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Wunderbares Wollwachs

Wollwachs – vor allem als Lanolin bekannt – ist eine wirklich tolle Sache, auf die ich unerklärlicherweise erst vor ein Paar Monaten gestoßen bin.

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Eine Freundin empfahl es mir wegen den antiseptischen und wundheilenden Wirkungen als Brustwarzensalbe beim Stillen. Das Zeug hat wunderbar als Solches funktioniert! Ich habe auch nur 10 Gramm davon in der Stillzeit verbraucht, kann man sich in der Apotheke in Kleinstmengen abfüllen lassen.

Ganz ohne Chemie, Bleichmittel, Paraffin oder andere Zusätze nennt sich die goldgelbe, leicht wollig duftende Masse adeps lanae anhydricus und ist zum Beispiel hier zu kriegen (allerdings leider in Plastik verpackt).

Wo Wollwachs herkommt und was es noch alles für feine Wirkungen zeigt, könnt ihr hier nachlesen. Ich nutze es in der Wundschutzcreme für meinen Sohn, als Lippenbalsam und für besonders rauhe Hände, um Wollsachen zu behandeln und als Trennmittel zum basteln… Vaseline adé!

Kamillenöl selber machen

Kommen wir nun zu einem weiteren nützlichen Blütenöl zum selber machen. Kamillenöl nutze ich vor allem als Cremegrundlage (z.B. für Handcreme oder Wundschutzcreme). Kamillenblüten sind entzündungshemmend und heilungsfördernd, antibakteriell und beruhigend. Auch für empfindliche Haut (Pickel, Rötungen, Neurodermitis…) ist Kamillenöl bestens geeignet. Bei gereizter Haut kann man es zum eincremen nutzen oder einfach 2 Esslöffel davon ins nächste Vollbad geben und entspannen… ist auch toll als Pflege bei trockenen Haarspitzen.

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Ihr braucht:

– 15 Gramm getrocknete Kamillenblüten oder Kamillentee
– 500 Milliliter kaltgepresstes Öl (Sonnenblumen-, Mandel- Avocado- Jojoba- Aprikosenkern- oder Sesamöl, gern auch ein Gemisch)
– Ein großes Weckglas
– 2 Wochen Geduld oder einen Topf

1. Methode – wenn man 2 Wochen Zeit hat:

Das Öl in einen Topf geben und leicht erwärmen. Die Blüten in das Weckglas geben und mit dem warmen Öl übergießen. Das Gemisch mit einem Holzlöffel rühren und darauf achten, dass alle Blüten mit Öl bedeckt sind. Das Glas verschließen und 2-4 Wochen an einen durchgängig warmen Ort stellen (Fensterbänke werden Nachts zu kalt). Anschließend das Öl durch ein Küchentuch abseihen und in Flaschen füllen.

2. Methode – wenn man 2 Stunden Zeit hat:

Das Öl und die Blüten in das Glas geben. In einen mit heißem Wasser gefüllten Topf (= Wasserbad) stellen und auf niedrigster Stufe 2 Stunden durchziehen lassen (nicht kochen). Alle halbe Stunde mit einem Holzlöffel durchrühren und nachsehen, ob noch genug Wasser im Topf ist. Anschließend das Öl durch ein Geschirrtuch abseihen und in Flaschen füllen.

Tipp: Ähnlich herzustellen sind Calendulaöl, Lavendelöl, Rosenöl und co.!