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Verpackungsfreie Läden im deutschsprachigen Raum: 2016

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Liebe Leser! Ihr seht hier ein Foto aus dem noch ziemlich neuen Laden „Unverpackt Trier“. Ich bin persönlich noch nicht dort gewesen, er muss aber herrlich sein (und fotogen noch dazu). Unverpacktläden sprießen gerade wie Pilze aus der Erde. Und es ist endlich mal ein Trend, den ich gutheißen kann.

Auf der Suche nach einer aktuellen Auflistung von verpackungsfreien Läden im deutschsprachigem Raum habe ich nicht ganz gefunden, was ich wollte. Bei Wasteland Rebel gibt es zwar eine Sammlung von Einkaufsmöglichkeiten für Müllvermeider – danke dafür! – ich fand sie aber leider etwas unübersichtlich, weil dort auch Wochenmärkte, Lushfilialen und dergleichen aufgelistet sind. Ausserdem fehlten einige Läden. So hab mich mal ans Anfertigen einer eigenen Liste gemacht. Vielleicht hilft sie euch ja weiter. Wer noch nicht weiß, was ein verpackungsfreier Laden ist und zu was der gut sein soll, dem empfehle ich diesen NABU-Artikel (und Jute statt Plastik).

Wer keinen entsprechenden Laden in seiner Nähe hat und trotzdem müllfrei bzw. müllreduziert einkaufen möchte: no worries. In jedem Ort findet ihr unverpackte Lebensmittel – fragt mal im Teeladen, im Süßwarengeschäft, in der Kaffeerösterei, beim Gemüsehändler, beim Bäcker, beim Fleischer, im Feinkostladen, an der Käsetheke, in der Apotheke. Jede vermiedene Verpackung zählt und es gibt längst nicht überall ganze Läden ohne Verpackung.

Es gibt (noch) keine verpackungsfreie Ladenkette. Fürs Sortiment bedeutet das: in jedem Laden werden andere Schwerpunkte gesetzt, die Preise variieren von Geschäft zu Geschäft stark und das Angebot fällt mitunter sehr unterschiedlich aus. Ich habe bei meiner Recherche gestaunt, dass manch ein kleiner Ort schon einen verpackungsfreien Laden hat, dafür Großstädte wie Düsseldorf, Bremen oder Essen gar nicht. Das liegt wohl auch daran, dass das Unverpacktkonzept erst jetzt (wieder) zum Thema wird und sich immer Einzelkämpfer um eine Ladeneröffnung bemühen (in Mönchengladbach hat man für das Lädchen extra einen Verein gegründet, find ich klasse!). Einige Läden auf dieser Liste sind noch im Aufbau, Unterstützen lohnt sich.

Wir lieben jedenfalls „unseren“ nächstliegenden Laden und wollen ihn nicht mehr missen. Einkaufen ist jetzt viel persönlicher, entspannter und auch schneller geworden und preislich gibt es keinen Unterschied zu vorher. Kein Überangebot, nur hochwertige, leckere Lebensmittel (hauptsächlich biologisch, saisonal und regional) und ein offenes Ohr für Vorschläge, was das Sortiment angeht. Ganz abgesehen davon, dass wir mittlerweile unseren gelben Sack von „relativ wenig“ auf „gleich null“ befüllen, weniger Altglas und Altpapier sich stapeln und damit dieses lästige sich-um-Mülltonnen-kümmern wegfällt. Zero Waste? Noch nicht ganz. Aber wir arbeiten daran. Mit Freude, Neugier und selbstgemachter Sonnencreme.

Genug geplaudert! Hier die versprochene Liste:

Augsburg: Rutanatur

Bamberg: Unverpackt Bamberg

Berlin: Original-Unverpackt und Kiezwagen Blank

Bonn: Freikost Deinet

Bozen: NOVO

Dresden: Lose Dresden

Erfurt: Louise genießt

Freiburg: Glaskiste – natürlich unverpackt

Graz: Das Gramm

Hamburg: Twelve Monkeys (fast verpackungsfrei)

Hannover: Edel Unverpackt und LoLa

Heidelberg: Annas Unverpacktes

Heidelberg: Appel Un‘ Ei

Innsbruck: Liebe und Lose

Karlsruhe: Unverpackt

Kiel: Unverpackt Kiel

Köln: Tante Olga Und Zero Waste Laden (Onlineshop) mit Möglichkeit zur Selbstabholung. Geplant war ausserdem ein größerer Laden, Tuetenlos – was ist eigentlich daraus geworden?

Leipzig: Echt Unverpackt und Einfach Unverpackt

Linz: Holis Market

Mainz: Unverpackt Mainz

Mönchengladbach: Tante LeMi

München: Naturlieferant und Ohne

Münster: Natürlich Unverpackt und EINZELHANDEL – ZUM WOHLFÜLLEN

Passau: Unverpackt Passau

Recklinghausen: Tante Trine

Saarbrücken: Unverpackt Saar

Schwäbisch Gmünd: Regional und Unverpackt

Stuttgart: Schüttgut

Trier: Unverpackt Trier

Vorarlberg: Frida Bio

Wien: Lunzers Maß-Greißlerei

Wiesbaden: Bio Unverpackt und Fairpackt

 

In der Schweiz sind laut diesem Artikel in Basel und Zürich Läden geplant, weiß einer von euch Näheres dazu?

Kennt ihr noch weitere Läden, die komplett müllfrei Lebensmittel verkaufen? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen!

Parfum selber machen

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Die liebe Weihnachtszeit naht und ich melde mich aus dem turbulenten Alltag wieder bei euch. Heute mit einem Parfum zum selber machen, was als kleines Last-Minute-Geschenk oder kleinen Gefallen an sich selbst gut funktioniert.

Ihr braucht:

– Eine kleine Sprühflasche oder anderes Gefäß
– Ätherisches Öl nach Belieben
– Korn oder Vodka

Ich habe hier eine 10 Milliliter Flasche (war in einem früheren Leben mal ein Aroma-Roll-On von Primavera). Für diese Menge braucht ihr 30-45 Tropfen ätherisches Öl; das kommt ganz auf die gewünschte Intensität und die verwendeten Öle drauf an. Ihr könnt natürlich ein einziges Öl dafür nehmen; beachten solltet ihr allerdings, dass manche Düfte schneller verfliegen als andere und ihr einen „runden“ Duft am besten hinbekommt, wenn ihr mindesten einen leichten, einen mittleren und einen schweren Duft kombiniert. Eine hilfreiche Tabelle dazu findet ihr hier.

Wenn ihr eure Duftmischung in das Gefäß getröpfelt habt – ich habe hier Limette, Ingwer, Blutorange und Zedernholz gewählt – füllt ihr das Gefäß mit dem Alkohol auf und könnt es schließen. Fertig! Vergesst die viel zu teuren Chemiekeulen mit übler Duftnote und werdet selber kreativ 🙂

Vor der Anwendung bitte gut schütteln, dass sich Alkohol und Öle mischen.

Deocreme selber machen

 

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Sprühdeo, Deostick und Rolldeo habe ich bereits als Selbermachrezepte gepostet und bin ganz zufrieden damit. Vermehrt kommt allerdings Deocreme zum selber machen ins Gespräch, da will ich also noch einmal die Hexenküche bemühen und schauen, was sich da anrühren lässt. Schließlich kommt man so ganz ohne alte Deogefäße oder Plastikteile aus, und ich habe doch noch einen Grund gehabt, die alten Bonbondosen aufzubewahren 😉

Die simpelste Variante: reines Kokosöl. Fand ich allerdings nicht so wirksam, und ich wollte etwas, was mir nicht „wegläuft“.

Nach einigen Fehlversuchen mit knirschendem, viel zu festem Deo und sandartigen Ansammlungen in den Oberteilen: ein erfreulich einfaches, sehr wirksames Rezept mit seidiger Konsistenz zum Nachrrühren. Nicht jede Haut verträgt das von mir angegebene Natron. Ihr könnt es aber auch einfach durch einen weiteren gestrichenen Esslöffel Speisestärke ersetzen.

 

Ihr braucht:

 

30 Gramm Kakaobutter

100 Gramm Kokosöl

1 gestrichener Esslöffel Speiesestärke

1 gestrichener Esslöffel Natron

Nach Belieben 30 Tropfen ätherisches Öl (Lavendel-Zitrone zum Beispiel)

 

Das Kökosöl mit der Kakaobutter in einem kleinen Topf sanft erhitzen oder im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Vom Feuer nehmen, die restlichen Zutaten untermischen und die Masse in Schraubgläser oder Dosen füllen. Die Masse bekommt durch die Kakaobutter erst nach ein Paar Tagen ihre richtige Konsistenz, anwenden kann man das Deo aber sofort. Auch bei dunklen Oberteilen.

Geschirrspülmittel selber machen

Dies ist ein ziemlich alter Post mit einer entsprechend verjährten Rezeptur. Meine neue, verbesserte Rezeptur für selbstgemachtes Maschinengeschirrspülmittel findet ihr hier.

Als ich nach Geschirrspülmittel ohne bedenkliche Substanzen, Plastikverpackungen und falsche Versprechungen (selbst vermeintlich naturfreundliche Tabs wie von DMs Eigenmarke sind in wasserlöslichem Polyvenylalkohol – also Plastik – verpackt) gesucht habe, bin ich wieder einmal zu dem Schluss gekommen, das Zeug lieber gleich selber zu machen.

Auf der Suche nach einem Rezept – ich wurde vor allem auf amerikanischen Seiten fündig – ist mir aufgefallen, dass viele Selbermacher die bedenkliche Substanz Borax so mir nichts, dir nichts beimengen. Borax ist laut Wikipedia als „giftig, die Fruchtbarkeit beeinträchtigend und fruchtschädigend“ eingestuft. Wikipedia ist zwar keine wissenschaftliche Seite, dennoch wollte ich sowas ungern am Essbesteck oder überhaupt im Haus haben (geschweige denn im Abwasser).

Fündig wurde ich auf http://myhealthygreenfamily.com/blog/wordpress/homemade-borax-free-dishwasher-detergent-with-secret-ingredient/.

Man braucht zur Herstellung gerade mal drei Zutaten, in jeder Drogerie zu finden:

1 Teil Zitronensäure
4 Teile Waschsoda
1 Teil Spezialsalz für Spülmaschinen*

*Bitte kein Speisesalz verwenden – Trennmittel, Rieselhilfen und Jod können die Spülmaschine ordentlich versauen.

Ich habe einfach einen kleinen Becher 4-Mal mit Soda gefüllt und jeweils 1-Mal mit den anderen Zutaten. Alles kommt dann in ein großes Glas und wird kräftig durchgeschüttelt. Wer mag, kann dann noch etwas Zitrus- oder Lavendelöl für eine nette Duftnote beim Öffnen der Maschine beimengen, ich habe aber davon abgesehen.

Das war’s! Pro Waschgang reicht 1 Teelöffel des Pulvers, 1 Esslöffel voll wenn’s richtig dreckiges Geschirr gibt. Sollten Reste am Geschirr zu finden sein, die Dosis reduzieren. Ich empfehle dazu den selbstgemachten Klarspüler und Spezialsalz zur Enthärtung. Und ja – es funktioniert enwandfrei! Auch völlig verdreckte Töpfe und Pfannen schafft es bei mir. Gesundheit, Umwelt und Portemonnaie werden es euch danken.

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Tipp: wer hiermit kein richtig sauberes Geschirr bekommt, sollte die Maschine einmal mit Zitronensäure reinigen (wie das geht, steht auf den meisten Zitronensäurepackungen). So entfernt man die Rückstände des alten Mittels, die manchmal mit dem selbstgemachten zu kleinen Klümpchen werden.

Ein Wort zu Baumwolle

Hätten Sie gewusst, dass
jeder Deutsche jährlich 28 Kleidungsstücke kauft? Ein T-Shirt beim Anbau mit rund 150 Gramm Pestiziden und Insektiziden belastet wird und einmal um die halbe Welt fliegt, bevor es im Geschäft landet?
Weil die natürlichen Niederschläge nicht ausreichen und fast die Hälfte des Baumwollanbaus beregnet werden muss, verbraucht außerdem jedes T-Shirt etwa 2.000 Liter Wasser – nicht mitgerechnet das Wasser, das später zum Färben verwendet wird.“ –Quelle

Baumwolle. Wir kleiden uns darin, schminken uns damit, reinigen uns damit die Ohren. Es gilt als natürlich, gesund und unbedenklich. Schließlich ist Baumwolle ein Naturprodukt, kann kompostiert werden und ist leicht zu waschen. Man bekommt Baumwollprodukte überall zu Schnäppchenpreisen.

Doch wer sich ohne Gedanken ein T-Shirt für 5 Euro kauft, unterstützt nicht nur die Ausbeutung von Näherinnen in Ländern wie Bangladesch. Der weiße Flaum – jährlich werden weltweit 25 Millionen Tonnen davon für den Weltmarkt geerntet, Tendenz: steigend (Quelle). 25 Millionen Tonnen! Diese werden vor alkem in Indien, China und den USA angebaut. Bereits 75% dieser Baumwolle stammt von genetisch manipulierten Pflanzen (Quelle).

Was genmanipulierte Pflanzen für Nachteile mit sich bringen – ob sie sogar beim Verzehr unser Erbgut verändern könnten – ist umstritten, da nicht eingehend erforscht. Es fehlen die Langzeitstudien (Quelle).

Doch viele Nachteile der Baumwollindustrie liegen auf der Hand: Pestizidvergiftungen, Wasserarmut, Dumpingpreise, Ausbeutung.

„Für kein anderes landwirtschaftliches Anbauprodukt werden
so viele Pflanzengifte eingesetzt wie für die Baumwolle.“ –Quelle

… entsprechend sieht es bei den Menschen aus: laut World Health Organization (WHO) sterben jedes Jahr mindestens 20.000 zumeist stark ausgebeutete Baumwollbauern, darunter auch Kinder, an den Folgen der Pestizide (Quelle).

Doch auch Wasserläufe, Pflanzen und Tiere sind in Gefahr. Entschuldigt, wenn ich hier nun nicht weiter auf die Details eingehe; mir ist schon schlecht (Stichworte: Desertifikation, Artensterben, Klimakiller).

Wie so häufig liegt es auch hier am Verbraucher, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.

Was wir tun können:

1. verbannt entsprechende Einwegprodukte aus eurem Haushalt: Q-Tips, Wattepads, Tampons.
2. kauft Second-Hand und nachhaltig: achtet auf Biosiegel und den Hinweis „kbA“ (kontrolliert biologischer Anbau).
3. betreibt „Upcycling“ mit verschlissenen Sachen: ob Wischlappen für die Küche, Sockenpuppen für die Kinder oder ein Quilt aus alten T-Shirts.
4. sprecht mit Familie, Freunden, Kollegen über die Baumwollproblematik.
5. findet heraus, was ihr wirklich braucht, und reduziert. So kauft ihr weniger und bewusster ein.

101 nachhaltige Sparstrategien

Sparen ist in aller Munde. Konsum auch. Einen persönlichen Mittelweg zu finden kann schwierig sein… und ökologisch sinnvoll zu leben, so impliziert uns die Medienwelt, ist sehr teuer.

Hier sind meine alltagstauglichen Strategien zum Geld sparen mit gutem Gewissen und mit hoher Lebensqualität. Vieles davon hat sich während des Studiums schon so bei mir manifestiert, dass ich mittlerweile trotz deutlich höherem Einkommen so weitermache. Solche Dinge wie „Elektrogeräte nicht auf Standby lassen“, „Spartaste der Toilette nutzen“, „Licht beim Verlassen eines Raumes ausschalten“ oder „Wasser nicht unnötig fließen lassen“ stehen hier nicht – die finde ich selbstverständlich.

Meine 101 Strategien für weniger Ausgaben, mehr Gesundheit und Qualität sind:

1. Reduzieren und genauer prüfen, was wirklich gebraucht wird; das ändert auch das Kaufverhalten.
2. Kosmetik selber machen. Meine einfachste Creme besteht gerade mal aus 2 Zutaten.
3. Reinigungsmittel selber machen. Das ist ohnehin gesünder und nicht schwer!
4. Dekorative Kosmetik selber machen.
5. Keine Wattestäbchen, Küchenpapier, Tempo-Taschentücher, Papierservietten, feuchte Tücher oder andere Einwegprodukte mehr kaufen.
6. Mach dir einen Wochenplan und geh nur einmal die Woche los zum Lebensmitteleinkauf. Spart auch Zeit und Nerven.
7. Nimm dein Fahrrad: für kurze Strecken kannst du dir Auto oder Bus sparen.
8. Nutze die Mitfahrgelegenheit: Bahn ist teuer, und hier hat man wenigstens jemanden zum quatschen!
9. Lass dir eine Büchereikarte ausstellen.
10. Baue an, was deine Möglichkeiten hergeben: ob Basilikum auf der Fensterbank oder ein ganzer Gemüsegarten hinterm Haus.
11. Geh selber Lebensmittel in der Öffentlichkeit sammeln dank mundraub.org.
12. Stelle dein eigenes Waschmittel her.
13. Nutze Unkraut: mach leckeres Löwenzahnpesto, Green Smoothies und Brennesselgemüse.
14. Kaufe auf dem Wochenmarkt (am besten kurz vor Schluss).
15. Kaufe in Großmengen ein, dass spart auch Müll!
16. Kaufe deine Kleidung Second-Hand.
17. Nutze Stoffwindeln fürs Baby.
18. Investiere in gute Lebensmittel, so sparst du später an Medikamenten.
19. Keine Tampons oder Einwegbinden mehr: nutze Levanthiner Schwämmchen, Menstruationstassen oder waschbare Damenbinden.
20. Keine Einweg-Rasierklingen mehr für die Damenwelt: Depilieren, Epilieren, Sugaring und Wachsen zuhause schonmal ausprobiert?
21. Mach persönlichere und preiswertere Geschenke – selbst.
22. Wasche deine Wäsche möglichst kalt, nie über 60 Grad.
23. Öfter mal Duschen statt baden, und dann nicht täglich – oft reicht auch ein Waschlappen.
24. Nachhaltig oder gebraucht kaufen – Geschirr, Möbel, Einrichtungsgegenstände und co. in guter Qualität sehen auch besser aus!
25. Wer es noch nicht getan hat: gib das Rauchen auf.
26. Fülle eine leere 0,5-Liter mit Sand oder Wasser und stelle sie in deinen Spülkasten.
27. Pack den Fernseher weg. Es kommt ja eh nur Schrott. Bestell das Kabelfernsehen oder den Satellitenempfang ab.
28. Mach deine Genussmittel selbst: von Schokolade bis Amaretto. Dann verbrauchst du auch weniger davon!
29. Vernünftiges Tierfutter muss nicht teuer sein.
30. Koche und backe selbst aus einfachen Zutaten: von Babybrei über Pilzeintopf bis Zwieback.
31. Keine Spontan- oder Frustkäufe mehr: geh lieber spazieren.
32. Setze Calendulaöl an, du wirst es brauchen 🙂
33. Verkaufe unnütze, wertvolle Dinge. Verkleinere vielleicht auch deinen Wohnraum.
34. Viele Tees kann man problemlos mehrmals aufgießen.
35. Leih dir was, etwa über ein Internetportal. Leihe dort auch selbst Dinge aus.
36. Nutze unterwegs Couchsurfing.
37. Lass dir nicht einreden, dass es „Must-Haves“ gibt.
38. Nutze offene Werkstätten um Sachen zu reparieren.
39. Gieß deine Pflanzen mit ungesalzenem Kochwasser.
40. Stelle einen Eimer in die Dusche. Lass dort das Wasser einlaufen, bis die Dusche warm ist, und nutze das Kalte später zum putzen.
41. Nimm keine Vitaminpräparate. Iss lieber einen Apfel.
42. Investiere in deinen Kopf.
43. Koche selber Marmelade.
44. Genieße Schokolade, Kaffee, Alkohol, exotische Früchte und andere weither gereiste Sachen selten. Das schont auch die Umwelt.
45. Führe Haushaltsbuch.
46. Iss seltener Fleisch: etwa nur am Wochenende.
47. Mach deine Tinte selber.
48. Eine einzige Kerze auf dem Tisch reicht eigentlich (es sei denn, es ist Advent).
49. Nimm Arnikaöl und Gänseblümchen statt Ibuprofen, Voltaren und Aspirin.
50. Koche größere Mengen auf einmal und friere oder koche Reste ein.
51. Spare Geld und Nerven bei der Erstausstattung.
52. Für Minimalisten: Vermiete im Urlaub dein Zimmer/deine Wohnung.
53. Verlasse facebook. Zeit ist Geld!
54. Rede mit deinen Nachbarn. Dann leihen sie dir auch ihren Rasenmäher oder helfen mit einer Tasse Mehl aus.
55. Kaufe möglichst ohne Verpackung. Die zahlt man immer extra.
56. Leg dir mit der Zeit einen guten Füllfederhalter und eine mechanische Uhr zu. Das zahlt sich aus!
57. Kein Fastfood mehr.
58. Leg dir einen Thermosbecher für den eigenen „Coffee to go“ zu.
59. Packe im Urlaub und auf Geschäftsreisen den Reisewasserkocher fürs Hotelzimmer ein: Kaffee und Tee rund um die Uhr, günstig und mit dem gewohnten Geschmack.
60. Mach deine Sonnenmilch, Autan-Ersatz und Après-Sun selber.
61. Investier in EINE gute Sonnenbrille.
62. Vergiss das Nagelstudio.
63. Frag beim Zahnarzt nach einem Bonus-Heft.
64. Nimm öfter Mal den Besen statt den Staubsauger oder leg dir einen beutellosen oder mechanischen Staubsauger zu.
65. Vergiss Swiffer, dass ist eh ungesund. Leg dir einen Wischfeger mit waschbarem Putzlappen zu.
66. Besorg dir lieber drei Paar richtig gute Schuhe (etwa bei Waschbär, die versenden sogar plastikfrei) statt 20 Paar im Billigladen. Oder kaufe auch hier gebraucht.
67. Kauf kein stilles Wasser in Plastik– oder Glasflaschen mehr. Besorg dir eine schöne, wiederverwendbare Flasche ohne Schadstoffe für Leitungswasser (z.B. Klean Kanteen, Flaska, Emil die Flasche).
68. Bastel deine eigene Weinachts-, Oster- und Geburtstagsdeko.
69. Geh auf Flohmärkte, in Möbellager, nutze ebay und ebay Kleinanzeigen – zum Kaufen und Verkaufen.
70. Vergiss das Fitnessstudio. Geh Joggen, nimm Wasserflaschen als Hanteln, geh spazieren, triff dich mit Freunden zum Frisbee, Inlinern, Tennis, Klettern, Schwimmen, Radfahren, Trampolin- und Seilspringen oder such dir einen Pflegehund oder eine Reitbeteiligung.
71. Nimm dir unterwegs Essen von zuhause mit. Investier in eine schöne Brotdose aus Edelstahl.
72. Lass die Cola weg. Trinke Wasser, ungesüßten Tee und gelegentlich Säfte oder Schorlen.
73. Nutze kostenlose Angebote wie das Lunchkonzert in der Berliner Philharmonie. Gibt’s auch in Köln und anderen Großstädten!
74. Finger weg von Diätprodukten, davon wird nur der Geldbeutel schlank (wieso?).
75. Nutze einseitig bedrucktes Papier nochmals für Einkaufslisten.
76. Mach wunderschönes Briefpapier aus deinem ollen Altpapier (so gehts).
77. Nimm Stoffbeutel zum einkaufen – auch von Schuhen, Büchern und Kleidung. Deponiere welche im Auto, in der Handtasche, im Kinderwagen, im Rucksack.
78. Geh seltener essen. Lade stattdessen Freunde zum gemeinsamen Kochen ein oder veranstalte öfter mal ein Picknick, Grillabend oder Nachbarschaftsfest, zu dem jeder was mitbringen soll.
79. Leih dir Dvds in der Videothek aus und kaufe nur deine absoluten Favoriten.
80. Vergiss den Wäschetrockner. Lufttrocknen ist besser für die Umwelt und kostenlos.
81. Keine Einweg-Rasierklingen mehr für die Herrenwelt: schonmal über einen Rasiermesser nachgedacht?
82. Sorg dafür, dass der Reifendruck deines Autos immer im grünen Bereich ist, so sparst du Sprit.
83. Frag beim Fleischer nach Wurstenden und an der Käsetheke nach Käserändern. Das sorgt für Vielfalt zum kleinen Preis.
84. Frag beim Bäcker nach Brot vom Vortag. Gutes Brot ist dann genauso saftig, nur bedeutend günstiger, und schont Ressourcen (so zahle ich im Bioladen statt 3,20 gerade mal 1,50 für ein schönes Vollkornbrot).
85. Wechsel nach Möglichkeit auf Allwetterreifen beim Auto, so erübrigt sich auch das lästige und/oder teure Lagern und Wechseln von Sommer- und Winterreifen.
86. Mach aus verschlissenen oder unpassenden Kleidungsstücken bunte Flickenteppiche.
87. Bestell Werbekataloge ab. Weniger Abfall und weniger Verlockungen!
88. Vergiss Wärmepflaster. Näh dir ein Körnerkissen.
89. Lerne, Socken zu stopfen, Knöpfe anzunähen und Reißverschlüsse zu reparieren.
90. Frag Leute mit vielen Zimmerpflanzen nach Ablegern für dein Zuhause.
91. Biete dich unentgeltlich als Erntehelfer in Privatgärten an. So bekommst du sicher auch einen Teil der Ernte.
92. Wasch dir die Haare mit Natron oder Heilerde und spüle mit Apfelessig nach.
93. Vergiss Spültabs. Mach dein Geschirrspülmittel selbst.
94. Wenn du einen Garten hast: lege dir einen Komposthaufen oder Schnellkomposter zu. So zahlt man weniger Müllgebühren.
95. Stelle deinen eigenen Rohrreiniger her.
96. Leg dir ein Sparbuch mit möglichst vernünftigen Konditionen an und richte einen Dauerauftrag an, dass am Anfang des Monats immer ein bestimmter Betrag darauf überwiesen wird.
97. Aus Bienenwachskerzenresten selber Salben, Lippenpflege und Cremes herstellen.
98. Klug kochen: grundsätzlich mit Deckel und auf passender Flamme. Wasser lässt sich am besten energiesparend mit dem Wasserkocher aufheizen, nicht im Topf. Nachdem Reis einmal aufgekocht ist, könnt ihr ihn vom Herd nehmen und den Topf 20 Minuten in euer Bett stellen – gut zudecken. In Nudelwasser könnt ihr zusätzlich zur Pasta noch etwas Gemüse (Broccoliröschen, etc.) mitkochen oder ein paar Eier für den nächsten Tag darin hart kochen.
99. Streiche deine Wände in hellen Farben. Sie reflektieren so das Sonnenlicht am besten, wodurch man weniger künstliches Licht benötigt. Räume wirken so auch größer!
100. Hebe leere Schraubgläser auf, etwa um Gewürze darin zu verstauen oder Essensreste einzufrieren (so geht’s).
101. Bei Haushalten mit zwei Einkommen ist es schön, wenn nur Eines für die monatlichen Ausgaben eingeplant wird; so kann das zweite Einkommen als Rücklage, zum Hauskauf oder für einen besonders schönen Urlaub eingesetzt werden.

Jetzt seid ihr dran – was habt ihr noch für Anregungen, Erfahrungen und Ideen?

Rosenöl aus frischen Blüten selber machen

Fangen wir den Sommer ein!

Hier habe ich bereits geschrieben, wie man aus getrockneten Rosenblüten Rosenöl herstellt und wie man das Öl verwenden kann. Nun, da die Tage heiß sind und die Rosen sich wonnig in den Sonnenstrahlen räkeln, ist eine gute Zeit, aus den frischen Blüten Öl anzusetzen.

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Wer selbst keinen Garten hat, kann Nachbarn, Freunde oder Verwandte danach fragen. Keine Blumen aus dem Geschäft verwenden, diese sind nicht lebensmitteltauglich und mit Pestiziden behandelt!

Ihr braucht:

Die gewaschenen, abgetropften Blütenblätter von 6-8 Rosen (über Nacht auf einem Handtuch antrocknen lassen)
500 Milliliter Sesam- Mandel- oder Sonnenblumenöl
2 Wochen Geduld oder einen Topf
Ein großes Weckglas

1. Methode – wenn man 2 Wochen Zeit hat:

Das Öl in einen Topf geben und leicht erwärmen. Die Blüten in das Weckglas geben und mit dem warmen Öl übergießen. Das Gemisch mit einem Holzlöffel rühren und darauf achten, dass alle Blüten mit Öl bedeckt sind. Das Glas verschließen und 2-4 Wochen an einen durchgängig warmen Ort stellen (Fensterbänke werden Nachts zu kalt). Anschließend das Öl durch ein Küchentuch abseihen und in Flaschen füllen.

2. Methode – wenn man 2 Stunden Zeit hat:

Das Öl und die Blüten in das Glas geben. In einen mit heißem Wasser gefüllten Topf (= Wasserbad) stellen und auf niedrigster Stufe 2 Stunden durchziehen lassen (nicht kochen). Alle halbe Stunde mit einem Holzlöffel durchrühren und nachsehen, ob noch genug Wasser im Topf ist. Anschließend das Öl durch ein Geschirrtuch abseihen und in Flaschen füllen.

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