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Kleiner Becher, große Wirkung

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Hättest du gewusst, dass im Durchschnitt 320.000 Einweg-Kaffeebecher pro Stunde in Deutschland entsorgt werden? (Quelle). Ich finde das ganz schön gruselig. Was das für Energie, Ressourcen, Logistik, Umwelt, Wirtschaft und letztenendes den Verbraucher an Belastungen mit sich bringt, kann man sich wohl kaum vorstellen.

Zurück zum Mehrwegbecher! Und das nicht nur für Kaffee. Bedenkt die Papp- oder Plastikbecher an Wasserspendern, am Imbiss, auf Grillfesten, im Flugzeug. Wer da einen eigenen Becher parat hat, spart eine Menge Müll und Konsequenzen. Dieser kleine Edelstahlbecher ist immer in meinem Rucksack zu finden und hat sich schon vielfach bewährt. Kann ja auch ein Thermosbecher sein, oder einfach eine leere Flasche. Wer fragende Blicke erntet, sollte sich nicht einschüchtern lassen. Ist ja nichts Schlimmes dabei, und vielleicht kommt so der ein oder andere unwissende Verbraucher auch mal auf Themen wie Müllvermeidung und Plastikfasten, der sich bisher keinerlei Gedanken dazu gemacht hat.

Montagsfreude

Heute war ich beim Fleischer um die Ecke, wo es auch herrliche saisonale und regionale Produkte wie Äpfel, Nudeln, Eier und natürlich Fleisch gibt. Da die Verkäufer ohne Plastikhandschuhe arbeiten, steht ein Kassenautomat in der Ecke, wo man seine Quittung selber einscannen und dort bezahlen muss. Viele der Produkte bekommt man allerdings nur in Plastik. Heute habe ich mal tief Luft geholt und gefragt, ob ich meine eigene Büchse zum Transport mitbringen dürfte, um so Verpackungsmaterial zu sparen. Schließlich hängt in der Fleischerei (!) sogar ein Hinweis auf die Plastiktütenproblematik. Antwort: „Hinter die Theke dürfen wir Ihre Gefäße nicht nehmen…“ die Verkäuferin dachte ein Weilchen nach: „aber auf die Theke dürfen Sie die Büchse stellen! Dort dürfen wir dann auch Dinge hineinlegen.“ Beim Hinausgehen rief sie mir noch hinterher: „Dieses Plastik gehört ohnehin verboten!“. Auch wenn es kein Biofleischer ist: allein diese Mentalität gehört unterstützt. Ich freue mich über diesen kleinen Fortschritt und nehme fortan immer meine Brotdose mit. Kauft ihr auch „mit Büchse“ ein?

Thermoskanne ohne Plastik

Da mich das Thema Plastikvermeidung schon länger beschäftigt, es manchmal aber wirklich schwierig ist, sinnvolle Lösungen und Alternativen zu finden, ohne dann gleich auf Silikon oder Aluminium zurückgreifen zu müssen, habe ich seit einer ganzen Weile auf eine Thermoskanne verzichtet.

Ein Milchfläschchen in einer dicken Wollsocke verpackt bleibt länger warm, oder man wärmt einen Roggensack oder Kirschkernkissen an und legt es um einen Kochtopf, damit der Inhalt länger warm bleibt. Da wir aber viel unterwegs sind – auch beruflich – und die Sockenlösung nur kurzfristig warm hält, musste eine andere Lösung her, um Tee oder Suppe warm zu halten.

Thermoskannen sind ja vomPrinzip her eine großartige Erfindung, allerdings sind sie kaum auslaufsicher, plastikfrei, kostengünstig, stabil und wirklich zuverlässig zu bekommen. Ausserdem – der Geschmack von Tee aus diesem spröden Plastikbecher… Hmpf. Wir haben uns letztenendes für einen Kompromiss entschieden: teuer, mit einem Deckel aus Plastik, aber immerhin BPA-frei, Alu-frei, Blei-frei, mit lebenslanger Garantie und aus Edelstahl – das Plastik ist übrigens nur aussen dran und kommt nicht mit der Nahrung oder dem Getränk in Berührung: die Thermoskanne der Firma Klean Kanteen.

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Die Flasche hält tatsächlich was sie verspricht: 6 Stunden warm bzw. richtig heiß halten und bis zu 24 Stunden kalt. Da kann auch der nächste Zelturlaub kommen.

Wenn es mal etwas mehr sein sollte, verlassen wir uns immer noch auf den alten Henkelmann meiner Mutter aus den 70er Jahren. Hier ist immerhin die Hauptkomponente Glas, und er tut noch treu seinen Dienst.

Wie haltet ihr nachhaltig Essen und Getränke warm oder kalt?

Pröbchenwahn

Wenn ich einmal in einer Drogerie bin – zumeist nur, um dort Natron zu kaufen oder mir Produkte anzusehen, die ich später zuhause nachrrühre – werde ich häufig mit kreischenden jungen Frauen konfrontiert, welche sich an den Hängeregalen mit den Reisegrößen aufhalten.

„Wie süüüüüüß!“, ruft so manche entzückt, wenn sie ein Shampoopröbchen in die Höhe hält. Aufwallende Muttergefühle machen sich bemerkbar. Ich bin mir sicher, dass diese Kleinstgrößen einen reißenden Umsatz machen, obwohl sie auf ihre unscheinbare Art natürlich viel mehr kosten als die Großpackungen.

Unterwegs sind solche kleinen Packungen tasächlich praktisch. Aber was spricht dagegen, eine kleine Flasche immer wieder von der Großpackung nachzufüllen? Die Mengen an Plastikmüll, die durch solch eine „Mini-Manie“ ausgelöst werden, kann man sich kaum vorstellen. Dagegen sprechen wohl nur das geschickte Marketing der Drogeriebranche und die weiblichen Hormone…

Dann gibt es noch überall als Beigabe kleine Aluminium-Tütchen voll mit irgendwelchen Cremes und Tinkturen, die man in einer überfüllten Schublade im Bad aufhebt, „falls man sie einmal braucht“…

Diese Minimengen habe ich nun aus meinem Haushalt verbannt. Wie handhabt ihr das?

Must-Haves

Ob Makeup, Mode, Saisonartikel, Haarpflege, Urlaub, Auto, Küche, Kinder, Badezimmer oder Garten, die bunte Werbe- und Illustriertenwelt betont immer wieder gern die „Must-Haves“. Irritierend nur, dass diese sich ständig ändern und nie was wirklich Lebensnotwendiges dabei ist.

Meine Must-Haves:

– Einen trockenen, warmen Unterschlupf
– Nahrung
– Trinkwasser
– Nette Gesellschaft

Wenn ich dann noch was praktisch-bequemes zum anziehen, eine Tasse Tee und warme Socken habe, bin ich vorerst versorgt. Und Sonne. Und das sehnsuchtsvolle Rufen ziehender Gänse. Mein lieber Mann. Unser Baby. Und ein Lied.

101 nachhaltige Sparstrategien

Sparen ist in aller Munde. Konsum auch. Einen persönlichen Mittelweg zu finden kann schwierig sein… und ökologisch sinnvoll zu leben, so impliziert uns die Medienwelt, ist sehr teuer.

Hier sind meine alltagstauglichen Strategien zum Geld sparen mit gutem Gewissen und mit hoher Lebensqualität. Vieles davon hat sich während des Studiums schon so bei mir manifestiert, dass ich mittlerweile trotz deutlich höherem Einkommen so weitermache. Solche Dinge wie „Elektrogeräte nicht auf Standby lassen“, „Spartaste der Toilette nutzen“, „Licht beim Verlassen eines Raumes ausschalten“ oder „Wasser nicht unnötig fließen lassen“ stehen hier nicht – die finde ich selbstverständlich.

Meine 101 Strategien für weniger Ausgaben, mehr Gesundheit und Qualität sind:

1. Reduzieren und genauer prüfen, was wirklich gebraucht wird; das ändert auch das Kaufverhalten.
2. Kosmetik selber machen. Meine einfachste Creme besteht gerade mal aus 2 Zutaten.
3. Reinigungsmittel selber machen. Das ist ohnehin gesünder und nicht schwer!
4. Dekorative Kosmetik selber machen.
5. Keine Wattestäbchen, Küchenpapier, Tempo-Taschentücher, Papierservietten, feuchte Tücher oder andere Einwegprodukte mehr kaufen.
6. Mach dir einen Wochenplan und geh nur einmal die Woche los zum Lebensmitteleinkauf. Spart auch Zeit und Nerven.
7. Nimm dein Fahrrad: für kurze Strecken kannst du dir Auto oder Bus sparen.
8. Nutze die Mitfahrgelegenheit: Bahn ist teuer, und hier hat man wenigstens jemanden zum quatschen!
9. Lass dir eine Büchereikarte ausstellen.
10. Baue an, was deine Möglichkeiten hergeben: ob Basilikum auf der Fensterbank oder ein ganzer Gemüsegarten hinterm Haus.
11. Geh selber Lebensmittel in der Öffentlichkeit sammeln dank mundraub.org.
12. Stelle dein eigenes Waschmittel her.
13. Nutze Unkraut: mach leckeres Löwenzahnpesto, Green Smoothies und Brennesselgemüse.
14. Kaufe auf dem Wochenmarkt (am besten kurz vor Schluss).
15. Kaufe in Großmengen ein, dass spart auch Müll!
16. Kaufe deine Kleidung Second-Hand.
17. Nutze Stoffwindeln fürs Baby.
18. Investiere in gute Lebensmittel, so sparst du später an Medikamenten.
19. Keine Tampons oder Einwegbinden mehr: nutze Levanthiner Schwämmchen, Menstruationstassen oder waschbare Damenbinden.
20. Keine Einweg-Rasierklingen mehr für die Damenwelt: Depilieren, Epilieren, Sugaring und Wachsen zuhause schonmal ausprobiert?
21. Mach persönlichere und preiswertere Geschenke – selbst.
22. Wasche deine Wäsche möglichst kalt, nie über 60 Grad.
23. Öfter mal Duschen statt baden, und dann nicht täglich – oft reicht auch ein Waschlappen.
24. Nachhaltig oder gebraucht kaufen – Geschirr, Möbel, Einrichtungsgegenstände und co. in guter Qualität sehen auch besser aus!
25. Wer es noch nicht getan hat: gib das Rauchen auf.
26. Fülle eine leere 0,5-Liter mit Sand oder Wasser und stelle sie in deinen Spülkasten.
27. Pack den Fernseher weg. Es kommt ja eh nur Schrott. Bestell das Kabelfernsehen oder den Satellitenempfang ab.
28. Mach deine Genussmittel selbst: von Schokolade bis Amaretto. Dann verbrauchst du auch weniger davon!
29. Vernünftiges Tierfutter muss nicht teuer sein.
30. Koche und backe selbst aus einfachen Zutaten: von Babybrei über Pilzeintopf bis Zwieback.
31. Keine Spontan- oder Frustkäufe mehr: geh lieber spazieren.
32. Setze Calendulaöl an, du wirst es brauchen 🙂
33. Verkaufe unnütze, wertvolle Dinge. Verkleinere vielleicht auch deinen Wohnraum.
34. Viele Tees kann man problemlos mehrmals aufgießen.
35. Leih dir was, etwa über ein Internetportal. Leihe dort auch selbst Dinge aus.
36. Nutze unterwegs Couchsurfing.
37. Lass dir nicht einreden, dass es „Must-Haves“ gibt.
38. Nutze offene Werkstätten um Sachen zu reparieren.
39. Gieß deine Pflanzen mit ungesalzenem Kochwasser.
40. Stelle einen Eimer in die Dusche. Lass dort das Wasser einlaufen, bis die Dusche warm ist, und nutze das Kalte später zum putzen.
41. Nimm keine Vitaminpräparate. Iss lieber einen Apfel.
42. Investiere in deinen Kopf.
43. Koche selber Marmelade.
44. Genieße Schokolade, Kaffee, Alkohol, exotische Früchte und andere weither gereiste Sachen selten. Das schont auch die Umwelt.
45. Führe Haushaltsbuch.
46. Iss seltener Fleisch: etwa nur am Wochenende.
47. Mach deine Tinte selber.
48. Eine einzige Kerze auf dem Tisch reicht eigentlich (es sei denn, es ist Advent).
49. Nimm Arnikaöl und Gänseblümchen statt Ibuprofen, Voltaren und Aspirin.
50. Koche größere Mengen auf einmal und friere oder koche Reste ein.
51. Spare Geld und Nerven bei der Erstausstattung.
52. Für Minimalisten: Vermiete im Urlaub dein Zimmer/deine Wohnung.
53. Verlasse facebook. Zeit ist Geld!
54. Rede mit deinen Nachbarn. Dann leihen sie dir auch ihren Rasenmäher oder helfen mit einer Tasse Mehl aus.
55. Kaufe möglichst ohne Verpackung. Die zahlt man immer extra.
56. Leg dir mit der Zeit einen guten Füllfederhalter und eine mechanische Uhr zu. Das zahlt sich aus!
57. Kein Fastfood mehr.
58. Leg dir einen Thermosbecher für den eigenen „Coffee to go“ zu.
59. Packe im Urlaub und auf Geschäftsreisen den Reisewasserkocher fürs Hotelzimmer ein: Kaffee und Tee rund um die Uhr, günstig und mit dem gewohnten Geschmack.
60. Mach deine Sonnenmilch, Autan-Ersatz und Après-Sun selber.
61. Investier in EINE gute Sonnenbrille.
62. Vergiss das Nagelstudio.
63. Frag beim Zahnarzt nach einem Bonus-Heft.
64. Nimm öfter Mal den Besen statt den Staubsauger oder leg dir einen beutellosen oder mechanischen Staubsauger zu.
65. Vergiss Swiffer, dass ist eh ungesund. Leg dir einen Wischfeger mit waschbarem Putzlappen zu.
66. Besorg dir lieber drei Paar richtig gute Schuhe (etwa bei Waschbär, die versenden sogar plastikfrei) statt 20 Paar im Billigladen. Oder kaufe auch hier gebraucht.
67. Kauf kein stilles Wasser in Plastik– oder Glasflaschen mehr. Besorg dir eine schöne, wiederverwendbare Flasche ohne Schadstoffe für Leitungswasser (z.B. Klean Kanteen, Flaska, Emil die Flasche).
68. Bastel deine eigene Weinachts-, Oster- und Geburtstagsdeko.
69. Geh auf Flohmärkte, in Möbellager, nutze ebay und ebay Kleinanzeigen – zum Kaufen und Verkaufen.
70. Vergiss das Fitnessstudio. Geh Joggen, nimm Wasserflaschen als Hanteln, geh spazieren, triff dich mit Freunden zum Frisbee, Inlinern, Tennis, Klettern, Schwimmen, Radfahren, Trampolin- und Seilspringen oder such dir einen Pflegehund oder eine Reitbeteiligung.
71. Nimm dir unterwegs Essen von zuhause mit. Investier in eine schöne Brotdose aus Edelstahl.
72. Lass die Cola weg. Trinke Wasser, ungesüßten Tee und gelegentlich Säfte oder Schorlen.
73. Nutze kostenlose Angebote wie das Lunchkonzert in der Berliner Philharmonie. Gibt’s auch in Köln und anderen Großstädten!
74. Finger weg von Diätprodukten, davon wird nur der Geldbeutel schlank (wieso?).
75. Nutze einseitig bedrucktes Papier nochmals für Einkaufslisten.
76. Mach wunderschönes Briefpapier aus deinem ollen Altpapier (so gehts).
77. Nimm Stoffbeutel zum einkaufen – auch von Schuhen, Büchern und Kleidung. Deponiere welche im Auto, in der Handtasche, im Kinderwagen, im Rucksack.
78. Geh seltener essen. Lade stattdessen Freunde zum gemeinsamen Kochen ein oder veranstalte öfter mal ein Picknick, Grillabend oder Nachbarschaftsfest, zu dem jeder was mitbringen soll.
79. Leih dir Dvds in der Videothek aus und kaufe nur deine absoluten Favoriten.
80. Vergiss den Wäschetrockner. Lufttrocknen ist besser für die Umwelt und kostenlos.
81. Keine Einweg-Rasierklingen mehr für die Herrenwelt: schonmal über einen Rasiermesser nachgedacht?
82. Sorg dafür, dass der Reifendruck deines Autos immer im grünen Bereich ist, so sparst du Sprit.
83. Frag beim Fleischer nach Wurstenden und an der Käsetheke nach Käserändern. Das sorgt für Vielfalt zum kleinen Preis.
84. Frag beim Bäcker nach Brot vom Vortag. Gutes Brot ist dann genauso saftig, nur bedeutend günstiger, und schont Ressourcen (so zahle ich im Bioladen statt 3,20 gerade mal 1,50 für ein schönes Vollkornbrot).
85. Wechsel nach Möglichkeit auf Allwetterreifen beim Auto, so erübrigt sich auch das lästige und/oder teure Lagern und Wechseln von Sommer- und Winterreifen.
86. Mach aus verschlissenen oder unpassenden Kleidungsstücken bunte Flickenteppiche.
87. Bestell Werbekataloge ab. Weniger Abfall und weniger Verlockungen!
88. Vergiss Wärmepflaster. Näh dir ein Körnerkissen.
89. Lerne, Socken zu stopfen, Knöpfe anzunähen und Reißverschlüsse zu reparieren.
90. Frag Leute mit vielen Zimmerpflanzen nach Ablegern für dein Zuhause.
91. Biete dich unentgeltlich als Erntehelfer in Privatgärten an. So bekommst du sicher auch einen Teil der Ernte.
92. Wasch dir die Haare mit Natron oder Heilerde und spüle mit Apfelessig nach.
93. Vergiss Spültabs. Mach dein Geschirrspülmittel selbst.
94. Wenn du einen Garten hast: lege dir einen Komposthaufen oder Schnellkomposter zu. So zahlt man weniger Müllgebühren.
95. Stelle deinen eigenen Rohrreiniger her.
96. Leg dir ein Sparbuch mit möglichst vernünftigen Konditionen an und richte einen Dauerauftrag an, dass am Anfang des Monats immer ein bestimmter Betrag darauf überwiesen wird.
97. Aus Bienenwachskerzenresten selber Salben, Lippenpflege und Cremes herstellen.
98. Klug kochen: grundsätzlich mit Deckel und auf passender Flamme. Wasser lässt sich am besten energiesparend mit dem Wasserkocher aufheizen, nicht im Topf. Nachdem Reis einmal aufgekocht ist, könnt ihr ihn vom Herd nehmen und den Topf 20 Minuten in euer Bett stellen – gut zudecken. In Nudelwasser könnt ihr zusätzlich zur Pasta noch etwas Gemüse (Broccoliröschen, etc.) mitkochen oder ein paar Eier für den nächsten Tag darin hart kochen.
99. Streiche deine Wände in hellen Farben. Sie reflektieren so das Sonnenlicht am besten, wodurch man weniger künstliches Licht benötigt. Räume wirken so auch größer!
100. Hebe leere Schraubgläser auf, etwa um Gewürze darin zu verstauen oder Essensreste einzufrieren (so geht’s).
101. Bei Haushalten mit zwei Einkommen ist es schön, wenn nur Eines für die monatlichen Ausgaben eingeplant wird; so kann das zweite Einkommen als Rücklage, zum Hauskauf oder für einen besonders schönen Urlaub eingesetzt werden.

Jetzt seid ihr dran – was habt ihr noch für Anregungen, Erfahrungen und Ideen?

Alles Alu…?

Aluminium scheint in vielen Gebieten unerlässlich; gerade bei der Plastikvermeidung tritt es vielerseits in den Vordergrund. Doch halt! Was ist Alu eigentlich? Ja, die Glitzerfolie aus dem Supermarkt. Und sonst?

Aluminium ist praktisch, leicht, kostengünstig. Zuhause und auf Reisen ist es für viele ein fester Bestandteil des Alltags geworden.

Die Herstellung lässt allerdings aufhorchen:

„Die Aluminiumherstellung wird oft mit Umweltproblematiken in Verbindung gebracht, da der Energieverbrauch extrem hoch liegt (etwa 10 mal so groß wie zur Herstellung der gleichen Menge Weißblech benötigt wird) und bei der Schmelzflußelektrolyse giftige Gase (Fluorverbindungen) frei werden. Um eine Tonne Aluminium herzustellen werden insgesamt etwa fünf Tonnen Bauxit (enthält ca. 55-65% Aluminiumoxid), Kryolith (zur Herabsetzung des Schmelzpunktes (Flußmittel)), Kohlenstoff (Anodenmaterial) und Aluminiumfluorid (zum Start der Reaktion) benötigt. Pro Tonne Aluminium müssen ca. 1,5 Tonnen “Rotschlamm” entsorgt werden. Da die Herstellung so kostenintensiv ist wird sie in Deutschland subventioniert.“ –Quelle

Bei einem solchen Aufwand kann ich nicht anders als mich zu fragen, warum Alu dann so verbreitet ist, warum es so günstig ist, häufig Verwendung als Einweg-Wegwerfprodukt findet und ob das wirklich gesund sein kann.

Recherchen im Internet ergeben Erstaunliches: Aluminium wird mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer in Verbindung gebracht (mehr dazu hier und hier).

Doch daran nicht genug; Aluminiumvergiftungen werden auch in Verbindung gebracht mit Verwirrtheit, Muskelschwäche, Schlaganfällen, Knochenanomalitäten, Brustkrebs, Wachstumsstörungen bei Kindern, Lungenproblemen, Störungen im zentralen Nervensystem, Knochenkrankheiten, Sprachstörungen, Hirnerkrankungen, Blutarmut und Eisenmangel (Quelle).

Die Liste ist mir lang genug, dass ich mich weitestgehend von Aluminium verabschiedet habe und nach wie vor das Selbermachen als Alternative empfehle. Alu (E-Stoffe E173, E520, E521, E523, E554, E555, E556 und E598 Quelle) ist häufig zu finden in:

Deodorant
Backpulver
– Koch- und Campinggeschirr
– Getränkedosen
– Kaffeekapseln
– Lieferservicegeschirr
– Verpackungen (Aludeckel, Tetrapak…)
– Fertigprodukten
Zahnpastatuben
– Reiseflaschen
– Essbesteck
– Elektronik
– Süßigkeiten (Quelle)
– Kosmetik
– Farben und Lacken
– Medikamenten
Sonnencreme
– … (Der Film „Aluminium-die geheime Gefahr“ bietet weitere Aufklärung)

Tipp: Kartoffeln im Feuer backen kann man auch ohne Alufolie, dass geht so!