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Yogamatte ohne Plastik

 

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Ich freue mich riesig über eine neue Errungenschaft in unserem Haushalt: ich mache einiges an Sport zuhause, habe aber aus lauter Trotzigkeit immer mit einem dicken Handtuch oder einem Badvorleger als Unterlage vorlieb genommen, auch wenn die rutschten, zu kurz waren oder einfach unbequem. Yoga- oder Sportmatten ohne Plastik sind wohl kaum zu bekommen, dachte ich. Dann bin ich aber doch fündig geworden, und habe mir mal was gegönnt: eine Yogamatte aus Bio-Wolle und einer Schicht Naturlatex untendrunter, damit nichts wegrutscht. Damit ist sie auch 100% kompostierbar. Beim Zelten werde ich sie als Isomattenersatz benutzen. Ich bin begeistert.

Thermoskanne ohne Plastik

Da mich das Thema Plastikvermeidung schon länger beschäftigt, es manchmal aber wirklich schwierig ist, sinnvolle Lösungen und Alternativen zu finden, ohne dann gleich auf Silikon oder Aluminium zurückgreifen zu müssen, habe ich seit einer ganzen Weile auf eine Thermoskanne verzichtet.

Ein Milchfläschchen in einer dicken Wollsocke verpackt bleibt länger warm, oder man wärmt einen Roggensack oder Kirschkernkissen an und legt es um einen Kochtopf, damit der Inhalt länger warm bleibt. Da wir aber viel unterwegs sind – auch beruflich – und die Sockenlösung nur kurzfristig warm hält, musste eine andere Lösung her, um Tee oder Suppe warm zu halten.

Thermoskannen sind ja vomPrinzip her eine großartige Erfindung, allerdings sind sie kaum auslaufsicher, plastikfrei, kostengünstig, stabil und wirklich zuverlässig zu bekommen. Ausserdem – der Geschmack von Tee aus diesem spröden Plastikbecher… Hmpf. Wir haben uns letztenendes für einen Kompromiss entschieden: teuer, mit einem Deckel aus Plastik, aber immerhin BPA-frei, Alu-frei, Blei-frei, mit lebenslanger Garantie und aus Edelstahl – das Plastik ist übrigens nur aussen dran und kommt nicht mit der Nahrung oder dem Getränk in Berührung: die Thermoskanne der Firma Klean Kanteen.

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Die Flasche hält tatsächlich was sie verspricht: 6 Stunden warm bzw. richtig heiß halten und bis zu 24 Stunden kalt. Da kann auch der nächste Zelturlaub kommen.

Wenn es mal etwas mehr sein sollte, verlassen wir uns immer noch auf den alten Henkelmann meiner Mutter aus den 70er Jahren. Hier ist immerhin die Hauptkomponente Glas, und er tut noch treu seinen Dienst.

Wie haltet ihr nachhaltig Essen und Getränke warm oder kalt?

Was ist Silikon?

Wie ihr in meinen vorigen Posts nachlesen könnt, bin ich kein Fan von unnatürlichen Materialien – allen voran Plastik – und selbst bei manchen natürlich vorkommenden Substanzen wie Aluminium durchaus skeptisch.

Heute möchte ich Silikon genauer unter die Lupe nehmen. Silikon ist nämlich ein Zwischending:

„Aufgrund ihres typisch anorganischen Gerüsts einerseits und der organischen Reste andererseits nehmen Silikone eine Zwischenstellung zwischen anorganischen und organischen Verbindungen ein […]“ –Quelle

Silikon besteht aus sogenannten Siloxanen und ist heutzutage ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden: Dichtungen, Shampoo, Backformen, Implantate, Cremes und Kosmetika, Schnuller. Dass Silikone (an der Endung -one zu erkennen) schlecht fürs Haar sind, hat sich mittlerweile herumgesprochen; oft ist auch von mangelhaften Brustimplantaten die Rede. Doch was hat der halbnatürliche Stoff noch für Auswirkungen auf Mensch und Umwelt?

„Der meiste Siloxan-Kontakt bei Menschen findet über Körperpflegemittel statt. Durch Eincremen der Haut oder die Haarpflege gelangen Siloxane durch die Haut ins menschliche Blut. […] Zusätzlich werden Siloxane auch durch Einatmen aus der Luft aufgenommen. […] die Daten zur Umwelt-Gefährdung durch Siloxane sind spärlich und beruhen teilweise nur auf Modellen. Dadurch ist die Abschätzung möglicher Gefahren für die Umwelt schwierig. Es ist aber davon auszugehen, dass insbesondere die zyklischen Siloxane besonders langlebig sind, was ihnen die Möglichkeit gibt, auch weite Strecken zu überwinden. Außerdem können sie sich in biologischem Gewebe anhäufen, was beispielsweise beim Kabeljau bereits nachgewiesen wurde.“ –Quelle

Also wieder ein Stoff, der auf den Markt geworfen und groß vermarktet wird bevor es irgendwelche handfesten Studien, etwa zur Langzeitwirkung, gibt. Grrr. Meine Empfehlung: reduzieren, wenn es nicht ganz zu vermeiden ist – etwa als Fugendichtung im Bad. Auf Silikone in der Körperpflege (gerade bei Kindern) ganz verzichten – in der Blutbahn kann das nicht gut sein. Silikonformen nicht zum backen nehmen und diese etwa zum Rasierseife machen oder Schokolade herstellen gebraucht kaufen, um deren Produktion nicht unnötig zu unterstützen.

Tipp: Silikon ist recyclebar und sollte über die gelbe Tonne entsorgt werden.

Wie handhabt ihr es mit dem Silikon?

Wischen: Possible

In den 90er Jahren war Flanell präsenter als heute: Schlafanzüge, Holzfällerhemden, Bettwäsche. Warm und weich wars. Damals… heute findet man kaum noch was aus dem flüschigen Baumwollstoff. Ist es Zeit für ein Revival? Kann ich euch nicht sagen, in Modefragen kann ich immer nur hilflos mit den Schultern zucken. Aber: Flanellwachlappen sind toll!

Ursprünglich haben wir sie nur als wiederverwendbare Feuchttücher beim Wickeln besorgt, aber die weichen Lappen sind mittlerweile auch meine Abschminktücher, meine Brillenputztücher, sie dienen dem Kleinen als Taschentuch und als Spielzeug in der Badewanne, sie sind super zum Staub wischen, Fenster- und Spiegelputzen (Mikrofaser ade!), und bestimmt noch für vieles mehr. Jeder sollte sie haben. Sind sicher flugs selbst genäht – etwa aus einem alten Flanellhemd – ansonsten empfehle ich die hier.