Mokka selber machen

Kaffee ist für mich etwas Besonderes, was ich als nicht selbstverständliches Luxusgut wertschätze. Wenn man selten Kaffee trinkt ist es umso schöner, diesen durch ein Paar Kniffe richtig zu zelebrieren. Obwohl ich meinen Kaffee nach wie vor gern mit dieser Kaffeemaschine herstelle, ist Abwechslung auch sehr schön. Darf ich vorstellen? Mokka!

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Als ich auf der erfolglosen Suche nach einem plastikfreien, alufreien Espressokocher war, stolperte ich auf einem Flohmarkt über ein nettes kleines Mokkakännchen aus Messing für 50 Cent. Seitdem ist meine Suche vorbei – Mokka schmeckt mir persönlich ohnehin wesentlich besser als Espresso, und ist sehr einfach herzustellen. Mokka ist die orientalische Kaffeekochvariante, wird pechschwarz aus kleinen Tässchen geschlürft, ist oft mit Zimt, Kardamom, Nelken, Kakao, Vanille oder anderen Köstlichkeiten gewürzt und schmeckt sehr herrlich. Ich koche ihn am liebsten mit einer ganzen Kapsel grünen Kardamoms auf, wie ich es im obergemütlichen Café Al Hamra in Berlin kennen und lieben gelernt habe. Man muss ein wenig üben, bis man den Dreh raus hat und die Gewürze für seinen Geschmack richtig auswählen und dosieren kann.

Ihr braucht:

Eine Mokkakanne (wird auch Cezve oder Ibrik genannt; es geht bestimmt auch ein kleiner Topf)

Wasser, in Espressotässchen abgemessen (im Bild ist die Tasse größer)

1 gehäufter Teelöffel staubfein gemahlener Kaffee pro Tasse (feiner als Espresso; lasst es euch entweder im Geschäft mahlen oder stellt die heimische Kaffeemühle so fein wie möglich ein)

Evtl. 1 gestrichener Teelöffel Rohrohrzucker pro Tasse

Nach Belieben Gewürze (ganz oder gemahlen)

 

Alle Zutaten in die Kanne oder den Topf geben und gut verrühren. Beim Erhitzen aufpassen, dass der Kaffee weder anbrennt noch überkocht! Nach dem ersten Aufkochen den Mokka vom Feuer nehmen und den Schaum in die Tassen verteilen, dann noch zwei Mal kurz aufkochen lassen (Rühren nicht vergessen) und genießen.

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5 responses to this post.

  1. Posted by Gabriela Spross on September 25, 2014 at 5:12 pm

    Zum Mokka selbermachen, es hört sich ja an wie ein ayurvedischer Gewürzkaffee.
    Schmeckt super, hat aber noch durch den Kochvorgang eine andere positive
    Eigenschaft, wenn ich ihn solange kochen lasse bis die Blasen die durch den Kochvorgan erscheinen kleiner werden oder sogar weggehen, dann ist auch die schädlcihe Säure, die durch den Röstvogang entsteht draußen. Somit wird der Kaffee verträglich, er wirkt dann sogar beruhigend und man kann ihn kurz vor dem Schlafen gehen noch trinken. Das erklärt auch das Phänomen das Kleinkinder in den karibischen Staaten ja Babyfläschchen gefüllt mit Kaffee bekommen.
    Auf jeden Fall schmeckt er äußerst köstlich, ist vielleicht am Anfang gewöhnungsbedürftig. Aber sicher empfehlenswert. Guten Appetit!!

    Antwort

  2. Danke für die Erinnerung. Es schmeckt so guuut. Allein das Ritual der Zubereitung ist ein Genuß und so entspannend. Die Aromen, die dabei in die Nase steigen weckt die Vorfreude auf diesen kleinen würzig-süßen schwarzen… Nach dem Essen ein wunderbarer „Verdauer“ und Abrunder..

    Antwort

  3. Wichtig ist noch, dass er nach dem Kochen ein bisschen steht, damit sich der Sud setzt. Zumindest macht man das in meiner Familie immer so.

    lg
    Maria

    Antwort

  4. Posted by manni on Juni 17, 2015 at 7:47 am

    Hört sich wunderbar an! Übrigens: Schon mal was von kaltgebrühtem Kaffee gehört? Noch einfacher und praktischer gehts fast nicht. Der Kaffee enthält dabei nur einen Bruchteil der Säure, die beim Heißbrühen entsteht. Außerdem ist es ein ganz besonderes Geschmackserlebnis – sehr sanft und fruchtig, wie ich finde. Dazu wird einfach in Glas o.ä. eine schöne Menge Kaffeepulver gegeben, mit kaltem Wasser aufgegossen, ca. 10 Stunden stehengelassen, danach abgeseiht. Im Kühlschrank lagern (hält sich mind. 2 Wochen). Zum Genießen gibt man dann die G
    gewünschte Menge kalten Kaffee in die Tasse und gießt ihn mit heißem Wasser auf. Hat zwar keinen Schaum, aber ist auch was Wunderbares. Gruß, Marion

    Antwort

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