Posts Tagged ‘ohne giftstoffe’

Weichspüler selber machen

Vergesst Lenor… und den ganzen Rest der Sippschaft gleich mit:

„Wer herkömmliche Weichspüler verwendet, setzt sich täglich vielen giftigen Chemikalien aus. Die Inhaltsstoffe des Weichspülers dringen beim Waschen in Handtüchern, Bettlaken und Kleidung ein und setzen sich dort zunächst einmal fest. Weichspüler sind so entworfen, dass sie über einen langen Zeitraum in der Wäsche verbleiben, wobei sie nach und nach in die Umgebung abgegeben werden. Beim Tragen der Kleidung, beim Abtrocknen oder nachts beim Schlafen können die Chemikalien also über die Haut oder die Atemwege in den Körper gelangen und dort Allergien oder schwere gesundheitliche Probleme auslösen oder begünstigen.“ –Quelle

Für mehr Infos auf den Link klicken, dann kauft ihr hoffentlich nie wieder dieses Teufelszeug!

Viele nutzen Essig als umweltfreundlichen Ersatz für Weichspüler. Dies finde ich aber problematisch, da viele Dichtungen in der Maschine dadurch hart und porös werden können. Es musste also etwas anderes her. Ich habe einen Versuch gewagt und den selbstgemachten Klarspüler als Weichspüler benutzt (wir haben sehr hartes Wasser). Hat fantastisch funktioniert! Hier nochmal das Ganze mit Duftnote…

Ihr braucht:

– 300 Milliliter Weingeist, Brennspiritus oder Ansatzspirituose
– 200 Milliliter heißes Wasser
– 50 Gramm Zitronensäure
– eventuell 30 Tropfen ätherisches Öl (Zitrus, Rose, Lavendel…)
– eine leere Flasche

Das Wasser kochen und mit der Zitronensäure in die Flasche hineingeben. Wenn die Mischung erkaltet ist, den Alkohol und das ätherische Öl dazugeben. 2 Esslöffel pro Wäscheladung wie gewohnt in das Weichspülerfach der Waschmaschine geben, bei sehr hartem Wasser mehr (einfach herumexperimentieren, bis ihr die richtige Dosis gefunden habt). Auch bedenkenlos verwendbar für Stoffwindeln und Babykleidung.

Tipp: schon das Waschmittel zum selber machen entdeckt?

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Sonnenmilch selber machen

Dies ist ein veralteter Post – zwei neuen Rezepturen für selbstgemachten Sonnenschutz sind am 17.5.2016 hier im Blog erschienen: https://langsamerleben.wordpress.com/2016/05/17/sonnencreme-selber-machen-zwei-natuerliche-varianten/.

Zunächst einmal: Sonne ist gesund! Vitamin D ist gut für Haut und Gemüt. Zuviel davon ist allerdings schmerzhaft und kann zu bösem Sonnenbrand und gar Hautkrebs führen, igittigitt!

Ich habe als Kind schon dieses Eincremen gehasst. Dieses klebrige, stinkige Zeug, was sich überall festgesetzt hat und mit ordentlich Oma-Aroma versezt war. Da hatte ich dann doch lieber Sonnenbrand. Vielleicht gar nicht so dumm wenn man bedenkt, was in den Flaschen alles drinstecken kann: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/sonnencreme-ia.html

Jetzt bin ich aber Mutter und hätte gern was Schützendes für die ganze Familie. Es soll gut riechen, schnell einziehen und auch etwas wasserfest sein. Sonnenmilch ohne bedenkliche Zusätze ist gar nicht so einfach zu finden, wie einem gerne vorgegaukelt wird. Nur wenige stellen sie selbst her; entsprechend karg sieht auch das Angebot an Do-it-yourself-Sonnencremes aus; erst recht, wenn man auf Titan- bzw. Zinkoxid verzichten möchte (mehr dazu schrieb ich hier) und sich nicht vorstellen kann, sich mit Borax vollzuschmieren *schauder*.

Dann fiel mir ein, dass wir uns vor Jahren beim Zelten in Colorado – es war mitten im Sommer und unglaublich heiß – öfters täglich zur Erfrischung mit wunderbar duftender, schnell einziehender Kakaobutter eingerieben haben… und keinen Sonnenbrand bekamen!

Diese Sonnenmilch hat einen SPF-Wert von ca. 25, sollte häufig und großzügig aufgetragen werden und kann von der ganzen Familie bedenkenlos genutzt werden. Wer einen stärkeren Sonnenschutz braucht, mischt etwas Himbeerkernöl (natürlicher SPF 50) bei. Breitkrempige Hüte, lange Ärmel und Hosen aus leichten Stoffen wie Leinen oder Seide schützen zusätzlich.

Dies sind meine Zutaten:

Karottenöl: Vitamine A und E für die Zellgeneration
Kakaobutter: natürlicher Sonnenschutz
Sesamöl: hält bis zu 30% der UV-Strahlen ab (Quelle)

Ihr braucht für halbfeste Sonnenmilch:

– 50 Gramm Kakaobutterchips
– 100 Milliliter Sesamöl
– 3 EL selbstgemachtes Karottenöl oder 20 Tropfen Karottenkernöl
– 3 Gramm geriebenes Bienenwachs oder Carnaubawachs
– Gefäß

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Die Kakaobutter mit dem Wachs und dem Öl im Wasserbad schmelzen lassen, dabei gut umrühren und nicht allzu heiß werden lassen. Dann in eine leere Shampooflasche o.Ä. füllen. Nicht wundern, die Mischung bleibt gelb! Die Sonnenmilch hält sich mindestens ein Jahr und muss ca. eine Woche aushärten.

Tipp: wer das Ganze duftend haben will, mischt 20-30 Tropfen ätherisches Öl unter – wie Lavendel, Vanille oder Pfefferminze; allerdings kein Zitrusöl, dann bekommt ihr erst recht Sonnenbrand! Wem es zu fest ist, der lässt das Wachs weg.

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