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Schokoladenaufstrich selber machen

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Als unser Kleiner noch ganztags zuhause war, hat er nicht nach Süßem gefragt. Schließlich kannte er es kaum. Als Eltern eines Kindergartenkindes hat man es da schon schwieriger. Die kleinen Racker linsen sich dann schonmal gegenseitig in die Frühstücksdosen, stellen Fragen, sind neugierig. Weil ich unsere Kinder nicht auf den Geschmack des Schoko-Nuss-Brotaufstrichs mit „N“ bringen möchte, hier unser Kompromis. Abfallfrei, aus wenigen Zutaten in Sekunden hergestellt, gesund und lecker. Der Aufstrich schmeckt auch als Dip oder in Naturjoghurt hineingerührt.

Ihr braucht:

2 Bananen, schön reif

2 gestrichene Esslöffel Backkakao

Nach Belieben 1 Teelöffel Honig oder Apfeldicksaft

Alle Zutaten mit der Gabel zerdrücken oder mit dem Pürierstab zermusen. Ihr könnt den Aufstrich gut mit Zimt, Vanille oder Orangenschale verfeinern. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von wenigen Tagen verbrauchen.

Hefepastete ohne Kokosöl selber machen

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Dies ist mein zweites Rezept für selbstgemachte Hefepaste. Mein Ursprungsrezept (hier) war zwar vom Endprodukt etwas fester, aber ich möchte jetzt vom Kokosöl wegkommen und auf regionale Varianten zurückgreifen. Entstanden ist eine Paste, die den gekauften Hefepasteten aus dem Bioladen geschmacklich noch näher kommt, allerdings eher die Konsistenz von festem Joghurt hat. Ich mag sie sehr gern, und ihr könnt sie beliebig abwandeln und erweitern. In obigem Foto habe ich eine Handvoll schwarze Oliven beigemengt.

Der Brotaufstrich ist vegan, glutenfrei, eifrei, plastikfrei, günstig und schnell in der Herstellung und ziemlich lecker.

Ihr braucht:

200 Gramm Wasser

50 Gramm Sonnenblumenöl

300 Gramm gekochte Kartoffel

100 Gramm Zwiebel, klein geschnitten

1-2 TL Kräutersalz oder gekörnte Gemüsebrühe

100 Gramm Hefeflocken

Die Zwiebelstückchen in etwas Öl leicht anbraten, mit allen anderen Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab zermusen. Weitere Zutaten (Kräuter, Gewürze, Antipasti, Tomatenmark, Ajvar…) nach Lust und Laune untermischen.

Die Paste lässt sich gut einfrieren, kann aber beim wieder Auftauen eine leicht andere (festere) Konsistenz bekommen.

Selbstgemachtes Zahnpuder: unser Favorit

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Hier mal wieder ein Zahnpflegepost. In den letzten 3 Jahren haben wir schon vieles ausprobiert: von reinem Birkenzucker bis hin zu selbstgemachter Zahnpasta (die Rezepte findet ihr hier und hier) und selbstgemachtem Zahnpuder. Diese einfache Mischung aus zwei Zutaten hat sich allerdings bei uns bewährt, ist plastikfrei und putzt die Beißer gut sauber. Die Idee habe ich von C. und G. Danke dafür!

Zunächst ein Paar Worte zu meinen verwendeten Inhaltsstoffen. Natürlich kann man Zahnpuder auch sehr einfach anders herstellen, etwa aus Natron und Stevia. Ich habe mich allerdings für folgende Zutaten entschieden.

Birkenzucker

Birkenzucker (auch als Xylit oder Xylitol bekannt) ist ein natürlicher Zuckerausstauschstoff (kein Süßstoff), der den Zahnschmelz stärken, die Bildung von Plaque und Karies verhindern und die Mundflora verbessern soll (Quelle). Es schmeckt ähnlich süß wie der normale Haushaltszucker, meines Erachtens aber etwas frischer. Bitte achtet beim Kauf auf ein reines Naturprodukt ohne Gentechnik. Wir bekommen unseren Birkenzucker im Bioladen in einem netten Schraubglas für 3,99 (was zunächst teuer klingt, aber ewig vorhält).

Schlämmkreide

Ob man Schlämm- bzw. Heilkreide zum Zähne putzen verwenden mag, ist eine subjektive Angelegenheit. Es sei gesagt dass Schlämmkreide als Naturprodukt neben Kalkschalen auch Silizium- und Aluminiumoxide enthält, die Kratzer im Zahnschmelz verursachen können (Quelle). Schlämmkreide hat an und für sich eine Mohshärte von 3 (Quelle), wobei der Zahnschmelz eine Mohshärte von 5 hat (Quelle) und kann in seiner Reinform dem Zahnschmelz nichts anhaben. Wer die Problematik umgehen möchte, greift zum chemisch hergestellten Kalziumkarbonat (auch PCC bzw. Calcium carbonicum praecipitatum genannt) stattdessen, welches man in der Apotheke bekommt. Beide sorgen für einen milden, gründlichen Putzeffekt.

Hier nun das Rezept.

Ihr braucht:

1 gehäufter Teelöffel Schlämmkreide oder Kalziumkarbonat

1 gehäufter Teelöffel Birkenzucker

Beide Zutaten in ein Glas oder eine Dose geben, schließen, gut schütteln. Mit einem kleinen Löffel auf die feuchte Zahnbürste auftragen (wir benutzen diese veganen Holzzahnbürsten) und wie gewohnt putzen.

Wie immer gilt: Ich bin kein Arzt und behaupte auch nicht, einer zu sein. Ich teile hier bloß meine Erfahrungen und übernehme keine Haftung für Nebenwirkungen oder Schäden. Ob ihr meine Alternativen übernehmt, ist gänzlich euch überlassen und in eurer Verantwortung.

Hefepastete selber machen

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Ich bin auch als Gelegenheitcarnivor ein Fan von veganer Hefepastete. Lecker, gesund, und eine schöne Abwechslung aufs Brot. Ich bin allerdings kein Fan von dem, was man in Geschäften findet: Kleine Töpfchen aus Plastik oder Aluminium zu Höchstpreisen, zumeist mit Palmöl als Hauptzutat. Kaufen? Nö. Aufstriche selber machen! Das hier ist eine Art Basisrezezept. Schmeckt, kann aber gern aufgepeppt werden durch Gewürze, Kräuter, Oliven, Antipasti, gebratenes Gemüse, Senf, Sojasoße, Ajvar, Tomatenmark, Pesto…

Ihr braucht:

100 Gramm Kokosöl (evtl. desodoriert)

100 Gramm Zwiebel(n)

1 leicht gehäufter Teelöffel gekörnte Gemüsebrühe (ich nehme meine selbstgemachte)

2 mittelgroße, gekochte Kartoffeln (etwa vom Vortag)

150 Milliliter Wasser

40 Gramm Hefeflocken (die von Dr. Ritter sind bloß in Pappe verpackt)

 

Die Zwiebeln schneiden und im Öl anbraten. Die Kartoffeln würfeln, dann alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Püreristab zermusen. Warten, bis die Pastete fest wird. Ungeduldige stellen sie in den Kühlschrank, sehr Ungeduldige kurz ins Gefrierfach. Gekühlt aufbewahren und innerhalb von drei Tagen aufbrauchen (oder einfrieren).

Tipp: wem Kokosöl zu teuer ist oder wer es nicht bekommen kann, ausserdem kein Veganer ist, der kann stattdessen Ghee nehmen (hier meine Anleitung zum selber machen).

Spülung selber machen

Wer meine Anleitungen für selbstgemachte Shampoos kennt (hier, hier und hier) vermisst vielleicht noch die selbstgemachte Spülung dazu. Da ich aber lieber auf altbewährte Hausmittel wie Apfelessig, Kamillentee (bei hellem Haar) oder Schwarztee (bei dunklem Haar) zurückgreife oder einfach nach dem duschen etwas selbstgemachte Haarbutter in die Spitzen reibe, ist eine selbstgemachte Spülung bisher nicht dabei gewesen.

Es gibt viele selbstgemachte Spülungen: aus Eiern oder Bier, aus Avocados, Joghurt, Kokosöl oder Tees. Viele sind allerdings nicht gerade alltagstauglich, und zum schnellen Duschen im schwimmbad weniger geeignet. Dafür empfehle ich die nachfolgende Spülung zum selber machen – nehmt nur wenig davon und probiert mit den Mengen herum, bis ihr das für euch richtige Mischverhältnis raushabt. Ihr könnt es in einer kleinen Dose oder in einem alten Probenfläschchen aufbewahren, es hält sich allerdings nur ca. 1 Woche, wenn ihr selbstgemachtes Aloe-Vera-Gel verwendet (ansonsten gut 3 Wochen, vor allem wenn ihr es im Kühlschrank lagert). Ich empfehle euch, kleine Mengen anzurühren, dann bleibt es länger frisch.

Ihr braucht:

1 Esslöffel Honig
1 Esslöffel Aloe-Vera-Gel
1 Esslöffel Olivenöl, Mandelöl oder Avocadoöl

Alle Zutaten in einer Rührschüssel gut mit dem Schneebesen oder Pürierstab vermengen, fertig. wer mag kann noch ein Paar Tropfen ätherisches Öl hineingeben (z.B. Lavendel und Zitrone). Wie gehwohnt nach dem Waschen in die Längen geben, kurz einwirken lassen und ausspülen.

Fruchtige Paprikasuppe selber machen

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Die Tage werden kälter – und ich finde, nach einem schönen Herbstspaziergang ist eine warme Suppe genau das Richtige! Diese hier kochen wir häufiger, vielleicht schmeckt sie euch ja auch so gut?

Ihr braucht:

3 Gemüsepaprika
1 Apfel
1 kleine Zwiebel
3 Knoblauchzehen
200 Milliliter Sahne oder Sojasahne
300 Milliliter Rotwein
2 Esslöffel Ghee oder Kokosöl
350 Gramm passierte Tomaten
2 Esslöffel Basilikum
2 Esslöffel gekörnte Gemüsebrühe
2 Teelöffel Paprika Edelsüß
Nach Belieben Cayennepfeffer

Zwiebeln, Knoblauch und Apfel schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Paprika waschen, putzen, in grobe Stücke schneiden und im Fett anbraten, bis sie leicht braun ist. Zwiebeln, Knoblauch und Äpfel sowie 200 Milliliter Wasser hinzugeben und 10 Minuten auf mittlerer Hitze kochen lassen. Die restlichen Zutaten hineingeben, pürieren und einmal kurz aufkochen lassen.

Guten Appetit! Dazu schmeckt Knoblauchbrot und ein Glas Rotwein.

Tipp: lässt sich auch gut einfrieren.

Hummus selber machen

Ich mag Hummus sehr gern: als Dip zu Gemüse, in Wraps, Pitas oder Fladenbrot. Am kalten Buffet kommt es auch immer gut an; es gibt tausen Rezepte da draussen, und dies ist meins. Eine Bekannte rief einmal: „du machst das beste Hummus der Welt!“. Vielleicht schmeckt es euch ja auch? Mit Kichererbsen für die Extraportion Proteine für euch Vegetarier und Veganer da draussen.

 

Ihr braucht:

Eine große oder zwei kleine Dosen Kichererbsen, abgetropft (ca. 500 Gramm Kichererbsen)

3 Esslöffel Sesampaste (Tahin, Tahina)

250 Milliliter Olivenöl

2 Zehen Knoblauch

2 gestrichene Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)

3 Esslöffel Zitronensaft

1 gestrichener Teelöffel Salz

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Den Knoblauch grob hacken und mit allen anderen Zutaten im Mixer oder mit dem Pürierstab zermusen. Hält sich im Kühlschrank gut eine Woche, bei uns ist es immer schon nach kurzer Zeit aufgegessen. Es lässt sich allerdings auch gut einfrieren.

Tipp: wer weniger Öl nehmen mag, ersetzt einen Teil davon durch Joghurt.

Ghee selber machen

Nach vielen Posts ohne Fotos jetzt endlich wieder ein Paar mehr!…

Ghee ist für die indische Küche geradezu unerlässlich; doch auch zum Backen und Braten von Gerichten, welche Butterreinfett fordern, ist dies ein guter Ersatz. Da es auch nahezu laktosefrei ist, können viele Menschen mit einer Laktoseintoleranz so vom karamellisierten Buttergeschmack profitieren (es sei denn, diese Intoleranz ist sehr stark). Da Ghee recht teuer sein kann, folgt hier eine Anleitung zum selber machen. Ich habe keine Mengenangaben gemacht, doch aus 250 Gramm Butter gewinnt ihr so ca. 180 Gramm Ghee.

Ihr braucht:

Butter
Einen Topf
Ein Sieb
Ein dünnes Geschirrtuch

Die Butter in den Topf geben und auf niedriger Stufe schmelzen lassen.

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So lange köcheln lassen, bis sich große Balsen an der Oberfläche bilden. Hier entweicht das restliche Wasser aus der Butter.

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Nun, nach ca. 10 Minuten, werden die Blasen immer kleiner, der Schaum auf der Butter dichter. Nun den Topf vom Feuer nehmen…

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… Und das Ghee durch das Geschirrtuch abseihen. Die Flüssigkeit auffangen, in ein Schraubglas geben und abkühlen lassen.

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Es hält sich zwar auch ganz gut außerhalb des Kühlschranks, doch ich stelle es lieber kühl, wo es fest bleibt. Innerhalb von 2 Wochen verbrauchen.

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Einfach lecker: Möhrensalat

Ich liebe diesen einfachen, schnellen Salat. Er hält sich lange frisch, ist ideal für warme Tage, als Beilage oder gern gesehener Buffetbeitrag.

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Ihr braucht:

1 Apfel
4-6 Mohrrüben
1 Esslöffel Leinöl oder Walnussöl
1 Teelöffel Zitronensaft oder Apfelessig
1 Esslöffel Apfelsaft
Salz und Pfeffer
Reibe

Die Möhren und den Apfel reiben. Das Öl, die Säure, den Saft und Salz und Pfeffer nach Belieben drunterheben, fertig! Schmeckt auch Kindern gut.

Tipp: dazu schmecken Sauerteigbrot und selbstgemachter Ricotta.

Rosenöl aus frischen Blüten selber machen

Fangen wir den Sommer ein!

Hier habe ich bereits geschrieben, wie man aus getrockneten Rosenblüten Rosenöl herstellt und wie man das Öl verwenden kann. Nun, da die Tage heiß sind und die Rosen sich wonnig in den Sonnenstrahlen räkeln, ist eine gute Zeit, aus den frischen Blüten Öl anzusetzen.

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Wer selbst keinen Garten hat, kann Nachbarn, Freunde oder Verwandte danach fragen. Keine Blumen aus dem Geschäft verwenden, diese sind nicht lebensmitteltauglich und mit Pestiziden behandelt!

Ihr braucht:

Die gewaschenen, abgetropften Blütenblätter von 6-8 Rosen (über Nacht auf einem Handtuch antrocknen lassen)
500 Milliliter Sesam- Mandel- oder Sonnenblumenöl
2 Wochen Geduld oder einen Topf
Ein großes Weckglas

1. Methode – wenn man 2 Wochen Zeit hat:

Das Öl in einen Topf geben und leicht erwärmen. Die Blüten in das Weckglas geben und mit dem warmen Öl übergießen. Das Gemisch mit einem Holzlöffel rühren und darauf achten, dass alle Blüten mit Öl bedeckt sind. Das Glas verschließen und 2-4 Wochen an einen durchgängig warmen Ort stellen (Fensterbänke werden Nachts zu kalt). Anschließend das Öl durch ein Küchentuch abseihen und in Flaschen füllen.

2. Methode – wenn man 2 Stunden Zeit hat:

Das Öl und die Blüten in das Glas geben. In einen mit heißem Wasser gefüllten Topf (= Wasserbad) stellen und auf niedrigster Stufe 2 Stunden durchziehen lassen (nicht kochen). Alle halbe Stunde mit einem Holzlöffel durchrühren und nachsehen, ob noch genug Wasser im Topf ist. Anschließend das Öl durch ein Geschirrtuch abseihen und in Flaschen füllen.

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