Archive for the ‘Selber machen’ Category

Natürliche Wimperntusche und Eyeliner selber machen

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Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass ich meine Anleitung für selbstgemachte Wimperntusche veröffentlichte. Ich nutze die Mascara nach wie vor sehr gern und habe die Rezeptur jetzt minimal geändert, um das Ganze etwas haltbarer zu gestalten. Die Tusche bleibt genau da, wo sie soll – ob Sport oder Bühnenbeleuchtung, Gartenarbeit oder ein Nickerchen: da läuft nichts, verschmiert nichts. Dabei kann man mit einem feuchten Waschlappen ganz einfach alles wegwischen, wenn man sie entfernen möchte. Ausserdem kostet die vegane Wimperntusche pro Fläschchen ein paar Cent und kommt ganz ohne Konservierungsstoffe, Tierversuche, Duftstoffe, Einwegverpackung oder tierische Produkte aus. Wer gern Wimperntusche nutzt, dem empfehle ich diese hier (ganz abgesehen von den Nutzen für Umwelt und Geldbeutel). Zusammengerührt ist sie in weniger als 5 Minuten.

Übrigens (auch wenn ich sowas nur in seltensten Fällen benutze): die Rezeptur lässt sich auch hervorragend als Eyeliner nutzen. Wieder eine Sache weniger, die im Bad herumsteht.

Was die Pinsel angeht, könnt ihr einfach eine ausgediente Mascarabürste bzw. einen alten Eyelinerpinsel gut mit Wasser und Seife reinigen. Ich habe mir eine Doppelbürste von Zao gegönnt, die zumindest mit weniger Plastik auskommt und mit der ich auch mein selbstgemachtes Brauenpuder auftragen kann (Rezeptur werde ich noch posten). Nach jeder Anwendung wird sie gut mit Wasser abgespült und darf an der Luft trocknen.

Nun lasst uns rühren!

Ihr braucht:

Eine kleine Prise Xanthan

1 gestrichener Teelöffel Heilerde (Heilkreide sollte auch gehen)

1 gestrichener Teelöffel Aktivkohle (für braune Wimperntusche einfach durch Kakaopulver ersetzen)

1 Teelöffel Korn oder Vodka

1/2 Teelöffel Aloe-Vera-Gel (ich nehme mein Selbstgemachtes)

Alle trockenen Zutaten gut verrühren, dann den Rest zugeben. Die fertige Wimperntusche könnt ihr in ein kleines Fläschen oder Döschen füllen, ich habe eine alte Globuliflasche genommen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sie sich gut ein halbes Jahr, im Badschrank mindestens drei Monate (es sei denn, es wird dort heiß – dann ab in den Kühlschrank damit). Sollte sie eintrocknen, kann man die Wimperntusche durch die Zugabe von etwas Vodka oder Korn ganz einfach reaktivieren.

Beim Auftragen bitte darauf achten, dass ihr die einzelnen Schichten kurz antrocknen lassen müsst, wenn ihr mehrere auftragen möchtet. 

Nachwort: Ich hätte ja gern ein Foto der aufgetragenen Schminke hier hochgeladen, aber das eigene Auge fotografieren ist echt schwieriger, als man so meint!

Wie immer gilt: ich bin kein Arzt. Die Anwendung dieser Anleitung liegt in eurem Ermessen, ich übernehme keine Haftung für daraus entstandene Schwierigkeiten.

Rhabarber natürlich konservieren

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Endlich ist sie da, die liebe Rhabarberzeit! Und weil Kuchen, Kompott und co. das ganze Jahr über schmecken, mache ich mich schonmal ans Konservieren der Rhabarberernte. Ein Glas nach dem anderen. Ohne Zucker, ohne Geliermittel, ohne Energieaufwand, sodass er jahrelang eingelagert werden kann. Klingt utopisch, ist aber wirklich schnell, effizient und einfach!

Ich habe letztes Jahr das erste Mal von dieser simplen Methode erfahren um Rhabarber haltbar zu machen, und zwar hier. Der Rhabarber wird zwar mit der Zeit etwas musig und saftig, weßhalb er an Volumen verliert. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch.

Ihr braucht:

Rhabarber

Ein sterilisiertes oder möglichst heiß ausgespültes Schraubglas

Ein Messerchen

Den Rhabarber wie gewohnt putzen: das Blattgrün entfernen, die Stängel schälen. Den Rhabarber dann in Stücke von 1-2 Zentimeter schneiden und in das Schraubglas geben. So viel Rhabarber einfüllen, dass ihr richtig nachstopfen müsst. Dann das Ganze fest zuschrauben, auf den Kopf stellen und mindestens 4 Wochen im Küchenschrank stehen lassen. Dann ist der Rhabarber konserviert, kann umgedreht werden und an einem kühlen, dunklen Ort auf seine Koch- oder Backbestimmung warten. So gesehen ist er natürlich erstmal noch roh und nicht verzehrfertig.

Diese Art der Haltbarmachung geht so gut wegen irgendeiner rhabarbereigenen Säure. Ich finds genial!

Luxuriöse Badepralinen selber machen

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Selbst wenn wir jetzt größtenteils auf regionale und saisonale Produkte zurückgreifen, erlauben wir uns durchaus noch den ein oder anderen Luxus. Diese Badepralinen eignen sich hervorragend als Geschenk (bald ist Muttertag!) und machen wunderbar weiche Haut. Sie lösen sich homogen auf, es gibt also weder den gefürchteten „Fettblubbs“ im Badewasser noch den schmierigen Film in der Badewanne nach dem Wasser ablassen, weil die enthaltene Seife wie ein Emulgator wirkt. Das senkt auch die Ausrutschgefahr nach dem Baden und sorgt für unverstopfte Rohre. Noch ein Plus: hier lassen sich kleine Reststückchen Seife gut aufbrauchen. Wer Lust hat, kann das Ganze auch noch mit getrockneten Blüten (etwa Lavendel) vermischen, weils nett aussieht. Ich habe für die Pralinen im Bild Rosenblütenblätter zermörsert. Nur nicht zu viele nehmen!

Untenstehendes Rezept reicht für ungefähr sechs Stück, wobei mir zwei Pralinen für eine volle Wanne ausreichen. Eine selbstgemachte Bodybutter (hier gehts zur Anleitung) ist schnell gerührt und komplettiert das Geschenkset.

Ihr braucht:

10 Gramm Sheabutter

20 Gramm Kakaobutter

10 Gramm fein geriebene Handseife

10-20 Tropfen ätherisches Öl

Eine Eiswürfel- oder Pralinenform

Sheabutter, Kakaobutter und die fein geriebene Seife in einem Wasserbad zum schmelzen bringen (oder direkt in einem kleinen Topf, aber dann besonders achtsam sein, sonst brennt noch was an). Die Seife schäumt dabei etwas, also nicht wundern.

Dann das Ganze vom Feuer nehmen, die ätherischen Öle untermischen, in die Form geben und im Kühlschrank fest werden lassen. Wer wie ich eine Silikonform nimmt, sollte vorher ein Brettchen unter die Form legen, damit sie einem nicht so wegwabbelt. Warum ich den Silikonkompromiss für manche Dinge eingehe, könnt ihr hier nachlesen.

Noch zwei Hinweise:

Die Badepralinen lösen sich genauso gut in warmem Wasser für ein  entspanntes Fußbad wie in der Badewanne, leider aber auch an der heißen Luft. Also nicht in der prallen Sonne oder auf der Heizung lagern und je nach Witterung (ab ca. 25 Grad Außentemperatur) lieber im Kühlschrank aufbewahren.

Und: wer kleine Kinder im Haus hat, stellt den Badezusatz gut außer Reichweite, da sie wirklich sehr pralinig wirken.

Unser Wickeltisch

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Heute möchte ich euch unseren Wickeltisch vorstellen, doch nicht unbedingt in Form eines „Mami-Posts“, sondern vielmehr stellvertretend für Vieles, was wir hier so machen. Es ist also vielleicht auch für diejenigen interessant, die sich mit dem Thema Wickeltisch ansonsten gar nicht angesprochen fühlen.

Zu meinem Post „Ist dieser Lebensstil nicht sehr kostspielig?“ haben viele spekuliert, dass dieser Weg nicht weniger kostenintensiv sei, sondern vielmehr eine Umverteilung der klassischen Ausgaben verlange. Hier möchte ich euch einmal zeigen, wie man aus „nichts“ was machen kann und im Endeffekt doch viel mehr spart, als man meinen könnte.

Die Kommode selber ist eine der letzten Ikeamöbel, die sich bei uns im Haus befinden. Sie tut noch ihren Dienst, ist nicht ganz unpraktisch und ist durch lustige Knäufe von meiner Schwester zumindest etwas individueller gestaltet worden. Sie stand lange im Flur und war mit Bettwäsche gefüllt. Diese haben wir auf das Nötigste reduziert, womit der Rest locker in meinen minimalistisch gehaltenen Kleiderschrank passt.

Das Wickelbrett hat mein Mann aus Holzresten zusammengezimmert, die Wickelauflage ist aus Stoffresten vom Wäschesack nähen gemacht und mit Dinkelspelz gefüllt. Ein ausrangiertes Handtuch der Nachbarin – nicht im Bild, weder Handtuch noch Nachbarin – wirkt als „Stoßdämpfer“ drumherum. Unter dem Wickelbrett liegen Moltontücher zur Abdeckung der Wickelauflage und eine Wickelunterlage für Unterwegs aus Wachstuch.

Über dem Wickeltisch hängt ein selbst gebasteltes Mobile, ein sogenannter „Babyfaszinator“, wie man bei uns in der Familie zu sagen pflegt. Darunter steht eine Rolle komplett biologisch abbaubares Windelvlies und ein selbstgenähtes Utensilo nach dieser Anleitung worin sich Nasensauger, Nagelschere, selbstgemachte Wundschutzcreme mit Heilkreide, selbstgemachtes Calendulaöl zur Babymassage, ein Fieberthermometer mit flexibler Spitze, eine Rassel aus Buchenholz und Flanellwaschlappen befinden.

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In der Kommode selber findet man alles, was man fürs Baby so braucht (hier meine Auflistung der Sachen, die wir fürs Neugeborene nützlich finden). Vieles haben wir vom ersten Kind übrig oder aus den Dachbodenkisten von Verwandten und Bekannten: Strampler, Bodys, Mützen, Pucktücher, Stoffwindeln und Überhosen, selbstgestrickte Socken aus Wollresten, Jäckchen und Spucktücher (die teils unschön fleckig und nicht mehr weiß zu kriegen waren, sodass ich sie einfach blau gefärbt hab – die Textilfarbe hatte eine Freundin noch rumstehen). Gefaltet habe ich fast alles nach der Konmari-Methode, um Platz zu sparen und den Überblick zu behalten. Ausserdem ist hier noch ein Babyphone, ein Schnuller aus Naturkautschuk (falls wir ihn brauchen) und etwas Heilwolle. In den unteren Schubladen befinden sich noch Schlafsäcke, Tragetuch und so weiter.

Gekauft haben wir davon folgendes:

  • Babyphone (gebraucht übers Internet)
  • Schnuller (den hier)
  • Mobile-Bauteile (ohne Plastik)
  • Dinkelspelz zur Füllung der Wickelunterlage
  • Eine kleine Pumphose (gebraucht auf einem Kleiderbasaar)
  • Wickelunterlage für unterwegs (gebraucht auf einem Kleiderbasaar)
  • Windelvlies

Sicher, das zweite Kind ist immer etwas günstiger auszustatten als das Erste, ich versuche mich jetzt aber generell immer zu fragen: Was brauchen wir wirklich? Welche Anforderungen müsste es erfüllen? Gibt es etwas im Haus, was ich umfunktionieren kann oder woraus ich es selber herstellen kann? Gibt es Alternativen? Muss ich es kaufen, oder kann ich es auch anders herbeischaffen, etwa über einen Tausch? Wenn ich es kaufen muss, gibt es das Ding gebraucht? Wenn nicht, möchte ich dieses Produkt und die entsprechende Firma durch einen Neukauf unterstützen? Wenn nein, nochmals: brauche ich das Ding wirklich?

Das Ganze ist zwar natürlich mit Zeitaufwand verbunden. Alles neu kaufen hätte aber sicher genauso viel Zeit, wenn nicht sogar mehr, in Anspruch genommen. Von den Kosten mal ganz abgesehen.

Wolle imprägnieren in der Waschmaschine

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Wolle ist was Feines. Ob Jacke, Strümpfe, Pullover oder Yogamatte, bei uns ist sehr viel davon zu finden.

Manche Teile – wie die Pullover aus Islandwolle oder die Walkwesten – imprägniere ich gern hin und wieder mit Wollwachs (mehr zum Thema Wollwachs bzw. Lanolin findet ihr hier). Anno dazumal habe ich bloß Windelüberhosen aus Wolle im Waschbecken per Hand imprägniert (wie, schrieb ich hier); gleichmäßiger, mengenfreundlicher und mit ähnlich geringem Aufwand geht das aber auch in der Waschmaschine. Dafür mische ich immer kurz vor dem Waschen untenstehendes Wollwaschmittel an, was genau für eine volle Ladung im Wollwaschgang der Waschmaschine bei 30 Grad ausreicht (besser für Wolle und die Umwelt: auf „kalt“ waschen). Es imprägniert und reinigt gleichzeitig.

Ihr braucht:

Einen leicht gehäuften Esslöffel geriebene Seife (vorzugsweise Alepposeife, Savon de Marseille oder Kernseife, Handseife geht aber auch)

Einen gehäuften Teelöffel Wollwachs

Seife und Wollwachs mit ca. 150 Milliliter Wasser im Wasserbad oder vorsichtig in einem kleinen Topf erhitzen, bis alles geschmolzen ist, und mit dem Schneebesen verrühren. Die Seife löst das Fett, sodass ein homogenes Wollwaschmittel mit honiggelber Farbe entsteht. Das Ganze in das Waschmittelfach der Maschine geben und wie gewohnt waschen.

5-Minuten-Terrine selber machen

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Die 5-Minuten-Instantterrine:  zu Unizeiten war ich froh, wenn ich in meinen Pausen schnell was Warmes zu essen hatte. Geschmeckt hat es allerdings nicht wirklich, satt machte es auch nicht und die ganzen Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Plastikverpackungen und das viele ausgegebene Geld waren auch nicht so schön.

Jetzt bin ich darauf gekommen, dass man soetwas ja auch selber machen könnte. Auf Vorrat. Gesund. Sättigend. Und lecker. Fürs Büro, die Uni, beim Zelten, für Geschäftsreisen, stressige Tage oder lange Autofahrten. Hauptsache, man hat eine Wasserkochmöglichkeit oder eine gute Thermoskanne in der Nähe. Und einen Löffel.

Für das Bild habe ich ein Taboulé aus Couscous, getrocknetem Suppengemüse, Chiliflocken, Knoblauchflocken, Salz, Kreuzkümmel, Petersilie und Minze in einem alten Gurkenglas zusammengemischt.

Ihr braucht:

1 gestrichener Teelöffel trockene Gemüsebrühe oder Salz

1 Nest Reisnudeln (Vermicelli oder Pad-Thai Nudeln), eine kleine Handvoll Woknudeln oder entsprechend viel Couscous.

1 Schraub- oder Bügelglas, wo ca. ein halber Liter reinpasst (je nach Hunger und zu verköstigende Menschen größer oder kleiner)

Zu dieser Basis könnt ihr beliebig hinzufügen: fein geraspeltes, getrocknetes Gemüse; klein geschnittenes Dörrfleisch; getrocknete Kräuter und Gewürze; Nüsse und Samen; klein geschnittene Trockenfrüchte, oder meine Chili-Knoblauch-Mischung

Ihr könnt natürlich auch noch frische Zutaten am Tag des Verzehrs dazutun: Tomatenmark, frischen Knoblauch, Chilipaste, Reste vom Vortag wie Gemüse, Käse, Fleisch oder Fisch, Hülsenfrüchte, Tofu, Joghurt, frische Kräuter, ein Schuss Sahne oder Wein, hartgekochte Eier oder Antipasti. Das hält sich dann auch mehrere Stunden in der Tasche, bis ihr es essen könnt.

Achtet darauf, dass nur ⅓ des Glases befüllt wird, den Rest müsst ihr mit kochendem Wasser aufgießen. Also grob 200 Milliliter Wasser auf 100 Gramm Essenszutaten. Dann einfach den Deckel drüberlegen, aber nicht schließen und 5-10 Minuten warten, umrühren, genießen.

Bodybutter ohne Kokosöl selber machen

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Ich habe früher gern Bodybutter aus Kokosöl und Bienenwachs selber gemacht (meine Rezeptur findet ihr hier). Jetzt möchte ich allerdings auf regionalere Varianten umsteigen. Ich wollte eine pflegende Bodybutter anrühren, welche möglichst wenige Zutaten braucht und entsprechend schnell und einfach zusammengerührt ist. Dabei bin ich bei Freunden auf das Stapeler-Pflegeei gestoßen, welches laut Inhaltsstoffen nur aus Olivenöl, Bienenwachs und Lavendelöl besteht und in einer handlichen (Reise- ) Größe von 50 Gramm zu bekommen ist. Dies war also mein Ausgangspunkt. Da ich aber nichts nachmischen wollte, sondern vielmehr etwas für uns passendes machen wollte, habe ich mich wegen Wachsen und Ölen umgeschaut.

Ich nehme gern Bienenwachs. Da meine Kokosölrezeptur vielen zu fest war, gebe ich zu bedenken, dass mehr Wachs immer eine höhere Festigkeit im Endprodukt bedeutet. Ich habe mich für ein Verhältnis von 4 Teilen Öl zu einem Teil Bienenwachs entschieden. Wenn ihr eine bestimmte Konsistenz bevorzugt, schaut ihr am besten mal hier vorbei. Wer die Bodybutter vegan haben möchte, schaut sich die entsprechenden Ergebnisse mit Carnaubawachs an.

Ich empfehle euch bei der Zusammenstellung der Zutaten noch zu beachten, dass nicht jede Haut gleich ist. Folgende Öle haben sich für die unterschiedlichen Hauttypen bewährt:

Fettige  Haut

Wer zu öliger oder fettiger Haut neigt, der greift am besten zu Distelöl, Sonnenblumenöl oder Sesamöl (je nach Lust und Laune mit Rosen veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Trockene Haut

Trockene oder juckende Haut freut sich über Olivenöl, Mandelöl oder Arganöl.

Sehr trockene Haut

Wenn die Öle für trockene Haut nicht ausreichen: versucht es mal mit dieser Rezeptur.

Gereizte Haut

Wer etwa zu Akne oder Neurodermitits neigt, dem empfehle ich Jojobaöl und Mandelöl (je nach Lust und Laune mit Ringelblumen veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Mischtypen bzw. „normale“ Haut

Gut tut hier eine Mischung aus Sonnenblumen- und Oliven- oder Mandelöl (je nach Lust und Laune mit Kamillenblüten veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Genug geredet – Jetzt geht es ans zusammenrühren!

Ihr braucht:

10 Gramm Bienenwachs

40 Gramm Öl

Nach Belieben 10-20 Tropfen ätherisches Öl zum Beduften (Vorsicht ist bei Zitrusdüften geboten, diese können unter Sonneneinstrahlung einen Sonnenbrand begünstigen).

Das Wachs mit dem Trägeröl im Wasserbad schmelzen lassen, vom Feuer nehmen, das ätherische Öl wenn gewünscht unterrühren und in ein Töpfchen füllen. Ich habe hier eine alte Bonbondose zum x-ten Mal wiederverwendet. Wer mehr als 50 Gramm machen möchte, verdoppelt oder verdreifacht einfach das Rezept. Fertig! Diese Bodybutter ist sehr ergiebig. Ihr könnt sie für Hände, Gesicht und Körper einsetzen.

 

Sauerteig selber machen

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Ein schöner Sauerteig: Grundstock für wunderbares Brot und zudem aus zwei Zutaten sehr einfach selber herzustellen. Echter Sauerteig ist mit den traurigen Tütchen aus der Backabteilung nicht zu vergleichen und kann, solange er ordentlich versorgt wird, über Generationen weitergegeben werden.

Wir fingen unsere Brotbackodyssee damals mit einem klassischen Hermann an der mit Mehl, Zucker, Milch und Hefe versorgt werden wollte. Das ganze erwies sich für uns leider als völlig unpraktikabel, zumal uns das entstandene Brot nicht wirklich geschmeckt hat. Ein lieber Dank geht hier trotzdem an Rike, die uns diesen Hermannteig einmal mitbrachte.

Es musste jedenfalls eine andere Lösung her, zumal Brot nicht gleich Brot ist und wir gewisse Ansprüche daran haben: vollwertig, lecker, bio und bitte nicht zu teuer oder aufwändig in der Herstellung.

Aus Roggenmehl und Wasser haben wir schließlich nach einer einfachen Anleitung im Netz selber veganen Sauerteig hergestellt: http://www.brotguru.net/grundlagen/sauerteig-selber-machen

Ist der Sauerteig erstmal fertig, also blubberig und herrlich sauerteigig wie in obigem Foto, kann man ihn bis zu 4 Tage im Kühlschrank lagern, ohne dass er versorgt werden muss. Man kann ihn auch einfrieren (was wir zwischendurch immer machen, aber einige raten davon ab, weil der Sauerteig irgendwo ein Lebewesen ist und das Einfrieren nicht unbedingt unbeschadet übersteht) oder auch trocknen. Wie das geht, könnt ihr hier nachlesen: http://experimentselbstversorgung.net/sauerteig-backup/.

Nachdem unser Roggenmehl alle war haben wir mit unserem Mehl für alles, Dinkelvollkornmehl, den Teig weiter gefüttert, was wunderbar geht. Ob man den Teig direkt damit ansetzen sollte, weiß ich allerings nicht. Vielleicht fehlt Dinkel die nötige Säure.

Wenn der Sauerteig die ersten Tage des Reifeprozesses hinter sich hat, könnt ihr damit backen. Vor dem Backen schaut ihr einen Tag vorher im Rezept nach, wie viel Sauerteig dafür benötigt wird, und fügt entsprechend Mehl und Wasser zu. Braucht ihr zum Beispiel 1 Kilo Sauerteig, mischt ihr 500 Gramm Mehl und 500 Gramm Wasser zu. Dann muss der Teig 24 Stunden ruhen dürfen. Vor dem Backen nicht vergessen: wieder 100 Gramm Sauerteig von der Gesamtmenge abknapsen, um den Sauerteig zu erhalten.

Nach ca. 3 Monaten ist der Teig bei regelmäßiger Pflege reif genug, dass man keine weiteren Backtriebmittel braucht. Bis dahin empfehle ich die Zugabe von etwas Hefe (frisch oder Trocken) – pro 500 Gramm Mehl einen halbe Tüte oder einen halben Würfel. Sauerteig wird mit der Zeit immer feiner. Manche Bäckereien verkaufen ihn auch, viele weigern sich jedoch, weil er ihnen so kostbar ist. Verstehe ich.

In den nächsten Tagen werde ich euch unser einfaches Rezept für veganes Sauerteig-Vollkornbrot mit Leinsamen vorstellen, das euch hoffentlich genauso gut schmeckt wie uns.

Hefepastete ohne Kokosöl selber machen

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Dies ist mein zweites Rezept für selbstgemachte Hefepaste. Mein Ursprungsrezept (hier) war zwar vom Endprodukt etwas fester, aber ich möchte jetzt vom Kokosöl wegkommen und auf regionale Varianten zurückgreifen. Entstanden ist eine Paste, die den gekauften Hefepasteten aus dem Bioladen geschmacklich noch näher kommt, allerdings eher die Konsistenz von festem Joghurt hat. Ich mag sie sehr gern, und ihr könnt sie beliebig abwandeln und erweitern. In obigem Foto habe ich eine Handvoll schwarze Oliven beigemengt.

Der Brotaufstrich ist vegan, glutenfrei, eifrei, plastikfrei, günstig und schnell in der Herstellung und ziemlich lecker.

Ihr braucht:

200 Gramm Wasser

50 Gramm Sonnenblumenöl

300 Gramm gekochte Kartoffel

100 Gramm Zwiebel, klein geschnitten

1-2 TL Kräutersalz oder gekörnte Gemüsebrühe

100 Gramm Hefeflocken

Die Zwiebelstückchen in etwas Öl leicht anbraten, mit allen anderen Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab zermusen. Weitere Zutaten (Kräuter, Gewürze, Antipasti, Tomatenmark, Ajvar…) nach Lust und Laune untermischen.

Die Paste lässt sich gut einfrieren, kann aber beim wieder Auftauen eine leicht andere (festere) Konsistenz bekommen.

Wundschutzcreme mit Heilkreide selber machen

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Ich habe mir vor Jahren eine Wundschutzcreme ausgedacht, mit der ich ganz zufrieden bin (den Post dazu findet ihr hier). Wirklich roten Hintern kann man damit aber nicht gut helfen – zu viele Tomaten genascht und schon muss eine gekaufte Creme her, weil die selbstgemachte Wundschutzcreme nicht ausreicht. Es musste also eine Änderung her. Da die alte Rezeptur aber vielen mit Hautproblemen wie Neurodermitis helfen konnte und als tagtägliche Windelcreme gute Dienste leistet, habe ich sie auf dem Blog gelassen.

Erfreulicherweise bin ich vor kurzem Tante geworden und habe die alte Rezeptur nach etwas Recherchearbeit um eine Zutat ergänzt, welche rote Hintern schnell heilen lässt – ganz ohne Zinkoxid, was immerhin als wassergefährdend gilt (Quelle) und häufig mit Nanopartikeln versetzt wird (Quelle). Die Creme habe ich schon „am Objekt“ testen lassen und siehe da: nun sind rote Hintern passé.

Für Heilkreide habe ich mich entschieden, weil sie entzündungshemmende Eigenschaften hat (Quelle) und sich ganz fein mit der flüssigen Wundschutzcreme zu einer homogenen Masse verrühren lässt. Die Creme ist sehr ergiebig, zieht schnell ein und riecht schön nach Kräutern und Honig.

 

Hier nun mein etwas erweitertes Rezept für selbstgemachte Wundschutzcreme, die auch mit Stoffwindeln gut zu nutzen ist.

 

Ihr braucht:

 

75 Gramm Wollwachs anhydrid ohne Paraffin oder Pestizide

8 Gramm reines Bienenwachs

je 50 Milliliter Lavendel– und Kamillenöl und 100 Milliliter Calendulaöl (nicht das ätherische!)

5 Tropfen Teebaumöl

1 leicht gehäufter Teelöffel Heilkreide (ich habe Dreikronen- Heilkreide genommen)

Gläschen oder Töpfchen

 

Alle Zutaten bis auf das Teebaumöl und die Heilkreide sanft erwärmen (vorsichtig unter häufigem Rühren im Topf oder Wasserbad), bis alles geschmolzen ist. Den Topf vom Feuer nehmen, das Teebaumöl und die Heilkreide mit einem Schneebesen gut unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist, und noch heiß in die Gläschen füllen.

Kleine Behälter und saubere Finger beim benutzen der Creme sind wichtig, damit sich keine Bakterien einnisten können. Nicht angebrochene Töpfchen halten sich einige Jahre. Bei sehr heißen Temperaturen wird die Creme wieder flüssig, was der Wirkung zwar keinen Abbruch tut, bei nicht dicht genug schließenden Behältern aber für eine Sauerei in der Wickeltasche sorgen kann.

Wer nicht so viele Zutaten zur Hand hat oder es etwas einfacher mag, dem empfehle ich meine selbstgemachte Ringelblumensalbe als einfache Wundschutzcreme.