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Haarbutter selber machen

Nach längerer Zeit habe ich jetzt wieder etwas für euch zusammengerührt: Haarbutter. Die Spitzenpflege bekommt ihren Namen von der Konsistenz. Ich nehme hier Avocadoöl und Olivenöl, was bei mir zu schönem Glanz und super weichen, gut kämmbaren Haaren führt. Manches Haar mag allerdings lieber leichtes Öl, wie Sesamöl oder Mandelöl. Einfach herumexperimentieren, bis die Mischung für euch passt.

Ihr braucht:

8 Gramm Bienenwachs oder Carnaubawachs
70 Gramm Kakaobutter
4 Esslöffel Olivenöl
4 Esslöffel Avocadoöl
1 leicht gehäufter Teelöffel Wollwachs oder Kokosöl
30 Tropfen ätherisches Zitronenöl

Alle Zutaten bis auf das ätherische Öl in einem Wasserbad zum schmelzen bringen. Masse vom Feuer nehmen, das ätherische Öl untermischen, in kleine Gläschen oder Döschen füllen.

Tipp: gaaaaanz sparsam verwenden und vor dem Auftragen zwischen den Handtellern verteilen.

Was sind Sodium Laureth Sulfate?

Shampoo, Mundspülung, Flüssigseife, Spülmittel, Duschgel, Haarfarbe, Zahnpasta, Badezusatz, Bleichmittel, Make-Up, Neutralreiniger, Flüssigwaschmittel – auf den Listen der Inhaltsstoffe steht zumeist an erster oder zweiter Stelle „Sodium Laureth Sulfate“; dieses Tensid wird als Reinigungsmittel, Schaumbildner und Emulgator vielfach eingesetzt und ist in den meisten Haushalten kaum wegzudenken. Es ist sogar in vielen Bioprodukten vorhanden und zudem in Kristallform in der Apotheke zu kaufen, damit man sich zuhause auch selbst etwas damit anrühren kann.

Doch was ist das für ein Tensid? Wo kommt es her? Und ist es wirklich unbedenklich?

Sodium Lauryl Sulfate (SLS, oder auch Sodium Dodecyl Sulfate, Sulfuric Acid, Sodium Salt, Aquarex Methyl, Akaposal SDS, A13-00356, Aquarex ME) und die sehr ähnlichen, mit gleichen Risiken verbundenen Stoffe Sodium Laureth Sulfate (SLES) und Ammonium Laureth Sulfate (ALS) werden aus Kokos- oder Palmöl hergestellt, was zunächst auf ein unbedenkliches Naturprodukt schließen lässt. Doch diese „Saubermacher“ werden mit Augenirritationen, Hautsensibilität, Organschäden, Unfruchtbarkeit, Entwicklungsstörungen, Mutationen, Krebs und anderen unliebsamen Erscheinungen in Verbindung gebracht (Quelle).

Nie wieder duschen?

Wer umweltbewusst, nachhaltig und kostengünstig leben möchte, zudem etwas für seine Gesundheit tun und den Verkauf von solchen Substanzen nicht weiter unterstützen mag, dem lege ich ans Herz, auf diese Tenside dringend zu verzichten. Alternativen findet ihr zum Beispiel hier im Blog – von Haarseife (Post folgt) bis Waschmittel.

Natürlich scheiden sich die Geister, ob diese Sulfate wirklich krebserregend sind. Eine starke Gesundheitsgefährdung ist jedoch nicht auszuschließen, und auf dem Markt gibt es genügend Alternativen. Ich bin kein Versuchskaninchen der Industrie und weiß: Angebot und Nachfrage gehen Hand in Hand.

Haarspray selber machen

Haarspray ist teuer, klebrig, stinkig, hochentzündlich und ziemlich giftig, kommt in der Einwegflasche und es kommt damit für mich nicht in Frage, es zu kaufen. Besonders in der Schwangerschaft sollte Haarspray übrigens unbedingt gemieden werden: lest hier nach, warum!

Manchmal ist es aber ganz nützlich, die Haare irgendwie fester zu kriegen oder Frisuren zum Halten zu bringen. Ich mache desöfteren mal Zombies oder Vampire aus meinen Mitmenschen – dazu gibts vielleicht auch mal einen Post mit Anleitungen und ökologischen Monsterschminktipps – etwa zu Halloween.

Also muss Haarspray her. Vielleicht nutzen es ja auch einige von euch täglich und ihr seid es leid, mit Gift um euch zu sprühen. Voilà die schnelle, günstige und unbedenkliche Alternative!

Ihr braucht:

– 100 Milliliter Wasser
– 3-5 Esslöffel Zucker
– eine leere Pflanzensprühflasche mit „Nebel“ – Einstellung

Wasser zum kochen bringen. Den Zucker in die Sprühflasche füllen (3 Esslöffel für sehr feines Haar, bis zu 5 für schweres, festes Haar, hier muss jeder selbst die Dosis für sich rausfinden). Das Wasser draufgießen, schütteln. Warten, bis der Zucker sich ganz aufgelöst hat. Vor jedem Gebrauch nochmal schütteln. Das war’s!

Tipp: Wer mag, kann für Rosenduft und etwas Glanz einen Esslöffel Rosenessig untermischen (der Essigduft verflüchtigt sich schnell, der Rosenduft bleibt).

Kokos-Rosenshampoo selber machen

Für diejenigen, die sich natürlich, plastikfrei und umweltbewusst die Haare waschen wollen, sich aber nicht mit Heilerde anfreunden können, gibt es jetzt ein schönes Rezept zur Shampooherstellung. Ich habe es mir für eine Freundin ausgedacht.

Das Shampoo pflegt und reinigt mild, ist günstig herzustellen und ohne bedenkliche Inhaltsstoffe. Essig gibt dem Haar Glanz, Kernseife reinigt, Kokosöl verleiht Feuchtigkeit und die Mischung duftet dezent nach Urlaub… allerdings schäumt es nicht so stark… probiert’s aus!

Ihr braucht:

3 Esslöffel geriebene, echte Kernseife (s. Hinweis beim Waschmittel)
8 Esslöffel heißes, abgekochtes Wasser
1 Esslöffel Rosenessig (oder Apfelessig)
1 Teelöffel Kokosöl
1 leere Shampoo- Spülmittel– oder Duschgelflasche
1 Trichter

Alle Zutaten im Wasserbad erhitzen, bis eine homogene Masse ensteht. Mihilfe eines Trichters in Flaschen füllen und vor jedem Gebrauch kurz schütteln. Das Shampoo ist sehr ergiebig, es reicht auch bei längerem Haar ein Teelöffel davon. Da das Shampoo keine Konservierungsstoffe hat, sollte man es nicht zu lange stehen lassen. Der Essig verlängert die Lebensdauer; damit ist es 8 Wochen gut haltbar.