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Der altbewährte Rasierhobel

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Kommen wir nun zu einem Thema, über das sich die „Alternativen“ dieser Welt gern in die Wolle kriegen: Haarentfernung. Nicht jedermanns Sache, und bei leibe nicht notwendig, aber manch einer fühlt sich damit einfach wohler und damit basta.

Die bekannteste Methoder der Haarentfernung besteht wohl darin, einen Plastikrasierer in der Drogerie zu kaufen. Manchmal ist der ganze Rasierer nach wenigen Anwendungen schon so stumpf, dass man ihn entsorgen muss, manchmal wird bloß der Kopf des Rasierers ausgetauscht. Hinzu kommen die Produktion in Übersee, eine Menge Plastikmüll, der Aufpreis für das Design, etc. alles in allem ein teures, verschwenderisches Vergnügen. Was da alles mit dranhängt, könnt ihr hier nachlesen. Für mich keine unterstützenswerte Methode.

Ich suchte etwas alltaugstaugliches ohne Chemie, ohne Plastik, ohne Alu, ohne Elektronik, ohne lange Transport- oder Herstellungswege der Einzelteile und mit möglichst geringem Kostenaufwand, was spontan umgesetzt werden kann und nicht irgendwie vorbereitet werden muss. Eine haarige Angelegenheit also.

Was ich ganz interessant finde, ist die Möglichkeit der Haarentfernung mit einer selbstgerührten Paste aus Zitronensaft und Zucker (auch „Sugaring“ genannt). Das ist allerdings für mich persönlich nicht transportierbar genug, nicht schnell genug umsetzbar und verursacht glaube ich eine ähnliche Schweinerei im Bad wie das Haare waschen mit Heilerde.

Die umweltfreundlichste, nachhaltigste Variante ist es wohl (neben der Möglichkeit, die Haare einfach sein zu lassen), ein Rasiermesser zu verwenden. Sieht schick aus, muss nur immer mal nachgegeschliffen werden, ich persönlich finde die Dinger aber irgendwie furchteinflößend. Nein, danke. Und mit der Pinzette jedes Härchen herauszupfen – ganz ehrlich, wer hat denn die Zeit dazu?

Unsere Lösung: der klassische Rasierhobel zur Nassrasur. Er ist komplett plastikfrei zu bekommen, auch mit Holzgriff oder ganz aus Edelstahl (meiner hat einen Messinggriff, auch schön). Gebraucht kosten sie nicht viel (schaut mal auf ebay Kleinanzeigen), ausserdem sind sie absolut unkaputtbar. Man bekommt die Klingen in Papier oder Pappe verpackt und aus deutscher Herstellung, wenn man sich etwas umgeschaut hat (z.B. Elios oder Balzano; achtet auch darauf, dass die Klingen nicht mit Teflon beschichtet sind oder so, sonst lassen sie sich schwer recyclen). Die Klingen halten mehrere Monate, wenn man sie zwischendurch gut trocknen lässt. Es gibt auch die Möglichkeit, sie nachzuschärfen (was ich allerdings noch nicht getestet habe). Mein Mann und ich haben jeder einen und sind sehr zufrieden. Alles in allem eine gute Sache.

Wie geht ihr mit dem Thema um? Kommentare und Anregungen sind wie immer willkommen!

 

Meine Haarpflege

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Bevor ich mir Müllvermeidungsgedanken machte, habe ich immerhin auf Naturkosmetik umgestellt. Shampoo, Spülung, Haaröl, Haarkuren, Spray zur leichteren Kämmbarkeit, lauter solche Dinge sammelten sich im Bad an und gaben mir das Gefühl, ich müsse sie möglichst oft benutzen.

Ich habe in den letzten Jahren schon so ziemlich alles ausprobiert: Haare Waschen mit Heilerde (hier der Post), Shampoo selber machen (diverse Rezepte hier im Blog), selbstgemachte Spülungen (schaut hier) oder Spülungen mit Apfelessig. Hier sind nun die fünf Dinge, bei denen ich hängen geblieben bin. Man muss erstmal etwas herumexperimentieren, bis man das Richtige für seine Haare gefunden hat.

Seit ich mich auch hier auf das Wesentliche begrenzt habe, was für mich gut funktioniert, werden meine Haare schon fast vernachlässigt. Dabei werden sie immer stärker und länger, sodass mir meine Pferdemähne schon bis zum Steiß reicht. Spliss und Verknotigungen habe ich kaum noch und vor allem bleibt so mehr Zeit für Dinge, die mir wichtiger sind als Haare (und davon gibt es eine ganze Menge!).

  • Kamm – dieses grobzinkige Exemplar ist aus geöltem Buchenholz und schnell durch die Haare gezogen oder in die Tasche gesteckt. Ich habe ihn aus dem Reformhaus und nutze ihn täglich.
  • Alepposeife – dieses Stück ist zwar schon stark angewaschen, tut aber noch immer ihren Dienst. Hier mein Post zum Thema Alepposeife und Haare. Die Seife kaufen wir im Bioladen.
  • Bürste – Diese Wildschweinborstenbürste (was für ein herrliches Wort!) mit Birnbaumgriff ist nicht täglich im Einsatz, sorgt aber für wunderbaren Glanz und brav glatt liegendes Haupthaar, wenn ich dazu komme. Ich habe sie im Bioladen gekauft, sie ist von Kostkamm, andere Bürstenmacher wie Redecker verkaufen sowas auch.
  • Haarbutter – ich nehme meine selbstgemachte, die für starke Spitzen und etwas Glanz sorgt (allerdings ziemlich selten, weil ich sie immer vergesse). Hier das Rezept.
  • Schere – ich habe mir eine gute Haarschneideschere besorgt, mit der ich mir nach der Feye’schen Methode ungefähr einmal im Jahr die Haare schneide. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Wenn ich mal nicht zum Waschen komme, mache ich mein selbstgemachtes Trockenshampoo schon lange nicht mehr (aber wer das Rezept sucht, schaut mal hier). Stattdessen nehme ich einfach Speisestärke. Manchmal zu viel. Dann sehe ich aus wie eine Oma, die vergessen hat, ihren Ansatz nachzufärben. Also nicht zu viel nehmen und wirklich gut rausbürsten!

Wir haben seit Jahren keinen Fön und einen Lockenstab hatte ich eh nie. Mir reichen die oben genannten Basics – die ich eigentlich auch auf Seife, Schere und Kamm reduzieren könnte.
Was sind eure natürlichen Lieblinge der Haarpflege? Natron, nur Wasser, nichts als Spülung oder lieber Shampoo aus Kastanien, Seifenkraut oder Efeu? Schreibt es gern unten in die Kommentare.

Hefepastete ohne Kokosöl selber machen

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Dies ist mein zweites Rezept für selbstgemachte Hefepaste. Mein Ursprungsrezept (hier) war zwar vom Endprodukt etwas fester, aber ich möchte jetzt vom Kokosöl wegkommen und auf regionale Varianten zurückgreifen. Entstanden ist eine Paste, die den gekauften Hefepasteten aus dem Bioladen geschmacklich noch näher kommt, allerdings eher die Konsistenz von festem Joghurt hat. Ich mag sie sehr gern, und ihr könnt sie beliebig abwandeln und erweitern. In obigem Foto habe ich eine Handvoll schwarze Oliven beigemengt.

Der Brotaufstrich ist vegan, glutenfrei, eifrei, plastikfrei, günstig und schnell in der Herstellung und ziemlich lecker.

Ihr braucht:

200 Gramm Wasser

50 Gramm Sonnenblumenöl

300 Gramm gekochte Kartoffel

100 Gramm Zwiebel, klein geschnitten

1-2 TL Kräutersalz oder gekörnte Gemüsebrühe

100 Gramm Hefeflocken

Die Zwiebelstückchen in etwas Öl leicht anbraten, mit allen anderen Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab zermusen. Weitere Zutaten (Kräuter, Gewürze, Antipasti, Tomatenmark, Ajvar…) nach Lust und Laune untermischen.

Die Paste lässt sich gut einfrieren, kann aber beim wieder Auftauen eine leicht andere (festere) Konsistenz bekommen.

Seife: warum ich nicht mehr selber siede

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Im Lauf des Selbermachens habe ich mich mit verschiedenen Siedeverfahren auseinandergesetzt und richtige Berge an selbst gesiedeter Seife hergestellt – häufig aus Fetten und Ölen, die aus der Lebensmittelrettung stammten. Wer sich auch mit der Herstellung von Seife beschäftigen möchte, dem sei Vorsicht, Sorgfalt und diese Seite ans Herz gelegt: http://www.naturseife.com.

Es hat mir wirklich großen Spaß gemacht und es war auch schön, immer mal eine neue Seife verschenken zu können, trotzdem habe ich, nachdem ich den Rest der Lauge aufgebraucht habe, nicht vor, die Seifenproduktion weiter zu betreiben. Warum nicht?

Sicherheit

In den letzten 3 Jahren, seit ich diesen Blog betreibe, haben wir immer mehr Giftstoffe aus dem Haus verbannt. Es ist geradezu gruselig, mit kleinen Kindern und Haustieren soetwas ätzendes wie Seifenlauge im Haus zu haben, zumal beim Sieden auch einmal ein Spritzer daneben gehen kann und unbedingt jeder noch so winzige Krümel danach wieder weggeputzt werden muss. Einmal habe ich mir auch die nötige Ruhe nicht gegönnt und habe vor lauter geistiger Umnachtung im Alutopf die Lauge angerührt – die ganze Küche war in null komma nix voll mit beißendem Qualm und anschließend hingen überall die Aluminiumsalzkristalle, gruselig! Da eliminiere ich lieber solche Gefahrenquellen (auch wenn mir soetwas sicher nicht nochmal passiert).

Abfall

Laugenstein bekommt man nur in Plastikverpackungen und zwar durchaus auch in Großgebinden, aber häufig nicht einmal im recyclingfähigen Behälter. Dazu kommen Glasflaschen und Schraubgläser, die zwar recyclet werden können, die man aber auch erstmal wieder wegbringen muss.

Kosten

Wenn schon, denn schon: ich habe, wenn ich Fette und Öle zum versieden gekauft habe, auf Fette in Bioqualität und ohne Plastikverpackung geachtet. Das kann ziemlich teuer werden – zumal ich gern mit ätherischen Ölen gearbeitet habe, um den Seifen einen feinen Duft zu verleihen, und diese in hoher Qualität auch sehr teuer sein können. Hochgerechnet ist es so wesentlich günstiger eine schöne Seife im Reformhaus, auf dem Markt oder im Bioladen zu kaufen.

Zeitaufwand

Der zeitliche Aufwand für das Sieden hält sich zwar im Rahmen, ein Paar Stunden und die nötige Ruhe braucht man allerdings schon, um alles vorzubereiten, zu sieden und anschließend alles wieder zu reinigen.

Lagerraum

Töpfe, Pürierstab, Thermometer, Gummihandschuhe, Augen- und Mundschutz, Formen, Laugen, Fette, Düfte, Rohseifen und nicht zuletzt die anfallenden Seifenberge wollen irgendwo gelagert werden. Wir hätten zwar den Platz, nutzen ihn aber lieber anderweitig.

Alepposeife

Wie ich bisher in diesem Post erwähnt habe, waschen wir uns mit Alepposeife die Haare. Wir verwenden sie aber auch für Hände, Gesicht, Körper, selbstgemachtes Waschmittel und fürs selbstgemachte Wollwaschmittel. Alepposeife kann man nahezu verpackungsfrei (mit recyclebarer Papierbanderole) im Bioladen kaufen und es ist an Fetten bloß Olivenöl drin (wichtig für uns Palmölboykottierer) – und manchmal ein Anteil Lorbeeröl. Eine andere Seife brauchen wir nicht, diese reicht uns vollkommen.

Nichtsdestotrotz: das Sieden war eine tolle Erfahrung und hat mir ein Stück Alltag – das benutzen von Seife – wieder etwas weniger selbstverständlich gemacht. Da zahle ich auch gern den Preis, den eine gute Seife verdient hat.

Selbstgemachtes Zahnpuder: unser Favorit

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Hier mal wieder ein Zahnpflegepost. In den letzten 3 Jahren haben wir schon vieles ausprobiert: von reinem Birkenzucker bis hin zu selbstgemachter Zahnpasta (die Rezepte findet ihr hier und hier) und selbstgemachtem Zahnpuder. Diese einfache Mischung aus zwei Zutaten hat sich allerdings bei uns bewährt, ist plastikfrei und putzt die Beißer gut sauber. Die Idee habe ich von C. und G. Danke dafür!

Zunächst ein Paar Worte zu meinen verwendeten Inhaltsstoffen. Natürlich kann man Zahnpuder auch sehr einfach anders herstellen, etwa aus Natron und Stevia. Ich habe mich allerdings für folgende Zutaten entschieden.

Birkenzucker

Birkenzucker (auch als Xylit oder Xylitol bekannt) ist ein natürlicher Zuckerausstauschstoff (kein Süßstoff), der den Zahnschmelz stärken, die Bildung von Plaque und Karies verhindern und die Mundflora verbessern soll (Quelle). Es schmeckt ähnlich süß wie der normale Haushaltszucker, meines Erachtens aber etwas frischer. Bitte achtet beim Kauf auf ein reines Naturprodukt ohne Gentechnik. Wir bekommen unseren Birkenzucker im Bioladen in einem netten Schraubglas für 3,99 (was zunächst teuer klingt, aber ewig vorhält).

Schlämmkreide

Ob man Schlämm- bzw. Heilkreide zum Zähne putzen verwenden mag, ist eine subjektive Angelegenheit. Es sei gesagt dass Schlämmkreide als Naturprodukt neben Kalkschalen auch Silizium- und Aluminiumoxide enthält, die Kratzer im Zahnschmelz verursachen können (Quelle). Schlämmkreide hat an und für sich eine Mohshärte von 3 (Quelle), wobei der Zahnschmelz eine Mohshärte von 5 hat (Quelle) und kann in seiner Reinform dem Zahnschmelz nichts anhaben. Wer die Problematik umgehen möchte, greift zum chemisch hergestellten Kalziumkarbonat (auch PCC bzw. Calcium carbonicum praecipitatum genannt) stattdessen, welches man in der Apotheke bekommt. Beide sorgen für einen milden, gründlichen Putzeffekt.

Hier nun das Rezept.

Ihr braucht:

1 gehäufter Teelöffel Schlämmkreide oder Kalziumkarbonat

1 gehäufter Teelöffel Birkenzucker

Beide Zutaten in ein Glas oder eine Dose geben, schließen, gut schütteln. Mit einem kleinen Löffel auf die feuchte Zahnbürste auftragen (wir benutzen diese veganen Holzzahnbürsten) und wie gewohnt putzen.

Wie immer gilt: Ich bin kein Arzt und behaupte auch nicht, einer zu sein. Ich teile hier bloß meine Erfahrungen und übernehme keine Haftung für Nebenwirkungen oder Schäden. Ob ihr meine Alternativen übernehmt, ist gänzlich euch überlassen und in eurer Verantwortung.

Holzbutter selber machen

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Im Dezember haben wir mit Hilfe meines selbstgemachten Möbelwachses die Spielküche unseres Sohnes wunderbar behandeln können. Die Küche besteht zum Großteil aus Fichte; dafür hat die Olivenöl-Bienenwachsmischung ganz wunderbar funktioniert, da Fichte ein Weichholz ist und sich mit dem Wachs schön vollgesogen hat. Will man allerdings Hartholz behandeln, kann die Oberfläche durch das Olivenöl furchtbar klebrig werden. Da zieht die Rezeptur nicht so gut ein. Diese Holzbutter ist für die Harthölzer gedacht, die ihr gegen Feuchtigkeit schützen möchtet. Funktioniert abr auch für Weichholz. Spielsachen und Möbel, Kochlöffel, Frühstücksbrettchen, Schalen und andere Küchentuntensilien aus Holz werden so zu neuem Leben erweckt. Vielleicht hat sie ein gutmeinender Besucher mal in die Spülmaschine getan? Keine Bange, wenn es nicht zu oft geschieht kann diese Holzbutter alles wieder richten. Wir werden damit auch unsere neue Küche samt Arbeitsflächen behandeln, die wir gerade aus Buchenholz bauen. Olivenholz und Eiche freuen sich besonders über diese Holzbutter.

Ihr braucht:

20 Gramm Bienenwachs

100 Gramm Kokosöl

Beide Zutaten in einen Topf geben, auf niedriger Hitze schmelzen lassen, abkühlen lassen. Mit einem Baumwoll- oder Leinentuch sparsam auf die zu behandelnden Holzflächen auftragen. Lieber zwei dünne Schichten auftragen, als eine Dicke! Überschüssige Holzbutter könnt ihr allerdings auch gut mit einem trockenen Tuch abwischen.

So sah unser Pfannenwender aus Olivenholz vorher aus:

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Und so nach der ersten Behandlung:

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… Wellness für Holzutensilien bedeutet: immer wieder mal nachbehandeln.

Danke, lieber Nikolaus!

UntitledIch wünsche euch einen schönen Nikolaustag! Unserem Kleinen haben wir dieses Jahr eine selbstgenähte Spielmatte in den Stiefel gesteckt. Bauernhof, Zoo, Wildgehege, damit lässt sich so einiges Nachspielen, auch unterwegs. Alle Stoffreste wurden uns kostenlos weitergegeben, darauf steht altes Spielzeug von uns, seinen Eltern – das nenne ich eine sinnvolle Ökobilanz. Unser Sohn ist begeistert, und der Geldbeutel sowieso (wir haben gerade einmal das Nähgarn im Bild bezahlt – und die Miete für die Fliesen, lach).

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Wir sind nicht dogmatisch und kaufen auch schon mal was Neues, aber dann achten wir auf Qualität – wer weiß, an wen es noch weitergegeben wird… für mich gab es ätherische Öle und eine Erweiterung zu einem schönen Kartenspiel, für meinen Mann Rasierseife und eine gebraucht gekaufte DVD. Selbstgemachte Schokolade, (Trocken-)Obst und Plätzchen gibt es nachher. Was habt ihr Schönes in die Stiefel gesteckt, oder gesteckt bekommen?

Badebomben ohne Fett selber machen

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Der Adventskranz ist gebunden, die letzten Säckchen des Adventskalenders gefüllt – zum Beispiel mit diesen kleinen sprudelnden Badebomben. Im Gegensatz zu den reichhaltigen Badebomben aus einem ältern Post (hier) kommen diese ohne Fett aus, was eine weniger glitschige Wanne und trotzdem gepflegte Haut bedeutet. Der Vorteil ist, dass sie im Gegensatz zu den fetthaltigen sehr schnell trocknen und dadurch als Last-Minute-Geschenk schnell zu machen sind. Ich habe sie nicht gefärbt und bloß mit etwas ätherischem Lavendelöl beduftet, sie sind super einfach herzustellen und man braucht kaum Zutaten.

Es gilt das Prinzip Ehre, wem Ehre gebührt, also bekommt ihr hier statt einer genauen Anleitung nur den Link zum Urheber: Klick

Viel Spaß damit!

 

Adventskranz selber binden

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Übermorgen ist schon der erste Advent. Höchste Zeit, Plätzchen zu backen, die Adventskalender fertig zu machen und einen Adventskranz zu binden. Noch nie gemacht? Nur Mut, es ist nicht schwer und zudem eine schöne Einstimmung auf die herannahende Weihnachtszeit.

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Ihr braucht:

Etwas Blumendraht

Einen stabilen Kranz oder Ring aus Holz, Stroh oder Ähnlichem

Tannengrün (gekauft oder vom Nachbarn gemopst)

Deko (Kerzen, Schleifen, Tannenzapfen, Borkenstücke, Filzwichtel…)

Evtl. eine Kneifzange

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Das Ende des ersten Zweiges mit Draht fixieren und gut festziehen. Dabei darauf achten, dass die Nadeln nicht plattgedrückt werden. Der Draht sollte nach Möglichkeit immer zwischen den Nadeln gewickelt sein, damit er hinterher nicht so zu sehen ist.

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Das nächste Zweiglein wird so angesetzt, dass der Ring runderheum bedeckt ist, und wird ebenfalls mit Draht fixiert. ich mag es, wenn der Kranz etwas nach Wildwuchs aussieht, knipse aber die kleinen störrischen Zweiglein auch mal dabei ab. Nun immer neue Zweige ansetzen, bis der Kranz fertig ist. Dabei darauf achten, dass die abgeschnittenen Enden immer schön untergesteckt werden.

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Zuletzt noch ein wenig die Nadeln unter dem Draht hervorzuppeln und daran herumdrücken, bis der Kranz eine schöne Form hat.

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Jetzt könnt ihr den Kranz dekorieren – mit selbst gegossenen Kerzen etwa. Ich wünsche euch einen fröhlichen ersten Advent!

 

Kerzen selber gießen

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Advent naht, und der Adventskranz will gebunden werden. Schade nur, dass die dicken Bienenwachskerzen so kostspielig sind. Für mich wieder ein klarer Fall von: selber machen. Da ich wunderbarerweise diesen Goldbarren neulich beim Imker erstanden habe, stand dem auch nichts im Wege. Ein nettes Nachmittagsprojekt, auch für Kinder. Natürlich geht auch Stearin oder Paraffin, aber ich halte lieber Abstand zu herkömmlichem Kerzenwachs.

Ihr braucht:

Bienenwachs (vom Imker)

Formen (ich habe kleine Gläser genommen)

Docht (vom Imker)

Topf oder Glas im Wasserbad

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Das Bienenwachs zerkleinern und im Wasserbad zum schmelzen bringen. Das kann je nach Größe der Wachsstücke etwas länger dauern.

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(Danke Rike, für das schöne Honigglas!)

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Sobald das Wachs geschmolzen ist, nehmt ihr ein ausreichend langes Stück Docht für eure Form und klebt das Ende mit etwas Bienenwachs in der Mitte des Bodens fest.

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Dann gießt ihr die Form einfach voll, achtet aber darauf, dass der Docht mittig bleibt.

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Wenn die Kerze fest geworden ist, könnt ihr sie ganz einfach herausziehen, oder im Glas lassen. Wie man Kerzen zieht – etwa für den Weihnachtsbaum -, zeige ich euch auch bald.