Was ist Vaseline?

Vaseline (auch bekannt als Petrolatum, Petroleumgelee oder weiches Paraffin) ist ein Schmierfett und Nebenprodukt der Erdölindustrie. Es kommt unter anderem als Hautcreme, Gleitmittel, Lederpflege, Trennmittel und Babypflege zum Einsatz. Da das Erdölprodukt keimfrei ist, verlängert es die Haltbarkeit von vielen Pflegeprodukten.

Wie wirkt Vaseline?

Vaseline schließt die Poren der Haut und bildet so eine undurchlässige Schicht. Unter dieser Schicht stauen sich Fett, Talg und Schweiß – die Haut kann nicht mehr „atmen“, sie wird also trocken, rot, gereizt, und man schmiert mehr Vaseline drauf… trotz guter Verträglichkeit ist die Pfegewirkung also eher suboptimal. Man sagt dass Frauen, welche täglich herkömmliche Lippenpflege benutzen, in 10 Jahren gut 3 Kilo Vaseline einnehmen (Quelle).

Kann das gut sein?

Das seit über 100 Jahren universal einsetzbare, durchsichtige Fett ist erst seit kurzem in der Kritik. Dass die Haut als größtes Organ des Menschen Giftstoffe nicht nur aufnimmt, sondern nachweislich in die Blutbahn weiterleitet (Quelle), spreche ich oft an. Nun wird von krebserregenden Stoffen in Vaseline gesprochen: gerade Brustkrebs wird in letzter Zeit immer häufiger damit in Verbindung gebracht. Das liegt an den PAHs bzw. PAKs – dies sind Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe. Diese Stoffe sind z.B. auch in Tabakrauch und Diesel vorhanden.

„Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserzeugend (z. B. Lungen-, Kehlkopf-, Hautkrebs sowie Magen- und Darmkrebs bzw. Blasenkrebs). Die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit besteht.“ – Quelle

Doch auch die Umwelt leidet:

„Die Bioakkumulation ist je nach Tierart sehr verschieden. Der Abbau im Organismus von Wirbeltieren erfolgt oft über zelltoxische oder krebserregende Zwischenprodukte. Bei Fischen, die in mit PAHs belasteten Sedimenten leben, wurden Leberschäden, Bindehautgeschwulste und Krebs beobachtet.“ –Quelle

Fazit: Finger weg von Labello und co.! Etikette genau lesen. Ein guter Ersatz für Vaseline ist ein Wachs-Ölgemisch: folgt einfach meiner Anleitung für selbstgemachte Fussbutter mit einem beliebigen Speiseöl.

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7 responses to this post.

  1. […] wird heutzutage fast ausschließlich ein künstliches Glycerin eingesetzt, welches ähnlich der Vaseline aus Petrolaten – also Erdölderivaten – hergestellt wird. Dieses chemische Glycerin […]

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  2. […] ist das Wollwachs bzw. Lanolin, was man auch dem Markt findet, mit Vaseline gepanscht, mit Pestiziden verseucht oder mit Wasser gestreckt. Davon rate ich sehr ab. Kleine Tuben […]

    Antwort

  3. Posted by muckla on März 13, 2014 at 10:35 pm

    Ich finde deine Posts über einzelne Stoffe oder Stoffklassen eine tolle Idee (mal ganz abgesehen von den vielen wunderbaren Rezepten hier). Etwas stutzig wurde ich aber schon, als ich auf einen deiner Quellenverweise in diesem Post geklickt habe und auf der Seite vom Zentrum-der-gesungheit.de gelandet bin. Ich hab dann ins Impressum geguckt, eine Consulting AG aus der Schweiz. Ich habe selbst nicht näher recherchiert, bin aber nach Eingabe des Firmennamens in eine Suchmaschine schnell bei folgendem gelandet: https://vollwert.wordpress.com/2011/07/15/internetquellen/
    So ähnlich wie dort beschrieben sehe ich die Seite auch. Es ist wohl nicht alles Unsinn, was dort steht, aber als Quelle verwenden würde ich es nicht.

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  4. […] Döschen mit einem Tiger drauf 😉 . Wenn doch der hohe Preis nicht wäre… das Paraffin… die Vaseline… (Quelle). Als mich eine liebe Bekannte darum bat, mich doch einmal mit dem Gedanken zu befassen, […]

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  5. Posted by Vorsicht!!! on Februar 1, 2016 at 10:15 am

    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/markt/videolippenpflegestifte100_size-L.html?autostart=true#banner
    Der WDR veröffentlichte vor kurzem dieses Video.

    WICHTIGE Warnung, diese Baustoffe aus Erdöl können Krebs auslösen und sich im Körper absetzen. Vaseline steht im verdacht LIPID Pneumonie auszulösen, eine schwere Lungenkrankheit.

    Weitere Recherche von mir: Ultrasicc und Ultrabas, die Salbengrundlage für magistrale Rezepturen (Apotheken) sind, haben auch Paraffin und Petrolatum als Grundlage.

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