Pröbchenwahn

Wenn ich einmal in einer Drogerie bin – zumeist nur, um dort Natron zu kaufen oder mir Produkte anzusehen, die ich später zuhause nachrrühre – werde ich häufig mit kreischenden jungen Frauen konfrontiert, welche sich an den Hängeregalen mit den Reisegrößen aufhalten.

„Wie süüüüüüß!“, ruft so manche entzückt, wenn sie ein Shampoopröbchen in die Höhe hält. Aufwallende Muttergefühle machen sich bemerkbar. Ich bin mir sicher, dass diese Kleinstgrößen einen reißenden Umsatz machen, obwohl sie auf ihre unscheinbare Art natürlich viel mehr kosten als die Großpackungen.

Unterwegs sind solche kleinen Packungen tasächlich praktisch. Aber was spricht dagegen, eine kleine Flasche immer wieder von der Großpackung nachzufüllen? Die Mengen an Plastikmüll, die durch solch eine „Mini-Manie“ ausgelöst werden, kann man sich kaum vorstellen. Dagegen sprechen wohl nur das geschickte Marketing der Drogeriebranche und die weiblichen Hormone…

Dann gibt es noch überall als Beigabe kleine Aluminium-Tütchen voll mit irgendwelchen Cremes und Tinkturen, die man in einer überfüllten Schublade im Bad aufhebt, „falls man sie einmal braucht“…

Diese Minimengen habe ich nun aus meinem Haushalt verbannt. Wie handhabt ihr das?

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16 responses to this post.

  1. Toller Post!
    Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Kleingrößen kaufe ich mir grundsätzlich nicht für Reisen oder für unterwegs, denn dazu fülle ich (wenn nötig) mir gern selbst etwas ein meine Reisegefäße ab und muss mir so nicht überteuert etwas kaufen, was ich eh schon zu Hause habe.
    Manchmal finde ich die Kleingrößen aber auch nicht verkehrt um austesten zu können, ob ich ein Produkt vertrage, da ich sehr empfindliche Haut habe.
    Trotzdem passiert es mir eher selten, dass ich bei den Kleingrößen in der Drogerie halt mache.
    ,)

    Liebstn Gruß
    Mexi

    Antwort

  2. Posted by Jannika on August 7, 2013 at 11:04 am

    Selbst auf Reisen sind die Kleingrößen nicht wirklich nötig. Ich habe noch nie Probleme gehabt, z.B. mein Shampoo so mitzunehmen – sinnvoll wäre da vielleicht eher, sich zu überlegen, was man eigentlich mitnimmt und was man eigentlich wirklich braucht / benutzt.

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  3. Hallo zusammen!
    Mich verschlägt es öfter mal für zwei bis drei Tage ins Krankenhaus, da sind solche Kleingrößen praktisch (ich muss weniger Zeug schleppen). Allerdings fülle ich die kleinen Behälter wie schon oben erwähnt aus den Großen nach. Sollte der Kunststoff dann mal nach ein paar Jahren porös werden, besorge ich eine neue Flasche. Aber bei vorsichtiger Handhabung sollten solche Fläschlein doch locker an die 5 Jahre halten. Wichtig ist, sie nicht direktem Sonnenlicht auszusetzen, da die meisten Kunststoffe nicht UV-stabil sind. So ich denn mal Cremepröbchen kriege, verwende ich diese für meine Hände.

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  4. Ich mag kleine oder klein gewordene Seifen, denn die sind erstens nicht oder nur in Karton verpackt und zweitens reichen die meistens genau für den Urlaub aus. Ansonsten nehme ich sie einfach wieder mit nach Hause. Teure Proben braucht doch wirklich niemand.

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  5. Ich bin die klassische Offen-Käuferin. Feste Seifenstücke, loses Obst/Gemüse (oder in der Großpackung zum selber-schnibbeln-und-einfrieren) und möglichst wenig Tetra-Packs und Dosen. Mir gehts da nicht mal unbedingt um den Preis, sondern viel mehr um den Müll. So verhält es sich auch mit Kosmetik: wenig Verpackung und Ergibigkeit find ich wichtig! Wobei ich es auch nicht schlimm finde, wenn jemand eine Minigröße kauft, um ein Produkt zu probieren.

    Antwort

    • Hi,
      Ich bin auch Eine, die am liebsten ganz ohne Verpackung einkauft. Auch für Wurst und Käse nehme ich Behälter mit, Nudeln und Reis und was ich so finden kann kaufe ich auch am liebsten lose. Manchmal geht es aber leider nicht anders, als zur Verpackung zu greifen. Zu dem Thema gibt es übrigens auch einen ganz tollen, amerikanischen Blog: http://www.zerowastehome.com kennst du den?

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      • Ich wusste gar nicht, dass man Reis und Nudeln lose kaufen kann. Da nervt es mich nämlich auch ziemlich eine Plastikpackung zu haben. Deshalb kauf ich auch viel Weizli (Markenname in Deutschland ist Ebly). Das hat nur eine Papierpackung (wenn man nicht unbedingt das im Kochbeutel kauft…) und schmeckt wie Nudeln und lässt sich wie Reis verarbeiten.
        Den Blog kenne ich nicht, der ist aber sehr interessant 🙂

      • Hi,
        Man bekommt sowas lose, allerdings nur mit viel Glück und Recherchearbeit (hier in Berlin etwa bei Dr. Pogo / Veganladenkollektiv). Bald ziehen wir weg. Bin mal gespannt, ob sich dann wieder sowas finden lässt.

  6. Posted by Luise on August 8, 2013 at 5:55 pm

    Wir kaufen Reis, Bohnen, Linsen, etc. immer als 25 kg-Großgebinde im Papiersack. Ist billiger und hält sich ewig. Nur zur Aufbewahrung habe ich noch keine Ideallösung gefunden – um Ungeziefer und Feuchtigkeit fern zu halten, lagern wir unsere großen Säcke in Plastiktonnen. Da gäbe es vielleicht Tontöpfe oder Metall als Alternative, aber ich habe da bisher noch nichts in der richtigen Größe/Preisklasse gefunden. Aber man spart sich immerhin das Plastik von den 1 kg-Verpackungen.

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  7. […] und so rücken Lieblingsstücke viel eher in den Vordergrund. 5. Reisegrößen: dazu habe ich hier bereits geschrieben; brauche auf, verschenke. 6. Bettwäsche: spenden, weitergeben, Quilts daraus […]

    Antwort

  8. Posted by S.B. on August 10, 2013 at 8:40 pm

    Ich reise kaum, also schau ich nie bei diesen Mini-Verpackungen. Ich achte auch darauf wenig aufwändig verpacktes Zeug zu kaufen (z.B. Stückseife) oder Alternativen zu finden. Für die Zahnpflege verwende ich die SWAK-Zahnbürste, bestehend aus einem Kunststoffgriff, in den sog. „Köpflis“ aus Miswak-Holz gesteckt werden. Damit braucht man keine Zahncreme, also muss ich die auch nicht kaufen. Allerdings gibt’s in den Drogerien in meiner Stadt keine Zahnseide ohne Plastikverpackung.
    Dank Menstruationsbecher muss ich auch nichts mehr aus der Damenhygieneabteilung kaufen und habe trotzdem immer „was im Haus“. Unterwegs auch sehr praktisch, gerade wenn man „Überraschungen“ vermeiden will.
    Aber auch ohne den Umweltaspekt käme es mir nicht in den Sinn diese Probepackungen zu kaufen (besonders dann, wenn ich das Produkt wirklich schon kenne), das wäre mir einfach zu teuer.

    Antwort

  9. […] euch richtige Mischverhältnis raushabt. Ihr könnt es in einer kleinen Dose oder in einem alten Probenfläschchen aufbewahren, es hält sich allerdings nur ca. 1 Woche, wenn ihr selbstgemachtes Aloe-Vera-Gel […]

    Antwort

  10. Posted by Ianeira on Dezember 9, 2014 at 10:56 pm

    Auf Reisen habe ich ein Shampoo-Duschgel dabei, dass ich vor ewigen Zeiten mal bekommen habe. Da ich es nur auf Reisen nutze hält es ewig und bringt gute Laune, weil es super riecht. Allerdings bin ich auch viel Unterwegs. Spülung nehme ich in einer Pröbchenflasche mit, die mir irgendwann mal zugeflogen ist. Selber kaufen tue ich sowas sie. bekomme sie eher mal von der Familie zugesteckt, wenn sie sowas aus Hotels bekommen.
    Momentan hab ich noch 2x Bodylotion und eine Haarspülung, aber alles mit Silikonen. Das Spende ich bei gelegenheit dem Frauenhaus. Unseres Sammelt diese Minipackungen und gibt sie den Frauen, die keine Duschsachen mitnehmen konnten. Dazu gibts auch noch Häkeldeckchen. Meine kleine Weihnachtsspende.

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