Archive for the ‘Unterwegs’ Category

Bodybutter ohne Kokosöl selber machen

DSC_0547

 

Ich habe früher gern Bodybutter aus Kokosöl und Bienenwachs selber gemacht (meine Rezeptur findet ihr hier). Jetzt möchte ich allerdings auf regionalere Varianten umsteigen. Ich wollte eine pflegende Bodybutter anrühren, welche möglichst wenige Zutaten braucht und entsprechend schnell und einfach zusammengerührt ist. Dabei bin ich bei Freunden auf das Stapeler-Pflegeei gestoßen, welches laut Inhaltsstoffen nur aus Olivenöl, Bienenwachs und Lavendelöl besteht und in einer handlichen (Reise- ) Größe von 50 Gramm zu bekommen ist. Dies war also mein Ausgangspunkt. Da ich aber nichts nachmischen wollte, sondern vielmehr etwas für uns passendes machen wollte, habe ich mich wegen Wachsen und Ölen umgeschaut.

Ich nehme gern Bienenwachs. Da meine Kokosölrezeptur vielen zu fest war, gebe ich zu bedenken, dass mehr Wachs immer eine höhere Festigkeit im Endprodukt bedeutet. Ich habe mich für ein Verhältnis von 4 Teilen Öl zu einem Teil Bienenwachs entschieden. Wenn ihr eine bestimmte Konsistenz bevorzugt, schaut ihr am besten mal hier vorbei. Wer die Bodybutter vegan haben möchte, schaut sich die entsprechenden Ergebnisse mit Carnaubawachs an.

Ich empfehle euch bei der Zusammenstellung der Zutaten noch zu beachten, dass nicht jede Haut gleich ist. Folgende Öle haben sich für die unterschiedlichen Hauttypen bewährt:

Fettige  Haut

Wer zu öliger oder fettiger Haut neigt, der greift am besten zu Distelöl, Sonnenblumenöl oder Sesamöl (je nach Lust und Laune mit Rosen veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Trockene Haut

Trockene oder juckende Haut freut sich über Olivenöl, Mandelöl oder Arganöl.

Sehr trockene Haut

Wenn die Öle für trockene Haut nicht ausreichen: versucht es mal mit dieser Rezeptur.

Gereizte Haut

Wer etwa zu Akne oder Neurodermitits neigt, dem empfehle ich Jojobaöl und Mandelöl (je nach Lust und Laune mit Ringelblumen veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Mischtypen bzw. „normale“ Haut

Gut tut hier eine Mischung aus Sonnenblumen- und Oliven- oder Mandelöl (je nach Lust und Laune mit Kamillenblüten veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Genug geredet – Jetzt geht es ans zusammenrühren!

Ihr braucht:

10 Gramm Bienenwachs

40 Gramm Öl

Nach Belieben 10-20 Tropfen ätherisches Öl zum Beduften (Vorsicht ist bei Zitrusdüften geboten, diese können unter Sonneneinstrahlung einen Sonnenbrand begünstigen).

Das Wachs mit dem Trägeröl im Wasserbad schmelzen lassen, vom Feuer nehmen, das ätherische Öl wenn gewünscht unterrühren und in ein Töpfchen füllen. Ich habe hier eine alte Bonbondose zum x-ten Mal wiederverwendet. Wer mehr als 50 Gramm machen möchte, verdoppelt oder verdreifacht einfach das Rezept. Fertig! Diese Bodybutter ist sehr ergiebig. Ihr könnt sie für Hände, Gesicht und Körper einsetzen.

 

Natürliche Alternativen zu Plastiktüten

IMG_0596

Plastiktüten wieder zu verwenden ist zwar vom Gedanken her ganz löblich, sehr viel besser für die Umwelt und allemal netter in der Optik ist es jedoch, die Tüten ganz zu vermeiden, geschweige denn vom Neukauf abzusehen. In diesem Post geht es um die vielen (Wieder-) Verwendungsmöglichkeiten von Plastiktüten – und wie man diese Dinge auch ohne die allgegenwärtige Knistertüte erledigt kriegt.

Wäschebeutel

Ich erinnere mich an ein Mädchen, mit der ich vor vielen Jahren als Schülerin eine Klassenfahrt machte. Sie machte ihren Koffer auf, und jedes einzelne Kleidungsstück – vom T-Shirt bis zum Schlüpfer – war einzeln in eine Plastiktüte verpackt. Es war faszinierend. Wenngleich das jetzt nicht unbedingt die Norm ist, ist unterwegs eine Plastiktüte für Schmutzwäsche doch ganz nützlich, vor allem für Nasses wie Waschlappen oder Stoffwindeln. Hier empfehle ich einen entsprechend großen Zugbeutel aus einem wasserundurchlässigen Stoff. Ich habe beschichtete Baumwolle im Stoffladen entdeckt und einen schnellen Zugbeutel daraus genäht (hier die Anleitung). Er eignet sich auch für matschige Gummistiefel, triefnasse Regenjacken und Ähnliches. Vielleicht einfach mehrere nähen und einen im Auto lassen.

Essen für unterwegs

Wir haben für unterwegs jeder eine Brotdose aus Edelstahl, ansonsten nehmen wir für Trockenes gern kleine Zugbeutel, für Nudelsalat und co. ein großes Bügelglas und für Suppen eine Thermoskanne (aber die kippt ja eh keiner zum Mitnehmen in eine Plastiktüte, was?).

Einfrieren

Viele Jahre meiner Kindheit habe ich in den USA verbracht, und dort ist sie kaum wegzudenken: die Ziploc-Tüte. Ob Pausenbrot, Snacks oder Eingefrorenes, sie kommt überall zum Einsatz. Hierzulande ist sie zwar auf Erflogskurs, aber noch nicht ganz so weit verbreitet. Viele nehmen jedoch die ein oder andere Plastiktüte zum Einfrieren von Brot, Gemüse, Kuchenresten und so weiter. Wir wickeln Brot und Kuchen in Geschirrtücher, nehmen ansonsten unsere Edelstahlbüchsen oder einfach ein Schraub-, Bügel- oder Weckglas dafür (wie das geht, ohne dabei das Glas zu zersprengen, lest ihr hier).

Abdecken

Statt Plastiktüte oder Folie nutzen wir einen Teller oder unsere selbstgemachten Wachstücher zum Abdecken von Schüsseln, Töpfen und so weiter. Ein Tontopf, eine Käseglocke oder eine Edelstahldose tun es aber auch.

Hundekotbeutel

Achtung, jetzt wirds unappetitlich. Ihr mögt es kleinkariert finden, aber ich rufe euch, wenn ihr einen Hund haben solltet, zum Boykott dieser blöden Hundekotbeutel auf: „Etwa 200.000.000 Hundekotbeutel werden von deutschen Städten und Kommunen jährlich ausgegeben. 97 Prozent der größten 700 Städte setzen dabei Plastikbeutel ein.“ (Quelle). Und: „Weltweit schätzt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den Plastiktütenverbrauch auf sage und schreibe eine Billion Stück. In Deutschland sind das 10.000 Tüten pro Minute. Auch Hundekotbeutel sind mit rund 3,8 Prozent dabei eine relevante Größe (…) Über die Hälfte der Hundekotbeutel geben Städte umsonst aus (…) Oft werden die Tüten zweckentfremdet oder vom Winde verweht.“ (Quelle). Trotzdem: macht die Haufen weg. Nehmt aber irgendetwas anderes dafür – Zeitungspapier, biologisch abbaubare Kotbeutel, einen Kotgreifer, wie auch immer. In einen Hundehaufen mag keiner reintreten, und fotogen sind sie auch nicht.

Lagern

Kleinteile in der Werkstatt, Pflanzensamen, Bastelutensilien und co. lassen sich prima in Briefumschlägen, Schalen oder Schraubgläsern lagern. Sieht auch netter aus.

Mülltüten

Wir hatten früher einen Vermieter, der trotz unserer Bemühungen auf ein umweltbewusstes, plastikarmes Leben darauf bestand, dass wir den Kompost (ja, den Kompost!) in einer Plastiktüte entsorgen. Diese merkwürdige Regel hat sich mit unserem jetzigen Vermieter zwar geändert, aber es ist immer etwas Improvisationstalent gefordert. Wir haben uns damals für den Kompromis entschieden, biologisch abbaubare Tüten aus Maisstärke für den Kompost zu verwenden (auch wenn diese weiß Gott auch nicht das Gelbe vom Ei sind). Für unseren Komposteimer nehmen wir jetzt Papiertüten, man kann aber auch prima Zeitungspapier hinein legen. Beim gelben Sack wird es etwas schwieriger – wir versuchen einfach, den Verpackungsmüll so gut es geht einzuschränken. Was nicht ins Haus kommt, muss auch nicht entsorgt werden und braucht dann auch keinen Müllbeutel.

Was habt ihr für Alternativen zur Plastiktüte gefunden? Ich freue mich wie immer auf eure Erfahrungen in den Kommentaren.

 

Wundschutzcreme mit Heilkreide selber machen

DSC_0544 2

 

Ich habe mir vor Jahren eine Wundschutzcreme ausgedacht, mit der ich ganz zufrieden bin (den Post dazu findet ihr hier). Wirklich roten Hintern kann man damit aber nicht gut helfen – zu viele Tomaten genascht und schon muss eine gekaufte Creme her, weil die selbstgemachte Wundschutzcreme nicht ausreicht. Es musste also eine Änderung her. Da die alte Rezeptur aber vielen mit Hautproblemen wie Neurodermitis helfen konnte und als tagtägliche Windelcreme gute Dienste leistet, habe ich sie auf dem Blog gelassen.

Erfreulicherweise bin ich vor kurzem Tante geworden und habe die alte Rezeptur nach etwas Recherchearbeit um eine Zutat ergänzt, welche rote Hintern schnell heilen lässt – ganz ohne Zinkoxid, was immerhin als wassergefährdend gilt (Quelle) und häufig mit Nanopartikeln versetzt wird (Quelle). Die Creme habe ich schon „am Objekt“ testen lassen und siehe da: nun sind rote Hintern passé.

Für Heilkreide habe ich mich entschieden, weil sie entzündungshemmende Eigenschaften hat (Quelle) und sich ganz fein mit der flüssigen Wundschutzcreme zu einer homogenen Masse verrühren lässt. Die Creme ist sehr ergiebig, zieht schnell ein und riecht schön nach Kräutern und Honig.

 

Hier nun mein etwas erweitertes Rezept für selbstgemachte Wundschutzcreme, die auch mit Stoffwindeln gut zu nutzen ist.

 

Ihr braucht:

 

75 Gramm Wollwachs anhydrid ohne Paraffin oder Pestizide

8 Gramm reines Bienenwachs

je 50 Milliliter Lavendel– und Kamillenöl und 100 Milliliter Calendulaöl (nicht das ätherische!)

5 Tropfen Teebaumöl

1 leicht gehäufter Teelöffel Heilkreide (ich habe Dreikronen- Heilkreide genommen)

Gläschen oder Töpfchen

 

Alle Zutaten bis auf das Teebaumöl und die Heilkreide sanft erwärmen (vorsichtig unter häufigem Rühren im Topf oder Wasserbad), bis alles geschmolzen ist. Den Topf vom Feuer nehmen, das Teebaumöl und die Heilkreide mit einem Schneebesen gut unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist, und noch heiß in die Gläschen füllen.

Kleine Behälter und saubere Finger beim benutzen der Creme sind wichtig, damit sich keine Bakterien einnisten können. Nicht angebrochene Töpfchen halten sich einige Jahre. Bei sehr heißen Temperaturen wird die Creme wieder flüssig, was der Wirkung zwar keinen Abbruch tut, bei nicht dicht genug schließenden Behältern aber für eine Sauerei in der Wickeltasche sorgen kann.

Wer nicht so viele Zutaten zur Hand hat oder es etwas einfacher mag, dem empfehle ich meine selbstgemachte Ringelblumensalbe als einfache Wundschutzcreme.

Edle Rasiercreme selber machen

DSC_0004

Diese Rasiercreme erübrigt das Aufschäumen, lässt sich gut auftragen und ist ein Besonderes, schnell zusammengerührtes Mitbringsel. Mit der Menge, die man zum Rasieren braucht, muss man etwas experimentieren – sowohl für Barthaare als auch für die Beinrasur ist diese luxuriöse Creme gut geeignet. Wer es vegan haben möchte, lässt den Honig einfach weg. Die Creme macht sich in der Kombi mit selbstgemachem Aftershave auch schön als Geschenkset.

 

Ihr braucht:

35 Gramm Sheabutter

35 Gramm Kokosöl

25 Gramm Olivenöl, Sesamöl oder Mandelöl

2 gestrichene Esslöffel weiße Lavaerde oder Heilerde Hautfein

1 Teelöffel Honig

Nach Belieben 10-15 Tropfen ätherisches Öl (z.B. 10 Tropfen Sandelholz und 5 Tropfen Blutorange)

 

Sheabutter und Kokosöl im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Vom Herd nehmen, die Öle und die Erde untermischen, abkühlen lassen. Wenn das Gemisch Zimmertemperatur hat, ab in den Kühlschrank damit bis es richtig fest geworden ist. Jetzt mit dem Schneebesen, Handrührgerät oder Handmixer so lange aufschlagen, bis es eine Schlagsahneähnliche Konsistenz hat. In ein dicht schließendes Glas geben und binnen 4 Wochen verbrauchen.

Tip: Rasierseife könnt ihr auch schnell und einfach selber machen, ohne gleich zur Natronlauge zu greifen. Wie wäre es mit Kräuter-Rasierseife, Rasierseife mit Kakaobutter oder Rasierseife mit Schafsmilch und Honig?

Dekadente Bodybutter selber machen

DSC_0005

Für trockene Winterhaut ist diese Bodybutter unschlagbar gut. Als Geschenk für werdende Mutter (Stichwort Schwangerschaftsstreifen) oder als reichhaltige Creme für den Eigenbedarf kann ich sie sehr empfehlen. Sie zieht schnell ein und hinterlässt glückliche, weiche und gepflegte Haut. Die Zutaten sind etwas teurer als in dieser Bodybutter, aber zu Weihnachten darf es ja ruhig mal luxuriös zugehen.

 

Ihr braucht:

20 Gramm Sheabutter

20 Gramm Kakaobutter

20 Gramm Olivenöl, Mandelöl oder Sesamöl

5 Gramm Bienenwachs

Nach Belieben 15-20 Tropfen ätherisches Öl

 

Alles außer dem ätherischem Öl im Wasserbad erhitzen, bis es sich verflüssigt hat. Vom Herd nehmen, das ätherische Öl hineingeben, umrühren, abfüllen, fertig. Es dauert ein Weilchen, bis die Creme abkühlt und fest geworden ist.

Zugbeutel in 10 Minuten selber nähen

DSC_0012

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, meinem Mann und unserem Sohn jeweils einen Adventskalender aus lauter kleinen Zugbeuteln zu nähen. Ich mag gefütterte Zugbeutel sehr gern (wie diese hier). Da ich den Nähaufwand bei 48 Stück etwas herunterschauben wollte, habe ich mir dieses einfache Säckchen ausgedacht. Als Alternative zu Geschenkpapier, als Schnullertasche, für Knabbereien oder andere Kleinigkeiten unterwegs haben sie sich bei uns schon bewährt. Ihr könnt es von der Größe her beliebig variieren und es auch per Hand nähen (dann dauert es bloß etwas länger!). Stoffreste, aussortierte Bettwäsche oder kapuute Kleidung lassen sich so gut verwerten. Wer wie ich zu faul emanzipiert zum Bügeln ist, kann es auch getrost lassen, der Beutel zieht sich mit der Zeit von selber glatt 🙂

Ihr braucht:

Ein Stück Stoff, hier 10 cm x 40 cm (kein Stretchstoff)

Eine Sicherheitsnadel

Faden, Band oder Schnur (ich habe einfaches Packband genommen)

 

Was ihr zuerst machen könnt, ich aber aus Faulheit Zeitgründen oft nicht mache: den Stoff einmal ringsherum mit Zickzackstich versäubern, damit nichts ausfranst.

 

DSC_0006

 

Den Stoff an den zwei langen Seiten ca. einen halben Zentimeter nach innen falten, mit Stecknadeln fixieren und mit einem geraden Stich festnähen.

DSC_0007

Die kurzen Seiten ca. 2 Zentimeter nach unten falten, feststecken und mit geradem Stich festnähen. Dies sind die Schläuche für das Zugband.

 

DSC_0008 2

 

Den Stoff in der Mitte falten, mit der rechten (also der schönen) Seite nach innen. Mit Nadeln fixieren. Unterhalb der Schläuche ansetzen (also ca. 2 Zentimeter von oben) und die Seiten mit einem Zentimeter Nahtzugabe zunähen.

 

DSC_0009

 

Das Säckchen wenden. Zwei gleich lange Schnüre schneiden, welche mehr als lang genug sind, um durch beide Schläuche durchgefädelt zu werden.

 

DSC_0010

 

Ein Stück Schnur an der Sicherheitsnadel festknoten und einmal durch beide Schläuche ziehen, damit die Enden an der gleichen Seite wieder herauskommen. Verknoten und an der anderen Seite mit der zweiten Schnur wiederholen.

 

DSC_0011

 Fertig!

DSC_0013

Vollwertbiscuits backen

DSC_0008

Könnte ich euch den Duft und Geschmack dieser Biscuits gleich mitposten, würde ich es tun – sie sind unglaublich zartschmelzend und schön zu variieren: versucht sie mal vegan mit Kokosöl und Mandelmilch, mal mit Kräutern und geriebenem Käse, mal mit Rosinen und Zimt… auf den Fotos hier habe ich sie klein und flach gemacht, da sie zum Suppenstippen gedacht waren. Etwas größer und dicker sind sie herrlich zum Brunch oder als belegtes Brötchen! Ich kann sie mir auch gut zum Soßentunken zu Weihnachten vorstellen.

Ihr braucht:

250 Gramm Dinkel-Vollkornmehl

180 Milliliter Milch

4 gestrichene Teelöffel Backpulver (oder ein Päckchen)

1 Prise Salz

50 Gramm Butter

DSC_0005

Die trockenen Zutaten gut verrühren, kurz die Milch und die Butter unterkneten, bis das Mehl gerade feucht ist. Auf der gemehlten Arbeitsfläche ausrollen, mit Gläsern oder Tassen runde Biscuits ausstechen. Auf Backpapier bei 180 Grad ca. 15-20 Minuten in den Backofen stecken, bis sie leicht zu bräunen beginnen. Sie schmecken warm am besten!

Tipp: Abends den Teig rühren und die Biscuits ausstechen, morgens nur noch backen – oder morgens fertig machen und am Ende eines langen Tages bloß den Backofen anschmeißen und Suppe aufwärmen.

Vegane Holzzahnbürsten

DSC_0003 2

Wie ich in diesem Post geschrieben habe, verwendeten wir bisher Holzzahnbürsten mit Schweineborsten vom Bürstenhaus Redecker (da lest ihr auch, warum ich nichts von Miswak halte). Da die Bürsten mir allerdings auf Dauer etwas kostspielig sind und eine vegane Variante schöner wäre, haben wir uns erneut auf die Suche gemacht. Fündig wurden wir auf http://pourmoi.de: nur in Recyclingpapier verpackte Zahnbürsten aus verantwortlichem Bambusanbau mit Bambusborsten. Verschickt wurde Plastikfrei, was natürlich auch sehr freut.

Über Sandra Krautwaschls Blog bin ich auf eine weitere vegane Alternative gestoßen, die auch einen vernünftigen Eindruck macht: Klick. Beide Bürstenfirmen bieten Kinder- und Erwachsenengrößen an. Dazu selbstgemachte Zahnpasta und die Ökobilanz ist wieder ein Stück besser geworden (allerdings ist die regionalere Variante nach wie vor die Zahnbürste von Redecker, dafür wird deutsche Buche verwendet).

Womit putzt ihr die Beißerchen?

Plastikfolie ade!

DSC_0006

Plastikfolie nutzen wir seit geraumer Zeit nicht mehr, stattdessen griffen wir zu unseren Brotdosen aus Edelstahl, zu Einmachgläsern und der altbewährten Käseglocke. Da es aber ganz schön ist, eine große Schüssel einfach luftdicht abzudecken oder ein Pausenbrot schnell einzuwickeln, sahen wir uns nach Alternativen um. Über meine liebe Schwiegermutter wurden wir auf die Produkte einer kleinen amerikanischen Firma aufmerksam: Abeego. Ich dachte gleich: das kann ich auch! Und hatte Recht. Wer sie nicht selber machen mag oder kann, dem kann ich das Original allerdings auch empfehlen.

Ihr braucht:

Fein geriebenes Bienenwachs oder kleine Pellets (Carnauba geht sicher auch)

Stoff aus 100% Baumwolle, Hanf oder Leinen

Backpapier

Backblech

Ein niegelnagelneuer Pinsel

DSC_0003

Den Stoff beliebig groß, rund oder eckig zuschneiden. Es muss ausgebreitet gut aufs Backbelch passen, ohen das was übersteht oder sich wellt. Bügeln oder versäubern braucht ihr nicht, das erledigt das Wachs hinterher von selbst. Stoffreste sind hierfür gut geeignet – wie dieses mir weitergegebene Stoffstückchen.

DSC_0004

Das Wachs streut ihr jetzt wie Parmesan gleichmäßig auf den Stoff. Lieber erst etwas weniger nehmen, bis ihr die Menge raus habt. Fünf Minuten bei 85 Grad in den Backofen geben, dann das flüssige Wachs rasch mit dem Pinsel (der fortan nur für diesen Zweck genutzt werden sollte) verteilen, ggf. nochmal Wachs draufstreuen und wiederholen. Dann das Tuch kurz an der Wäscheleine zum trocknen aufhängen.

DSC_0009

Schon könnt ihr das selbst hergestellte Wachstuch nutzen. Hier seht ihr, wie schön das dann aussieht – besser als jede Plastikfolie! Wie ihr das Tuch noch nutzen könnt, seht ihr in diesem kleinen Film auf youtube. Wenn das Tuch einmal dreckig ist: kurz mit lauwarmem Wasser abspülen. Sollte das Wachs abbröckeln: ab in den Ofen damit, eventuell mit etwas neuem Wachs. Sollte es hinüber sein – ab in den Kompost. Ich find’s super. Bastelt doch gleich welche – vielleicht mit den Kindern?

Alle Jahre wieder…

Untitled

 

Jetzt wo ich euch mit einem weihnachtlichen Ohrwurm versehen habe fragt ihr euch vermutlich schon: was hat das jetzt mit einer Zahnbürste zu tun? Als gewissenhafte Inhaberin eines Bonusheftes gehe ich einmal im Jahr zur Kontrolle beim Zahnarzt, damit der Zahnersatz irendwann einmal nicht so furchtbar teuer ausfällt. Ansonsten gehe ich nicht hin, weil ich nie Beschwerden mit den Zähnen habe (toi toi toi). So ist es schon fast zur Adventstradition geworden, dass ich im Dezember plötzlich panisch beim Zahnarzt anrufe und um einen Termin vor Jahresende bitte. Mein jährlicher Kontrolltermin war heute.

Als ich noch mit elektrischer Zahnbürste und der teuflischen Mikroplastik-Zahnpasta „Pearls and Dents“ putzte (das ist schon einige Jahre her und zählt zu meinen Jugendsünden), riet man mir zur jährlichen Kontrolle zu teuren und unangenehmen professionellen Zahnreinigungen, die ich auch tatsächlich machen lies.

Seit ich auf Holzzahnbürste, ökologische Zahnseide und selbstgemachte Zahnpasta umgestiegen bin, schwärmen die Zahnärzte nur so vor Begeisterung, wenn ich den Mund aufmache. Diese Zahnhygiene! Diese Mundflora! Dabei bin ich zugegebenermaßen die letzten Monate nicht dazu zu kommen, Zahnpasta selber zu machen (Anleitungen hier und hier), sondern habe schlichtweg mit Birkenzucker geputzt und auch das gelegentliche putzen mit Aktivkohle blieb ziemlich auf der Strecke. Ein Rückblick verrät mir: meine Zähne sind im Zuge der Umstellung weniger empfindlich geworden gegen Hitze und Kälte, ich habe kein Zahnfleischbluten mehr und selbst engstehende Zähne sind weiß und unverfärbt. Das ist einerseits großem Glück, andererseits sicher meiner alternativen Zahnpflege zu verdanken. Wie putzt ihr?