Meine Haarpflege

DSC_0556

Bevor ich mir Müllvermeidungsgedanken machte, habe ich immerhin auf Naturkosmetik umgestellt. Shampoo, Spülung, Haaröl, Haarkuren, Spray zur leichteren Kämmbarkeit, lauter solche Dinge sammelten sich im Bad an und gaben mir das Gefühl, ich müsse sie möglichst oft benutzen.

Ich habe in den letzten Jahren schon so ziemlich alles ausprobiert: Haare Waschen mit Heilerde (hier der Post), Shampoo selber machen (diverse Rezepte hier im Blog), selbstgemachte Spülungen (schaut hier) oder Spülungen mit Apfelessig. Hier sind nun die fünf Dinge, bei denen ich hängen geblieben bin. Man muss erstmal etwas herumexperimentieren, bis man das Richtige für seine Haare gefunden hat.

Seit ich mich auch hier auf das Wesentliche begrenzt habe, was für mich gut funktioniert, werden meine Haare schon fast vernachlässigt. Dabei werden sie immer stärker und länger, sodass mir meine Pferdemähne schon bis zum Steiß reicht. Spliss und Verknotigungen habe ich kaum noch und vor allem bleibt so mehr Zeit für Dinge, die mir wichtiger sind als Haare (und davon gibt es eine ganze Menge!).

  • Kamm – dieses grobzinkige Exemplar ist aus geöltem Buchenholz und schnell durch die Haare gezogen oder in die Tasche gesteckt. Ich habe ihn aus dem Reformhaus und nutze ihn täglich.
  • Alepposeife – dieses Stück ist zwar schon stark angewaschen, tut aber noch immer ihren Dienst. Hier mein Post zum Thema Alepposeife und Haare. Die Seife kaufen wir im Bioladen.
  • Bürste – Diese Wildschweinborstenbürste (was für ein herrliches Wort!) mit Birnbaumgriff ist nicht täglich im Einsatz, sorgt aber für wunderbaren Glanz und brav glatt liegendes Haupthaar, wenn ich dazu komme. Ich habe sie im Bioladen gekauft, sie ist von Kostkamm, andere Bürstenmacher wie Redecker verkaufen sowas auch.
  • Haarbutter – ich nehme meine selbstgemachte, die für starke Spitzen und etwas Glanz sorgt (allerdings ziemlich selten, weil ich sie immer vergesse). Hier das Rezept.
  • Schere – ich habe mir eine gute Haarschneideschere besorgt, mit der ich mir nach der Feye’schen Methode ungefähr einmal im Jahr die Haare schneide. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Wenn ich mal nicht zum Waschen komme, mache ich mein selbstgemachtes Trockenshampoo schon lange nicht mehr (aber wer das Rezept sucht, schaut mal hier). Stattdessen nehme ich einfach Speisestärke. Manchmal zu viel. Dann sehe ich aus wie eine Oma, die vergessen hat, ihren Ansatz nachzufärben. Also nicht zu viel nehmen und wirklich gut rausbürsten!

Wir haben seit Jahren keinen Fön und einen Lockenstab hatte ich eh nie. Mir reichen die oben genannten Basics – die ich eigentlich auch auf Seife, Schere und Kamm reduzieren könnte.
Was sind eure natürlichen Lieblinge der Haarpflege? Natron, nur Wasser, nichts als Spülung oder lieber Shampoo aus Kastanien, Seifenkraut oder Efeu? Schreibt es gern unten in die Kommentare.

26 responses to this post.

  1. Ich benutze auch einen grobzinkigen Kamm aus Naturholz und eine Bürste mit Wildschweinborsten. Beide Teile habe ich seit mehr als 25 Jahren im Einsatz, die Anschaffung hat sich wirklich gelohnt. Jetzt gerade sind beim Kamm zwei Zinken abgebrochen, so was aber auch, ob ich den noch umtauschen kann…?!😉

    Momentan greife ich noch auf „konventionelle“ Produkte wie Shampoo/Kur zurück (allerdings vom Naturfriseur), aber ich möchte wieder zurück auf selbst gemachte Produkte, wie ich sie früher schon gemacht habe. Ich bin am Sammeln von Rezepten und sobald der konventionelle Kram aufgebraucht ist, lege ich los… Danke für deine Rezepte, die schaue ich mir auch gleich näher an.

    Hab einen feinen Tag, viele Grüße
    Anni

    Antworten

  2. Hey🙂
    Ich benutze auch Seife, seitdem liebe ich meine Haare. Allerdings keine von Aleppo, die war leider nichts für mich sondern nur hoch überfettete von kleinen Siederinnen (Seifenatürlich, Bonsai usw) danach mache ich eine Spülung aus Apfelessig und Brennessel.
    Haaröl darf nie fehlen, das mische ich nach bedarf.
    So einen tollen Kamm brauche ich auch noch.
    Liebe Grüße!
    Claudia

    Antworten

  3. Ein vernünftiger Naturkamm oder Bürste aus Naturmaterial steht noch auf meiner Besorgen-Liste.

    Aber es stimmt…wenn die Haare nicht mehr so malträtiert werden mit Chemiebomben, dann erholen sie sich ziemlich gut und werden kräftiger und wachsen auch sehr gut.

    Danke für den Link mit dem Haare schneiden. Den schau ich mir sehr gerne an, da ich auch kein Freund von teuren Frisörbesuchen bin (was da immer an Zeit und Geld flöten geht😦 ). Die Zeit nutze ich jetzt für andere schöne Dinge, die mir mehr Freude und Zufriedenheit schenken.

    LG von Karin

    Antworten

    • Es ist eine Überwindung, das erste mal mit der Schere an die Haare zu gehen, aber die Anleitung finde ich wirklich gut und bisher ist mir so kein Schnitt mislungen. Nur Mut!🙂

      Antworten

      • Nee nee…ich mach das schon länger. Aber meine Vorgehensweise ist etwas anders. Ich kämme mir die Haare nach vorne über den Kopf und mache das dann auch mit dem Gummi. Dann schneide ich mit der Schere dran lang. Dann habe ich eine spitz zulaufende, durchgestufte Frisur. Gefällt mir auch.
        Aber das mit dem gleich langen gefällt mir halt besser. Und deswegen sage ich noch einmal danke für den Link.

        Noch eine andere Frage.. Wie bekommst du / ihr vergraute Wäsche wieder weiß? Chemie möchte ich nur sehr ungern verwenden, da das nicht gut ist.
        Ich hatte vorhin bei dem passenden Artikel schon mal gefragt, aber das wurde nicht angezeigt.

        LG von Karin

      • Das mit der Wäsche ist irgendwie an mir vorbeigegangen, sorry! Ich mache einfach ein Tütchen Natron mit ins Waschmittelfach, dann wird da nichts grau.

      • Okay. Der Tipp gefällt mir und den probier ich gerne aus. Danke.

  4. Danke für den Tipp mit der Aleppo-Seife – das werde ich mal probieren.
    „Haarseife“ aus dem Bioladen habe ich schon getestet, da werden Kopfhaut und Haare sehr spröde. Ansonsten hatte ich genau zwei Mal in meinem Leben Haarschampoos, mit denen ich wirklich gut klarkam. Das eine war von einer renpommierten Biofirma, aber kaum hatte ich es entdeckt, änderten sie die Rezeptur und mischten Ringelblume rein, wogegen ich allergisch bin. Das andere war vor vielen Jahren ein Bio-Sonderangebot im Diskounter und gab es nur ein einziges Mal.
    Ansonsten habe ich schon viele verschiedene Bio-, Neutral- und Sensitiv-Schampoos verwendet, wasche so selten, wie es gerade noch vertretbar ist, nehme die ewig gereizte Kopfhaut als gegeben hin und versuche den öfter Mal nach dem Haare- Waschen auftretenden Hautausschlag im Nacken durch äußerst sparsamen Einsatz des Schampoos zu verhindern….Zu Experimenten mit Spülungen oder weiterem kosmetischen Zeug fehlt mir jede Motivation, zumal die Wahrscheinklichkeit immer sehr hoch ist, dass dann weitere vor sich hingammelnde Behältnisse im Weg rum stehen.
    Ein dauerhaft unbefriedigendes Thema.
    Ansonsten nehme ich zu Hause eine Bürste mit abgerundeten Holzborsten und unterwegs einen Holzkamm wie Deinen. Eine Wildschweinborstenbürste habe ich auch, benutze sie aber nur selten.
    Die Aleppo-Seife hatte ich gerade gestern im Fairen-Handel-Laden in der Hand.
    Die hole ich mir und probiere sie aus. Wenn’s auch nicht gut ist, dann kann ich ja noch was anderes damit waschen.
    LG Hummelbrummel

    Antworten

  5. Posted by Meike on April 28, 2016 at 3:18 pm

    Ich wasche liebend gern mit Roggenmehl. Diverse Anleitungen sind im I-net zu finden. Meinen dünnen, sonst schnell fettenden und glatten, rotblonden Haaren gibt die Wäsche Volumen und Stand. Aber vorsicht: nach Jahren des Roggenmehl-waschens hatten wir einen verstopften Abfluss. Kann daran liegen.

    Antworten

    • Roggenmehl ist mir neu, klingt spannend.

      Antworten

      • Posted by meikeilein on April 29, 2016 at 7:34 am

        Hallo, ich poste den Link mal hier drunter, wenn unerwünscht kannst Du es gern löschen. Ich habe seit ich 16 bin eine Allergie auf die „aufschäumenden Substanzen“ in Haarschampoos. Ich habe seitdem richtig viel Probiert. Mit Seife reagiert meine Haut nicht, aber nach einer Woche bekomme ich klebrige Strähnen am Hinterkopf die —> Kalkseife. Etliche Seifen und Rinsen probiert, liegt wohl am Wasser. Es gibt mittlerweile Bio Shampoos, die ich vertrage, aber ich will ja weg von Chemie und Plaste. Die Erlösung fand ich denn auf einer Selbstversorgerseite im I-net. Einfaches 997 Roggenmehl. 3 Eßl, auf 300 ml Wasser, quellen lassen. Ich gebe einen Spritzer Zitrone dazu, fertig. Beim Duschen auf die Kopfhaut gießen, wie Shampoo einmassieren, zwischen 3 und 5 min. einwirken lassen. In der Zeit schäume ich mich ein, Auspülen. Manchmal, wenn ich nicht gut ausgespült habe, bürste ich die Reste mit dieser Art Wildschweinbürste wie Du sie auch hast, aus. Ist beim trockenen Haar wie Staub. Manche machen das mit Roggenvollkornmehl. Ich nicht, weil ich denn diese kleinen „Häutchen/ Schalen“ in den Haaren habe. Wichtig ist auch, das wirklich nur Roggenmehl geht. Dinkel und Weizen wird wie Beton in den Haaren! (das Gluten) Die Haare riechen nach der Wäsche ein bisschen wie Brot, oder Kiwi. Dazu sage ich direkt: die besten Ergebnisse im Freundeskreis, hatten mit Roggenmehl diejenigen, die dünnes, glattes Haar haben. Bei Locken oder sehr dickem Haar, sahen die Haare oft struppig aus. Die sind denn wieder auf Seife umgestiegen. Viel Spaß beim ausprobieren. http://www.smarticular.net/haarwaesche-mit-roggenmehl-natuerlich-pflegend-und-vegan/

  6. Posted by goldenesnix on April 28, 2016 at 5:13 pm

    Ich probiere wasche meine Haare total gerne mit Seife allerdings ist das Ergebnis nicht jedes mal so wie ich es gerne hätte, ich weiß aber nicht warum? Deswegen benutze ich wenn es drauf ankommt statt der Seife ein mildes NK-shampoo. Ich benutze übrigens Heilerde als Trockenshampoo, das macht bei mir keinen grauen Schleier. Vielleicht probiere ich aber auch mal Speisestärke aus.

    Antworten

  7. Ich funde es so lustig weil du die selben Sachen machst wie ich! Auf Kämme habe ich schon lange umgestellt, Ich schneide meine Haare nach der selben Methode wie du, Seit 4-5 Jahren schon.Und an meine Haut kommt nur selbstgemachtes. Probleme macht das nur da ich ab dienstag in Reha bin und die Sachen, gerade Creme im wärmern Bad (trotz Konservierungsmittel) dort oft übergeht. Da hab ich noch nicht gefunden was ich ändren kann.
    Und mit dem Müllvermeiden fange ich gerade an.Kompostmüll Kompostiere ich beinahe komplett seit 5 jahren oder so.
    Mach weiter so es mach Spaß deinen Beiträge zu lesen.
    LG

    Antworten

  8. Ich bin bis heute noch auf der Suche nach der richtigen Haarpflege für meinen Haartyp. Von Shampoo werden meine Haare unkämmbar und trocken – Conditioner lässt meine Haare ausfallen und/oder brechen. Ich hab so ziemlich alles durch von Naturkosmetik, Drogerie, LUSH, Afroshop bis Friseurbedarf und nichts war richtig. Leider kann ich viele Produkte die für meinen Haartyp gut wären nicht benutzen, weil ich zig Unverträglichkeiten habe. Haarseife habe ich noch nicht ausprobiert weil ich aktuell noch am herausfinden bin welch Seife ich überhaupt noch vertrage.
    Mittlerweile benutze ich nur noch einen Grobenzinkenkamm. Ich pflege die Haare mit fast täglich Rhizinusöl, weil mir Kokosöl viel zu seicht ist.

    Antworten

  9. Hallo!

    Ich wasche meine Haare mit Roggenmehl, das klappt prima. Die Haare fetten nicht mehr so schnell nach und es ist wirklich sehr einfach handzuhaben. Dauert nur minimal länger und ich spar mir die saure Rinse.

    lg
    Maria

    Antworten

  10. Posted by stefanie on April 30, 2016 at 3:30 pm

    Hallo, mein Mann und benutzen jetzt seit zwei Jahren Haarseife. Hat etwas gedauert, bis wir die für uns Beste gefunden hatten, aber in Kombination mit Apfelessigwasser (3 EL Apfelessig auf 500 ml Wasser) als Rinse ist mein Mann sein Kopfhautekzem losgeworden. Der Apfelessig ist nach Deinem Rezept selbst produziert😉. Zum Bürsten gibt es eine Naturhaarbürste mit Holzgriff. Mehr braucht es nicht.

    Antworten

  11. Posted by Maria on Mai 1, 2016 at 8:05 pm

    Hallo,
    ich habe fast die gleichen Haarpflegeartikel. Habe in den letzten drei Jahren auch schon ziemlich viel ausprobiert. Mein Mann und ich verwenden auch Haarseife, dabei funktionieren die sog. „schwarze Seife“, Aleppo-Seife und Haarseife aus unserem Bioladen am besten. Hier gibt’s es unterschiede, die Seife die wir nun haben, da brauchts auch keine saure Rinse mehr. Nur Haarbutter habe ich nicht, ich habe immer einen Tigel Kokosöl im Bad womit ich bei Bedarf meine Haare damit einreibe. Normalerweise nur die Spitzen.

    Grüße
    Maria

    Antworten

  12. Posted by BiBa on Mai 17, 2016 at 3:47 pm

    Hallo,
    wie so viele andere, bin ich von deinem Block und deinen Ideen zum Selbermachen begeistert.
    Als Shampoo nehme ich schon seit Jahren feste Shampoobars der Naturseifenmanufaktur Uckermark ohne aggressive Waschtensiede, Silikone und Parabene und bin damit sehr gut zufrieden.
    Allerdings habe ich dünne und kurze Haare die ohne Styling platt am Kopf liegen würden.
    Früher habe ich dafür Schaumfestiger genommen im Zuge meines Plastik- und Müllfastens habe ich nach Alternativen gesucht.
    Seit über einem Jahr mache ich meinen Festiger aus dunklem Bier, (den letzten Schluck sicher ich mir, bevor mein Mann alles austrinkt) Honig und einem Spritzer Essig selber. Damit lassen sich die Haare in jede Richtung formen.
    Liebe Grüße
    BiBa

    Antworten

  13. Posted by Luna on Mai 25, 2016 at 1:25 pm

    Hallo,
    bin auch ein großer fan von Aleppo Seife für Haar- und Körper-Wäsche. Und kann auch nur bestätigen, dass die Haare davon kräftiger werden.🙂
    Eine Frage hab ich aber, und zwar wie oft wäscht du dir deine Haare? Hab oft im Internet gelesen, dass der Zeitraum zwischen 2 Haarwäschen durch die Seife sich verlängert hat.
    Ich hab mir vor 2 Monaten eine Seife mit weniger Lorbeeröl -als sonst- gekauft (beeinflusst aus deinem ersten Beitrag zum Thema :)) und die finde ich auch super. Nur manchmal hab ich so ein wachsiges Gefüll an den Haaren. Vermutlich liegt es an dem harten Wasser. Aber ich finde es merkwürdig, dass dieser Effekt bei Seifen mit mehr Lorberöl nicht zu sehen/fühlen war.
    Hast du so was bei dir auch schon mal festgestellt und machst du überhaupt eine Apfelessig-Spülung als Abschluss-Rinse?

    Antworten

    • Ich wadche mir mittlerweile circa einmal die Woche die Haare und mache keine Rinse, das hängt aber stark vom Wasser und Haartyp ab. Die Erfahrung, die du schilderst, habe ich noch nicht gemacht, machst du eine Rinse? Könnte helfen.

      Antworten

  14. Posted by Luna on Mai 25, 2016 at 5:44 pm

    Hab eine nicht so sauere Rinse mal gemacht (mit ein spritzer Zitrone ode so) aber keinen großen Unterschied bemerkt. Aber ich wollte es mal mit mehr probieren. Und das mit dem Haartyp hätte ich jetzt nicht gedacht…hmm, dann bleibt mir nur noch rumprobieren.😀
    Danke dir!!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: