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Babyöl bzw. Calendulaöl selber machen

Schon wieder ein Post zu Öl. Verzeiht. Aber wie schön wars doch, als wir endlich mit dem Kleinen aus dem Krankenhaus nach Hause kamen, wie friedlich die ersten Tage! Wir haben schon an seinem zweiten Lebenstag ein kleines Einschlafritual eingeführt: Singen, Wickeln, Babymassage, bis zum 3. Monat noch Pucken, dann Stillen, Schlafen. Das Babyöl war auch eine große Hilfe, um den klebrigen Kindspech abzuwischen und den Milchschorf sanft wegzumassieren.

Die Babymassage genießt er jetzt mit einem halben Jahr immer noch sehr (machen wir ganz einfach wie wir denken, haben da keinen Kurs besucht oder so). Wichtig ist dabei vor allem die Qualität des Öls, denn:

Bei der Babymassage dringt das Öl durch die Hautgefäße in das Gewebe des Babys ein. Das Öl ist nach einigen Minuten im Blut nachweisbar. Es ist daher wichtig das Öl für eine Babymassage sorgsam auszuwählen und auf die Qualität und nicht auf den Preis zu achten.

Quelle

Da auch sensible Erwachsenenhaut durchaus ähnlich funktioniert, achte ich sehr darauf, was ich zur Körperpflege nutze. Vor allem aber beim Baby! Also mache ich jetzt das mild pflegende Calendulaöl (was ich bisher von Weleda für knapp 10 Euro für 200 Milliliter in der Plastikflasche kaufte -pfui!) jetzt für knapp 10 Euro pro Liter selber. Eignet sich auch ganz toll zum Herstellen von Wundschutzsalbe, Ringelblumensalbe und zur entspannenden Massage für Mama und Papa 🙂

Calendula – vielen auch als Ringelblume bekannt – wirkt antiseptisch, antibakteriell, beschleunigt die Wundheilung und duftet kaum. Es ist daher für die Babypflege bestens geeignet und in vielen Wundschutzcremes zu finden.

Ihr braucht:

40 Gramm getrocknete Ringelblumenblüten (Calendula) aus dem Reformhaus
1 Liter kaltgepresstes Öl (Sonnenblumen-, Mandel- Avocado- Jojoba- Aprikosenkern- oder Sesamöl, gern auch ein Gemisch)
Ein großes Weckglas
3 Wochen Geduld oder einen Topf

1. Methode – wenn man 3 Wochen Zeit hat:

Das Öl in einen Topf geben und leicht erwärmen. Die Blüten in das Weckglas geben und mit dem warmen Öl übergießen. Das Gemisch mit einem Holzlöffel rühren und darauf achten, dass alle Blütenblätter mit Öl bedeckt sind. Das Glas verschließen und 3-6 Wochen an einen durchgängig warmen Ort stellen (Fensterbänke werden Nachts zu kalt). Anschließend das Öl durch ein Küchentuch abseihen und in Flaschen füllen.

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Sieht neben dem Rosenessig besonders schön aus!

2. Methode – wenn man 2 Stunden Zeit hat:

Das Öl und die Blüten in das Glas geben. In einen mit heißem Wasser gefüllten Topf (= Wasserbad) stellen und auf niedrigster Stufe 2 Stunden durchziehen lassen (nicht kochen). Alle halbe Stunde mit einem Holzlöffel durchrühren und nachsehen, ob noch genug Wasser im Topf ist. Anschließend das Öl durch ein Geschirrtuch abseihen und in Flaschen füllen.

Tipp: Ähnlich funktioniert die Herstellung von Rosen-, Arnica, Kamillen– oder Lavendelöl.

Wem das zu viel Aufwand ist, den kann ich nur warnen: Finger Weg von Penaten und co.! Dort lauern Mineralöl, allergieverdächtige Duftstoffe, Konservierungsstoffe etcetra…! Achtet auf die Inhaltsstoffe oder nehmt einfach Olivenöl. Dann riecht das Baby zwar etwas ungewohnt nach Pizza, aber es ist allemal besser als das meiste Zeug aus der Drogerie…!

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