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Unterwegs: mein Waschbeutel

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Necessaire, Waschtasche, Kulturbeutel oder wie ihr’s nennen wollt: unterwegs ist sowas schon ganz praktisch. Gerade, wenn man beruflich so viel auf Reisen ist wie ich. Früher habe ich immer einen großes Hängeteil aus Nylon mit allem Möglichen befüllt, wenn ich eine Zeit lang außer Haus war. Duschgel, Shampoo, Spülung, elektrische Zahnbürste mit Ladestation, Bodylotion, Tagescreme, Nachtcreme, Lippenpflegestift, Deoroller, Zahnpasta, Damenrasierer, Haarbürste mit Plastikstiften, Waschpaste in der Tube, Haargummis und Spangen, dazu noch Schmuck und Schminke, oft hat gar nicht alles reingepasst, holla die Waldfee!

Inzwischen nutze ich ein kleines, selbstgenähtes Täschchen aus alter Bettwäsche und Spitzenresten von meiner Schwiegermutter (nach diesem einfachen, kostenlosen Schnittmuster).  Sie ist nicht viel größer als eine Postkarte, reicht aber völlig aus. Schließlich befindet sich von oben genanntem Inhalt kaum noch was bei uns zuhause.

In meinem Täschchen für unterwegs steckt jetzt:

  • Eine Holzzahnbürste (wir nehmen diese)
  • Ein Döschen selbstgemachtes Zahnpuder (das hier)
  • Biologisch abbaubare Zahnseide (im Moment diese hier)
  • Ein oder zwei Haargummis oder eine Spange
  • Ein Holzkamm aus Buche
  • Etwas selbstgemachte Bodybutter, die ich auch für Gesicht, Hände, trockene Haarspitzen, Körper und Lippen benutze (diese hier ist ein Allroundtalent).
  • Ein Stück Alepposeife, was schon etwas angewaschen wurde, damit es gut in die Tasche passt. Ich nutze sie für Haare, Körper, Gesicht und für die Handwäsche im Waschbecken, falls was ansteht.
  • Ein Flanellwaschlappen zum Gesicht waschen, ausserdem zum transportieren der Seife. Ich wickle sie schön darin ein, was den Seifenschaum aufsaugt und mich so auch kurz vor der Abreise noch duschen lässt, ohne dass meine Tasche seifenschleimig wird.
  • Ein kleiner Taschenspiegel
  • Nicht immer: selbstgemachtes Brauenpuder und selbstgemachte Wimperntusche
  • Ein Pinsel, mit dem ich sowohl Wimperntusche als auch Brauenpuder auftragen kann (von Zao und mit Bambusgriff; immerhin mit weniger Plastik als bei den herkömmlichen Dingern)
  • Ein selbstgemachtes Sprühdeo
  • Mein Reise-Rasierhobel, den man schön zerlegen kann (mehr dazu hier)
  • Eine Kette oder ein Paar Ohrringe

Passt schon viel rein in solch ein Reißverschlussbeutelchen, dabei ist es sehr platzsparend im Vergleich zu vorher. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich so auf irgendwas „verzichten“ müsste.

Unser liebster Eistee

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Dieser erfrischende Eistee schmeckt nach Sonne, Sommer und Entspannung. Ich habe ihn letztes Jahr bei einem Sommerprojekt kennen gelernt, in einer Gaststätte in der Nähe meines Arbeitsplatzes, und mich sofort verliebt. Entsprechend musste ich dann zuhause so lange herumexperimentieren, bis ich ihn gefälscht bekommen habe. Herrlich.

Ihr braucht:

500 Milliliter erkalteten Earl Grey

200 Milliliter Wasser

250 Milliliter Apfelsaft (ich nehme naturtrüben)

Ein Schuss Zitronensaft

Einige Blätter frische Minze

Eiswürfel

Nach Belieben etwas Rohrohrzucker

Den Tee und die Säfte zusammen in einen Krug geben und gute eine Stunde kalt stellen. Den fertigen Eistee nach Belieben süßen und in Gläser geben. Erst hier die Minze und die Eiswürfel dazugeben, um eine Verwässerung bzw. Überminzung zu vermeiden.

Wir haben vor Jahren den Plastikstrohhälmen abgeschworen und uns Trinkhälme aus Edelstahl zugelegt. Wer gerne aus einem Halm schlürft, dem kann ich die Umstellung nur empfehlen.

Grillkohle ade!

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Lange ist es her, da standen wir in Berlin mit Freunden und unseren beiden WG-Mitbewohnern im Garten und grillten irgendwas vor uns hin. Die Grillkohle hatten unsere Mitbewohner besorgt und freuten sich über die großen Kohlebrocken und den ungewöhnlichen Geruch. Zumindest so lange, bis wir einen Blick auf die Packung warfen und klar wurde, dass es sich ganz sicher nicht um Buchenholzkohle handelte. Sie hatten ganz unbekümmert nach dem großen billigen Sack Grillkohle gegriffen und dabei nicht gesehen, dass das Holz südamerikanischen Ursprungs war und wir höchstwahrscheinlich Tropenholz auf dem Grill zu liegen hatten. Hier ein interessanter Artikel des NABU zu dieser leider allzu häufigen Problematik.

Was tun stattdessen? Grillkohle aus Deutschland kaufen? Ich finde es schade, wenn Bäume nur dazu angebaut und abgeholzt werden, um anschließend verkohlt, verpackt, teuer verkauft und dann verbrannt zu werden. Was für ein Aufwand! Andererseits ist es aber sehr gemütlich, draussen zu sitzen und das Essen in geselliger Runde vor sich hinbrutzeln zu lassen.

Wie so häufig war es nicht weiter schwer die Kohleproblematik zu umgehen als wir beschlossen, das Nächstliegende zu tun. Nicht etwa auf die kulinarischen Genüsse zu verzichten, sondern gelegentlich den dreibeinigen Schwenkgrill vom Nachbarn zu leihen und auf den glühenden Kohlen vom heruntergebrannten Holzfeuer über der Feuerschale zu grillen. So sparen wir uns auch den Grillapparat.

Grillkohle wird zwar heißer und brennt länger als Feuerholz, dafür entsteht mit Holz kein Abfall (über die Asche freuen sich die Rosen) und die Ökobilanz sowie die Kosten sind gleich null. Da mein Mann gelegentlich für Nachbarn oder Freunde Bäume fällt und dafür oft das so entstandene Holz behalten darf, trocknen große Mengen Feuerholz im Keller vor sich hin und warten auf ihren Einsatz. So hat jeder etwas davon, auch die Umwelt.

Sonnencreme selber machen: zwei natürliche Varianten

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Es ist nun schon Jahre her, seit ich meinen ersten Post über natürliche, selbstgemachte Sonnencreme veröffentlicht habe (ihr findet ihn hier). Sie funktioniert zwar oberflächlich auch ganz gut, hat aber keinen eingebauten UVA- oder UVB- Schutz und weil man ja nicht immer mit einem breitkrempigen Hut herumlaufen, schwimmen oder sonstiges machen möchte, gibt es jetzt zwei neue Rezepte für wasserfeste Sonnencreme mit persönlich einstellbarem LSF und die Möglichkeit, Insektenschutz gleich mit einzubauen. So spart man sich Autan oder auch  den selbstgemachten Autanersatz (der leider Flecken hinterlassen kann).

Zunächst zur Basis. In meinem ursprünglichen Rezept habe ich Kakaobutter, Sesamöl, Karottenöl und Bienenwachs verwendet. Daraus entstanden ist eine cremige Salbe mit schöner Konsistenz, die schnell einzieht, also bleibe ich dabei, bis auf das ich jetzt Kokosöl statt Kakaobutter nehme, weil ich es plastikfrei bekomme. Ausserdem bildet es nicht die Kügelchen, die euch im Ursprungsrezept teilweise gestört haben (im Bild in der gelben Sonnencreme zu sehen). Ich schlage als neue Zutaten Zinkoxid oder Himbeerkernöl und ätherisches Öl vor. Warum ich gerade diese Zutaten gewählt habe, erzähle ich euch erst einmal. Und dann gehts weiter zu den Rezepten.

Kokosöl

Kokosöl riecht gut (wer mir wiedersprechen mag, nimmt das desodorierte), schützt die Haut vor Austrocknung und hat einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 4 (Quelle). Sheabutter oder Kakaobutter können stattdessen verwendet werden.

Sesamöl

Sesamöl ist reich an hautfreundlichem Vitamin E und soll bis zu 30 Prozent der UV-Strahlen abblocken können (Quelle). Ausserdem hat es einen natürlichen LSF von ca. 4 (Quelle).

Karottenöl

Ich nehme mein selbstgemachtes (die Anleitung dafür findet ihr hier). Karotten sind reich an Karotin, was wiederrum ein Antioxidant ist und zum Zellschutz beitragen soll (Quelle). Ausserdem hat Karottenöl einen recht hohen natürlichen Lichtschutzfaktor von 30-40 (Quelle).

Bienenwachs

Bienenwachs macht die Sonnencreme etwas fester und resistenter gegen Wasser. Wer lieber eine weichere Konsistenz hat oder eine vegane alternative sucht, lässt das Wachs einfach weg.

Zinkoxid

Da war doch was – ich habe die Verwendung von Zinkoxid in meiner bisherigen Sonnencreme und sämtlichen anderen Cremes und Salben (wie der Wundschutzcreme und der Wundschutzcreme mit Heilkreide) vermieden, um Nanopartikel zu umgehen. Jetzt verwende ich es doch – ist das nicht inkonsequent? Nicht, wenn man beim Kauf genauer hinschaut. Ohne den UV-Filter Zinkoxid ist ein UVA- und UVB- Schutz der natürlichen Sonnencreme nicht zu gewährleisten. Ausserdem kann so der gewünschte Lichtschutzfaktor ganz einfach über die Dosierung eingestellt werden. Mein Rezept ist für eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von ca. 30. Wer einen anderen Lichtschutzfaktor haben mag, kann hier nachlesen, wie viel er dafür braucht. Trotzdem: achtet beim Kauf darauf, dass die Partikel nicht so klein sind, dass sie die Haut durchdringen (100 nm und kleiner) sondern groß genug sind, dass sie auf der Hautoberfläche bleiben und da schön schützen können. Entsprechendes Zinkoxid bekommt ihr im Internet, wenn ihr nach „Zinkoxid Non-Nano“ sucht. Wer darauf verzichten möchte, nimmt einfach das Rezept mit Himbeerkernöl stattdessen.

Himbeerkernöl

Laut einer Studie aus dem Jahr 2000 (hier könnt ihr es nachlesen) hat Himbeerkernöl einen natürlichen LSF von 28-50 gegenüber UVB-Strahlen und und einen LSF von ca. 8 gegen UVA-Strahlen. Wer auf der sicheren Seite sein will, nimmt das Rezept mit Zinkoxid.

Ätherische Öle

Lavendel, Minze und Eukalyptus helfen um Mücken, Bremsen und Zecken abzuwehren. Wer bloß den Duft der Creme etwas feiner gestalten möchte, kann etwa zu einer Mischung aus ätherischem Vanille- und Jasminblütenöl greifen. Verwendet aber beim Beduften der Creme bitte keine Zitrusdüfte, da diese einen Sonnenbrand begünstigen können.

Rezept 1: mit Zinkoxid und einem LSF von ca. 30

Ihr braucht:

25 Gramm Kokosöl

100 Gramm Sesamöl

3 Esslöffel Karottenöl

2 Gramm Bienenwachs

20 Gramm Zinkoxid (Non-Nano)

Evtl. ätherisches Öl (10-20 Tropfen)

Das Kokosöl mit dem Bienenwachs und dem Sesamöl in einem Wasserbad oder vorsichtig in einem Topf auf direkter Flamme zum schmelzen bringen. Den Topf vom Feuer nehmen und alle weiteren Zutaten rasch mit einem Schneebesen unterrühren (vorsicht, dass ihr das Zinkoxid nicht einatmet). In ein Gefäß füllen. Die Creme braucht einige Zeit, bis sie aushärtet, ist aber sofort einsatzbereit. Sie hält bei uns gut ein Jahr und länger, allerdings verändert sie je nach Temperatur ihre Konsistenz.

Rezept 2: mit Himbeerkernöl und einem LSF von ca. 20

Ihr braucht:

50 Gramm Kokosöl

100 Gramm Sesamöl

15 Milliliter Himbeerkernöl

3 Esslöffel Karottenöl

2 Gramm geriebenes Bienenwachs

Evtl. ätherisches Öl (10-20 Tropfen)

Das Kokosöl mit dem Bienenwachs und dem Sesamöl in einem Wasserbad oder vorsichtig in einem Topf auf direkter Flamme zum schmelzen bringen. Den Topf vom Feuer nehmen und alle weiteren Zutaten rasch mit einem Schneebesen unterrühren. In ein Gefäß füllen. Die Creme braucht einige Zeit, bis sie aushärtet, ist aber sofort einsatzbereit. Sie hält bei uns gut ein Jahr und länger, allerdings verändert sie je nach Temperatur ihre Konsistenz.

Immer gut eincremen, vor allem wenn man stark schwitzt oder zwischendurch ins Wasser geht. Zusätzlich zum Eincremen ist es natürlich wichtig, die Mittagsssonne zu vermeiden oder sich gut abzudecken, damit man keinen Sonnenbrand bekommt. Wie immer gilt: ich bin kein Arzt, das Nachrrühren meiner Rezepte und deren Anwendung liegt in eurem Ermessen und ich gebe keine Gewähr auf Wirkung oder Verträglichkeit der Sonnencreme.

 

Sonnenmilch selber machen

Dies ist ein veralteter Post – zwei neuen Rezepturen für selbstgemachten Sonnenschutz sind am 17.5.2016 hier im Blog erschienen: https://langsamerleben.wordpress.com/2016/05/17/sonnencreme-selber-machen-zwei-natuerliche-varianten/.

Zunächst einmal: Sonne ist gesund! Vitamin D ist gut für Haut und Gemüt. Zuviel davon ist allerdings schmerzhaft und kann zu bösem Sonnenbrand und gar Hautkrebs führen, igittigitt!

Ich habe als Kind schon dieses Eincremen gehasst. Dieses klebrige, stinkige Zeug, was sich überall festgesetzt hat und mit ordentlich Oma-Aroma versezt war. Da hatte ich dann doch lieber Sonnenbrand. Vielleicht gar nicht so dumm wenn man bedenkt, was in den Flaschen alles drinstecken kann: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/sonnencreme-ia.html

Jetzt bin ich aber Mutter und hätte gern was Schützendes für die ganze Familie. Es soll gut riechen, schnell einziehen und auch etwas wasserfest sein. Sonnenmilch ohne bedenkliche Zusätze ist gar nicht so einfach zu finden, wie einem gerne vorgegaukelt wird. Nur wenige stellen sie selbst her; entsprechend karg sieht auch das Angebot an Do-it-yourself-Sonnencremes aus; erst recht, wenn man auf Titan- bzw. Zinkoxid verzichten möchte (mehr dazu schrieb ich hier) und sich nicht vorstellen kann, sich mit Borax vollzuschmieren *schauder*.

Dann fiel mir ein, dass wir uns vor Jahren beim Zelten in Colorado – es war mitten im Sommer und unglaublich heiß – öfters täglich zur Erfrischung mit wunderbar duftender, schnell einziehender Kakaobutter eingerieben haben… und keinen Sonnenbrand bekamen!

Diese Sonnenmilch hat einen SPF-Wert von ca. 25, sollte häufig und großzügig aufgetragen werden und kann von der ganzen Familie bedenkenlos genutzt werden. Wer einen stärkeren Sonnenschutz braucht, mischt etwas Himbeerkernöl (natürlicher SPF 50) bei. Breitkrempige Hüte, lange Ärmel und Hosen aus leichten Stoffen wie Leinen oder Seide schützen zusätzlich.

Dies sind meine Zutaten:

Karottenöl: Vitamine A und E für die Zellgeneration
Kakaobutter: natürlicher Sonnenschutz
Sesamöl: hält bis zu 30% der UV-Strahlen ab (Quelle)

Ihr braucht für halbfeste Sonnenmilch:

– 50 Gramm Kakaobutterchips
– 100 Milliliter Sesamöl
– 3 EL selbstgemachtes Karottenöl oder 20 Tropfen Karottenkernöl
– 3 Gramm geriebenes Bienenwachs oder Carnaubawachs
– Gefäß

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Die Kakaobutter mit dem Wachs und dem Öl im Wasserbad schmelzen lassen, dabei gut umrühren und nicht allzu heiß werden lassen. Dann in eine leere Shampooflasche o.Ä. füllen. Nicht wundern, die Mischung bleibt gelb! Die Sonnenmilch hält sich mindestens ein Jahr und muss ca. eine Woche aushärten.

Tipp: wer das Ganze duftend haben will, mischt 20-30 Tropfen ätherisches Öl unter – wie Lavendel, Vanille oder Pfefferminze; allerdings kein Zitrusöl, dann bekommt ihr erst recht Sonnenbrand! Wem es zu fest ist, der lässt das Wachs weg.

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