Archive for the ‘Haarpflege’ Category

40 Nutzen für Calendulaöl

Wer noch kein Calendulaöl im Hause hat, sollte es sich bald kaufen – etwa von Weleda – oder selber machen. Das goldgelbe Öl mit wenig Eigenduft ist unscheinbar, doch die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig!

1. für Ringelblumensalbe
2. für Wundschutzcreme
3. für Massagebutter
4. als Babyöl
5. für Shampoo
6. als Haaröl für trockene Spitzen
7. als Massageöl
8. als Badeöl
9. als Gleitmittel (nicht latexverträglich)
10. zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen
11. für Fussbutter
12. für Schrundensalbe
13. für Bodylotion
14. als Makeup-Entferner
15. als natürliche Behandlung bei Milchschorf
16. für Gesichtscreme
17. als Ölkur für die Haare
18. bei Entzündungen
19. für Handcreme
20. für glänzende Nägel
21. als einfache Lippenpflege
22. als einfache Brustwarzensalbe (noch besser: Wollwachs)
23. in Lippenstift und Lippenpflege (Rezepte folgen)
23. als Heilungsöl (z.B. nach einer Geburt)
24. bei trockener oder gereizter Haut
25. auf Mückenstichen (noch besser: Aloe-Vera-Gel)
26. als Geschenkidee
27. mit Salz oder Kaffeesatz vermischt als einfaches Fußpeeling
28. gegen Hautprobleme bei Haustieren
29. als einfaches Dammmassageöl
30. gegen Hämmoriden
31. als Ölkur gegen Acne (noch besser: diese Maske)
32. bei Neurodermitis
33. bei Sonnenbrand (noch besser: Karottenöl)
34. als Narbenaufheller
35. als schneller Ersatz für farblose Schuhcreme (erst testen, ob die Farbe sich löst), Möbelpolitur, Nähmaschinenöl…
36. in Schwarzer Salbe
37. in Duschöl
38. in Haarseife
39. in selbst gesiedeter Seife
40. als Fleckenlöser bei Fettflecken (Fett löst Fett – danach in die Waschmaschine)

Wofür benutzt ihr es noch?

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Kräutershampoo selber machen

Nach Babyshampoo, Trockenshampoo, Kokos-Rosenshampoo und dem Heilerdepost wird es jetzt Zeit für ein etwas herberes, individuell anpassbares Kräutershampoo für normales Haar.

Ihr braucht:

3 Esslöffel echte Kernseife, Alepposeife oder Savon de Marseille, gerieben
1 Teelöffel Olivenöl oder Calendulaöl
4 Esslöffel Kräuter deiner Wahl (Rosmarin und Zitronengras, Lavendel und Pfefferminz, Kamille…)
1 Teelöffel Teebaumöl
200 Milliliter Wasser
Pürierstab

Das Wasser kochen, die Kräuter damit aufgießen und eine gute halbe Stunde ziehen lassen. Die Kräuter abseihen. Alle weiteren Zutaten mit einem Pürierstab untermischen. In eine leere Flasche füllen, abkühlen lassen und wie gewohnt benutzen.

Tipp: gleich noch das passende Duschgel anrühren!

Aloe-Vera-Gel selber machen

Auf der Suche nach regionaleren Produkten liegt es nahe, selber Pflanzen zu ziehen und sie für alles Mögliche zu nutzen.

So auch Aloe Vera: die schöne Pflanze ist nicht nur fotogen und pflegeleicht, sondern liefert auch ein wunderbares Gel. Die Einsatzgebiete sind vielfältig: http://www.aloe-vera-portal.com/nutzung-des-aloe-vera-gels Die Pflanze produziert zudem Ableger am laufenden Band, welche man umtopfen und weiter verschenken kann.

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Ende der 90er Jahre gab es einen riesigen Aloe-Vera-Hype, wisst ihr noch? Plötzlich war es überall drin: Bettwäsche, Spülmittel, Handtücher, Schokolade

Ich nutze das Gel auch gern in selbstgemachten Sachen wie Handcreme, Babyshampoo, Wimperntusche, Gesichtscreme, Schrundensalbe, Rasierschaum und so weiter. Die fertigen Sachen halten sich allerdings nicht so lange wie mit im Laden gekauftem Aloe-Vera-Gel und sollten daher im Kühlschrank gelagert werden. Die Anleitung habe ich von hier abgewandelt.

Ihr braucht:

Eine erwachsene Aloe-Vera-Pflanze
Tocopherol (Vitamin E) zum Konservieren
Ein scharfes Messer
Küchenmaschine oder Pürierstab

Mit dem Messer einige der größten, bodennah wachsenden Blätter möglichst nah an der Pflanze abschneiden und eine Viertelstunde aufrecht in ein Glas stellen, damit das gelbe Harz abfließen kann (dieses Harz kann Hautirritationen hervorrufen, wenn es mit verarbeitet wird).

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Dann die Blätter waschen und die Spitze und gezackten Ränder abschneiden. So kann der „Deckel“ des Blattes einfach abgehoben werden, damit ihr das Gel rausschneiden könnt. Vorsichtig vorgehen, damit kein evtl. im Blatt zurückgebliebenes Harz dabei ins Gel kommt.

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Das Gel abwiegen. Pro 50 Gramm braucht ihr 1/2 Teelöffel Tocopherol. Bei kleineren Mengen reichen ein Paar Tropfen. Beides mit dem Pürierstab oder in der Küchenmaschine gut mischen. Wenn die Mischung dabei etwas schäumt: nicht wundern, dass setzt sich später wieder.

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Im Schraubglas im Kühlschrank hält es sich gut 3 Monate. Als frischer Start in den Tag ist das kalte Gel als einfache Gesichtscreme sehr zu empfehlen!

Läuse loswerden ohne Chemie

Läuse…! Irgendwann erwischt es jeden!

Eine meiner Freundinnen ist Erzieherin. Jedesmal, wenn gerade Läusealarm in der KiTa ist, färbt sie sich prompt die Haare. So ist sie bisher Lausfrei geblieben… solch eine Chemiekeule überleben sie einfach nicht…

Die gängigste Form der Entlausung erfolgt durch chemische Wunderpasten (Goldgeist, Nyda, Paranix…) und die etablierte Meinung lautet:

„Gegen die hartnäckigen Läuse und ihre klebrigen Larven helfen nur radikale Insektizide und Läusekämme.“ –Quelle

Seit ich aber weiß, dass Läusemittel giftige Substanzen enthalten, die nicht nur als Abwasser ordentliche Schäden anrichten können, sondern sogar hormonelle Veränderungen nach sich ziehen können (Quelle!) suche ich nach natürlichen Alternativen für die Bekämpfung der kleinen Biester – ohne mir gleich den Kopf rasieren zu müssen.

Diese Methode ist einfach, kostengünstig, biologisch, ohne Nebenwirkungen, und ganz nebenbei noch super für die Haare! Ich muss allerdings zugeben, dass ich es selbst noch nicht getestet habe. Es soll aber super funktionieren! Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungsberichte. Es dauert zwar ein Weilchen, aber mit Läusen hat man ja eh Schulfrei 😉

Ihr braucht:

Eine Flasche Apfelessig
Ein großes Glass Kokosöl (ob Wollwachs auch geht? Oder Ghee? Oder Butter?)

Und so funktioniert’s:

Zunächst einmal die Haare mit dem reinen Apfelessig ausspülen und lufttrocknen lassen (nicht mit Wasser nachspülen!). Der Essig löst die klebrigen Nissen von den Haaren.

Wenn die Haare trocken sind, wird das Kokosöl in die Kopfhaut und die Haare massiert, bis alles damit bedeckt ist. Die Haare dann mit Plastikfolie, einer Plastiktüte (und das von mir!!) oder einer Duschkappe bedecken und mindestens 6, besser 8 bis 10 Stunden einwirken lassen. In dieser Zeit ersticken die Läuse im Öl. Dann die Haare wie gewohnt waschen und gut auskämmen.

Tipp: Versucht, wenn ihr die Folie löst, möglichst viel vom Öl mit Tüchern abzuwischen oder auszukämmen, es setzt sich sonst evtl. in den Rohren fest.

Wunderbares Wollwachs

Wollwachs – vor allem als Lanolin bekannt – ist eine wirklich tolle Sache, auf die ich unerklärlicherweise erst vor ein Paar Monaten gestoßen bin.

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Eine Freundin empfahl es mir wegen den antiseptischen und wundheilenden Wirkungen als Brustwarzensalbe beim Stillen. Das Zeug hat wunderbar als Solches funktioniert! Ich habe auch nur 10 Gramm davon in der Stillzeit verbraucht, kann man sich in der Apotheke in Kleinstmengen abfüllen lassen.

Ganz ohne Chemie, Bleichmittel, Paraffin oder andere Zusätze nennt sich die goldgelbe, leicht wollig duftende Masse adeps lanae anhydricus und ist zum Beispiel hier zu kriegen (allerdings leider in Plastik verpackt).

Wo Wollwachs herkommt und was es noch alles für feine Wirkungen zeigt, könnt ihr hier nachlesen. Ich nutze es in der Wundschutzcreme für meinen Sohn, als Lippenbalsam und für besonders rauhe Hände, um Wollsachen zu behandeln und als Trennmittel zum basteln… Vaseline adé!