Was unterscheidet euch von anderen Familien?

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Lange, lange habe ich mit der Beantwortung dieser Frage gerungen, die mir vor längerer Zeit schon gestellt wurde (und die ich laut diesem Post schon lange beantworten wollte). Was unterscheidet uns also? Weiß ich nicht so genau. Ist nicht jede Familie anders als jede andere? Vielleicht haben wir uns ein paar andere Prioritäten gesetzt als der Durchschnitt, aber das erkennt man nicht unbedingt auf den ersten Blick. Auf den zweiten sieht man vielleicht eher, was fehlt. Wir konsumieren sehr bewusst, was sich in vielen Bereichen wiederspiegelt.

Wir kaufen weder Obst und Gemüse mit Aufklebern, noch essen wir öfter als zwei mal im Monat Fleisch; unsere Milchflaschen sind ohne Etikett oder Marke, da wir sie auf einem kleinen Demeterhof befüllen; die Kleidung ist vorzugsweise aus Naturmaterialien und aus zweiter Hand; statt einem Wasserkocher benutzen wir einen Kessel; im Garten toben lustige Hühner; wir haben keinen Fernseher, dafür mehrere Plattenspieler; in Haus und Gartenhäuschen verteilt sind viele verschiedene Werkstätten, die ich beruflich brauche und mein Mann genauso gerne nutzt, von Stoff über Holz bis hin zu Ton und Malerei; wir haben keinen normalen Zucker; die Töpfer unseres Essgeschirrs kennen wir mit Vornamen; überall findet man Musikinstrumente und geschnitzte Holzfiguren; alte Möbel aus verschiedenen Epochen – vom Barocktisch aus der Erbschaft bis hin zum Sofa aus den 50er Jahren – werden heiß geliebt und gern genutzt; die Zahnbürsten sind aus Holz; Plastik ist überhaupt kaum zu finden und wir haben kein Shampoo im Haus.

So hat wohl jeder seine Vorlieben, Wertvorstellungen und sonstige Prägungen, die den Alltag mit bestimmen.

5 responses to this post.

  1. Ich glaube auch, dass hier drunter tausend Familien so eine Auflistung über sich schreiben könnten und es gäbe keine doppelt! Manche überschneiden sich, andere nicht. Das macht ja das Leben gerade so schön😉

    Und danke, dass du mal eure Prioritäten geteilt hast, ist echt interessant🙂

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    • Danke für den Kommentar! Ich würde diese ganzen Sachen allerdings nicht unbedingt als Prioritäten sehen – sie haben sich irgendwie so eingeschlichen und das ist ganz wunderbar🙂

      Antworten

  2. Hallo!

    Danke für den Einblick in Euer Leben. Die Töpfer vom Essgeschirr kennen wir mit Namen finde ich sehr spannend🙂 Unser Geschirr ist dafür deutlich über 50 Jahre alt…

    lg
    Maria

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  3. Posted by Melanie on April 11, 2016 at 3:35 pm

    Hallo,

    ich bin immer wieder ehrlich beeindruck von den Dingen, die Du tust, probierst, gestaltest und herstellst.
    Ihr tut die Dinge, von ich oft denke: Ich sollte!
    Darf ich fragen, wie Ihr auf diesen Weg gekommen seid? Waren das schon immer Eure Werte und ihr habt sie ihm Laufe der Zeit intensiviert oder habt ihr „normale“ – also zB Komsumfreudige Wurzeln und habt Euch freigestrampelt.
    Ich finde das wirklich spannend.
    Und ich darf sagen, dass mir das Mut macht, weiter zu gehen und weiter zu machen, auch wenn ich manchmal stolper und in alte Reflexe zurückfalle.

    Sonnige Grüße

    Melanie

    Antworten

    • Hallo Melanie, vielen dank für die lieben Worte! Ich beantworte deine Frage gern, allerdings sprengt das hier sen Rahmen. Ich notiere es mir und schreib dann gern einen Post dazu🙂

      Antworten

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