Stillen: hilfreiche Tees

Stillen ist eine wunderbare Erfindung der Natur und eine schöne Erfahrung für Mutter und Kind. Man sollte sich allerdings nicht dazu genötigt fühlen – jede Frau hat das Recht dazu, es selbst zu entscheiden, was mit ihrem Körper geschieht.

Wer sich entschieden hat, zu stillen, sollte vorab wissen: das ist Arbeit. Vor allem die ersten zwei Wochen. Viel Wasser trinken, reichlich und gut essen und sich Zeit lassen sind wichtig. Hungrige Babys trinken lassen! Stillzeiten und Uhren sind hier fehl am Platz (wie man auf jeder Schafsweide mit Lämmern erkennen kann hat die Natur es so vorgesehen, dass Babys immer trinken dürfen, wenn sie möchten).

Was aber tun bei zu viel oder zu wenig Milch? Tee trinken. Und abwarten:

Bei zu viel Milch:
Eine große Tasse Salbei- oder Pfefferminztee trinken (nicht mehr!). Nach 2-4 Stunden ist alles wieder im Lot. Überschüssige Milch könnt ihr ganz einfach ausstreichen (eine Milchpumpe braucht man nicht unbedingt) und im Schraubglas einfrieren. Wenn Baby einen Wachstumsschub macht, Fieber bekommt oder zahnt, ändert sich oft der Appetit und man ist dankbar, die Milch auf Vorrat parat zu haben. Diese könnt ihr mit einem Löffel, in einem Becher oder mit einer Flasche geben (Glasflaschen von Lifefactory wachsen mit). Salbei- oder Pfefferminze sollte man sonst in der Stillzeit vermeiden (es sei denn, man will abstillen).

Bei zu wenig Milch:
ich habe alle Stilltees und Milchbildungstees hinter mir. Der beste ist von Weleda und ist zwar teuer, funktioniert aber im Gegensatz zu den ganzen anderen sehr schnell und zuverlässig. Mindestens 0,5 Liter davon trinken, und 2-4 Stunden später fließt es wieder (was m.E. am Bockshornklee liegt).

Dazu empfehle ich euch waschbare Stilleinlagen von Sorb & Dry, ein Stillkissen, Schnuller in Kirschkernform und Wollwachs für die Brustwarzen (in den ersten Tagen nach jedem Stillen auftragen, dann wird auch nichts wund).

Tipp: eine kostenlose telefonische Stillberatung rund um die Uhr, wertvolle Hilfen, Kontaktdaten für Stillgruppen vor Ort und Unterstützung bekommt ihr über La Leche Liga. Diese Organisation ist weltweit ehrenamtlich für Babys und ihre Mütter im Einsatz.

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8 responses to this post.

  1. Posted by lueilo on Februar 2, 2014 at 12:33 pm

    Stille seit 15 Monaten und merke mittlerweile, dass es an mir zehrt. Ich möchte das Stillen aber nicht von nun auf jetzt aufgeben. Leider habe ich abgebrochene Haare an den Schläfen feststellen müssen und nehme an, dass das vom Stillen kommt. Weiß jemand einen Rat, um den Körper zu unterstützen? Bin dankbar über jeden Tipp. Viele Grüße.

    Antwort

    • Hallo lueilo,
      Das hatte ich auch, und ich habe erst einmal einen Schreck bekommen – aber das liegt an den Hormonen, und gibt sich nach dem Abstillen wieder. Versprochen. Fachkundige Hilfe findest du bei lalecheliga (google das mal, ist ein kostenloser, weltweiter Dienst von Ehrenamtlichen), bei einer Hebamme und beim Frauenarzt. Viel Erfolg beim Abstillen! Das bedeutet für euch beide etwas mehr Selbstständigkeit. Schön, dass du so lange gestillt hast!

      Antwort

      • Posted by lueilo on Februar 3, 2014 at 2:56 pm

        Das tut gerade so richtig gut solch einen positiven Kommentar zum langen Stillen zu lesen. Danke. Leider ist es die Seltenheit, dass das Stillen honoriert wird von den Mitmenschen.
        Danke für den Linktipp und nicht zuletzt für die netten Worte.

  2. Hallo lueilo!
    Ich stille auch seit August 2013, und ich trinke jeden Tag Zuckerrohrmelasse

    http://www.kalsow.de/effektive-mikroorganismen/zuckerrohrmelasse-greengold-zur-fermentation/bio-zuckerrohrmelasse-5-liter.html

    Kopiere Dir hier etwas Info rein:

    „Die Nahrungsergänzung mit diesen Mineralstoffen ist nicht nur für Menschen, die sich einseitig ernähren, wichtig sondern auch zu besonderen Lebensumständen, wie etwa Wachstumsphase bei Kindern, Schwangerschaft und Stillzeit, in der zweiten Lebenshälfte, bei sportlicher Betätigung. Im einzelnen werden die in Melasse enthaltenen Mineralstoffe in folgenden Situationen gebraucht:
    Der Vitamin B Komplex: Darunter versteht man unter anderem die Vitamine: B1, B2, B6, Niacine, Pantothensäure, Folsäure und Biotin.
    Dieser Vitamin B Komplex ist für eine Vielzahl von wichtigen Körperfunktionen unerlässlich. Er fördert die Sehkraft, beugt Hornhauterkrankungen vor. Hauterkrankungen und Störungen des zentralen Nervensystems sowie Blutarmut und Eisenmangel werden positiv beeinflusst.
    Die Vitamine der B Gruppe fördern Biosynthese und die Wundheilung.
    Der Fettstoffwechsel und Kohlenhydratstoffwechsel wird aktiviert.
    Die Hormonproduktion der Nebennieren wird auch von den B Vitaminen reguliert.
    Unterstützt den Körper bei der Regeneration von Haut, Muskel und Nerven. (http://www.naturrat.de/fileadmin/Downloads/Melasse_Flyer_Nahrungsergaenzung_innen.pdf)

    Bedeutung weiterer Mineralstoffe in Melasse

    Kalium brauchen: Sportler und alle, die viel schwitzen, alle, die Abführmittel einnehmen, empfohlen bei Neigung zu Bluthochdruck.
    Calcium brauchen: zur Nervosität neigende Menschen, da Calcium den Ablauf der Erregungsvorgänge im Nervensystem beeinflusst.
    Magnesium brauchen: alle, die etwas Gutes für Ihr Herz tun wollen. Magnesium gilt als Geheimwaffe gegen Stress, gute Erfolge werden bei übererregten Kindern erzielt. (mehr über Magnesium undMagnesiumchlorid)
    Eisen braucht: wer Probleme mit Haut, Haaren und Nägeln hat. Eisen fördert die Blutbildung.
    Kupfer braucht: wer verstärkten Schutz gegen Infektionen und Allergien aufbauen möchte.
    Phosphor-Säure: ein wichtiger Bestandteil der Melasse. Ein kombinierter Mangel an dieser Säure und Kalium kann „zum generellen Zusammenbruch der Zellen, speziell im Gehirn und den Nerven führen“.
    Mangan ist an der Bildung von wichtigen Enzymen im Körper beteiligt. Zum Beispiel Bauspeicheldrüsenenzyme. Es ist wichtig für den Zuckerhaushalt und den Aufbau von Knorpel und Knochen und ist an der Bildung von Melanin in der Haut beteiligt.
    Zink ist wichtig für die Immunabwehr des Körpers. Zink ist am Aufbau von körpereigenen Hormonen beteiligt.
    Selen ist wichtig für die Entgiftungsfunktionen des Körpers und an der Ausleitung von Schwermetallen durch den Darm beteiligt. Für die Hormonbildung der Schilddrüse und bei der Bekämpfung von freien Radikalen im Körper, spielt es eine wichtige Rolle.
    Chrom ist in der Melasse in Spuren vorhanden. Es beugt der Altersdiabeteserkrankung vor durch seine regulierende Wirkung im Zuckerhormonhaushalt.“

    Antwort

  3. Posted by lueilo on Februar 3, 2014 at 8:37 pm

    Liebe Daiga,
    vielen dank für deinen Tipp. Habe solche Geheimwaffen bisher noch gar nicht zu schätzen gewusst. Ist ja ein altes Produkt. Kann ich auch Grafschafter Zuckerrübensirup nehmen? Den kann ich nämlich beim Kaufmann um die Ecke beziehen.

    Antwort

  4. Hallo lueilo!
    Ich glaube, Zuckerrübensirup ist noch mal was anderes 😉

    An Deiner Stelle würde ich den 5 Liter Kanister online bestellen (siehe Info erster Link) – in der Familie haben wir auch schon andere Melasse probiert, und der vom Biohof Heidelicht ist einer, den man gut „runterbekommt“. 1-2 Teelöffel in heißem Wasser auflösen, entweder Zitronensaft oder ähnlich säuerlichen Saft dazu (wegen der Bindung von Vitamin C) und den Rest mit kaltem Wasser auffüllen. Ich trinke ohne säuerliche Säfte, und nur in Wasser aufgelöst, da wegen dem Stillen der Kleine sonst einen wunden Po bekommt.

    Antwort

  5. Posted by sami on April 10, 2014 at 2:04 pm

    Hi,

    ich hab meine Töchter auch relativ lange gestillt (21 Monate bei der Großen 22 bei der Kleinen). Um die Milchproduktion anzuregen, kann ich nur alkoholfreies Bier (Wenn es schnell gehen soll) und/oder Getreide Kaffee (wirkt langsamer, aber längerfristig) empfehlen, wirkte bei mir besser als jeder Stilltee.

    Antwort

    • Posted by sami on April 10, 2014 at 3:58 pm

      Ergänzung,

      fast vergessen: Bei dem alkoholfreiem Bier darauf achten, dass Hopfen drin ist! (Nicht bloß Hopfenextrakt)

      Antwort

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