwort

  2. Posted by Lea on August 17, 2013 at 12:31 pm

    Und für alle, die aus der einen Brust auslaufen, während das Kind an der anderen trinkt: Schnapsglas drunterhalten und die gute Milch auffangen. So hab ich immer einen Milchvorrat in der Truhe gehabt ohne ausstreichen oder abpumpen.

    Antwort

  3. Posted by lueilo on April 10, 2014 at 12:00 pm

    Mir ist leider der Tiefkühlschrank abgetaut und damit ist der Milchvorrat auch aufgetaut. Ich habe es allerdings nicht über das Herz bringen können die abgepumpte Milch weg zu werfen. Somit ist sie nun wieder im Tiefkühler, aber ja nun nicht mehr verzehrstauglich. Daher meine Frage: Kann ich aus der Frauenmilch nicht auch Kosmetik machen bzw. sie Zweck entfremden? Hat da jemand eine Idee?

    Antwort

  4. Posted by Fussel on August 10, 2015 at 3:49 pm

    Zu DDR-Zeiten war die Milchpumpe aus Glas, mit einem Gummiball, um den Unterdruck zu erzeugen. Die Milch kam nicht bis in den Gummiball, sondern landete in einer sackartigen Glasbeule vorher. Funktionierte eigentlich ganz gut. Obwohl ich das Abpumpen auch nie so recht mochte…

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: