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Bodybutter ohne Kokosöl selber machen

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Ich habe früher gern Bodybutter aus Kokosöl und Bienenwachs selber gemacht (meine Rezeptur findet ihr hier). Jetzt möchte ich allerdings auf regionalere Varianten umsteigen. Ich wollte eine pflegende Bodybutter anrühren, welche möglichst wenige Zutaten braucht und entsprechend schnell und einfach zusammengerührt ist. Dabei bin ich bei Freunden auf das Stapeler-Pflegeei gestoßen, welches laut Inhaltsstoffen nur aus Olivenöl, Bienenwachs und Lavendelöl besteht und in einer handlichen (Reise- ) Größe von 50 Gramm zu bekommen ist. Dies war also mein Ausgangspunkt. Da ich aber nichts nachmischen wollte, sondern vielmehr etwas für uns passendes machen wollte, habe ich mich wegen Wachsen und Ölen umgeschaut.

Ich nehme gern Bienenwachs. Da meine Kokosölrezeptur vielen zu fest war, gebe ich zu bedenken, dass mehr Wachs immer eine höhere Festigkeit im Endprodukt bedeutet. Ich habe mich für ein Verhältnis von 4 Teilen Öl zu einem Teil Bienenwachs entschieden. Wenn ihr eine bestimmte Konsistenz bevorzugt, schaut ihr am besten mal hier vorbei. Wer die Bodybutter vegan haben möchte, schaut sich die entsprechenden Ergebnisse mit Carnaubawachs an.

Ich empfehle euch bei der Zusammenstellung der Zutaten noch zu beachten, dass nicht jede Haut gleich ist. Folgende Öle haben sich für die unterschiedlichen Hauttypen bewährt:

Fettige  Haut

Wer zu öliger oder fettiger Haut neigt, der greift am besten zu Distelöl, Sonnenblumenöl oder Sesamöl (je nach Lust und Laune mit Rosen veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Trockene Haut

Trockene oder juckende Haut freut sich über Olivenöl, Mandelöl oder Arganöl.

Sehr trockene Haut

Wenn die Öle für trockene Haut nicht ausreichen: versucht es mal mit dieser Rezeptur.

Gereizte Haut

Wer etwa zu Akne oder Neurodermitits neigt, dem empfehle ich Jojobaöl und Mandelöl (je nach Lust und Laune mit Ringelblumen veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Mischtypen bzw. „normale“ Haut

Gut tut hier eine Mischung aus Sonnenblumen- und Oliven- oder Mandelöl (je nach Lust und Laune mit Kamillenblüten veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Genug geredet – Jetzt geht es ans zusammenrühren!

Ihr braucht:

10 Gramm Bienenwachs

40 Gramm Öl

Nach Belieben 10-20 Tropfen ätherisches Öl zum Beduften (Vorsicht ist bei Zitrusdüften geboten, diese können unter Sonneneinstrahlung einen Sonnenbrand begünstigen).

Das Wachs mit dem Trägeröl im Wasserbad schmelzen lassen, vom Feuer nehmen, das ätherische Öl wenn gewünscht unterrühren und in ein Töpfchen füllen. Ich habe hier eine alte Bonbondose zum x-ten Mal wiederverwendet. Wer mehr als 50 Gramm machen möchte, verdoppelt oder verdreifacht einfach das Rezept. Fertig! Diese Bodybutter ist sehr ergiebig. Ihr könnt sie für Hände, Gesicht und Körper einsetzen.

 

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Verwöhnende Bodylotion selber machen

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Beim Zusammenrühren meiner frisch geposteten seifenlosen Rasiercreme dachte ich: na hoppla – mit wenigen Kniffen wird das eine richtig geniale Bodylotion! Gesagt, getan: perfekte Konsistenz ohne komplizierte Emulsionen, mit wunderbar pflegenden Eigenschaften, Duft nach Wunsch und ohne Synthetik. Das Beste: Sie ist super einfach in der Herstellung, macht aber richtig was her und zieht sofort in die Haut ein. Diese Lotion kommt ganz ohne Bienenwachs oder andere tierische Produkte aus und ist sehr ergiebig.

 

Ihr braucht:

35 Gramm Sheabutter

35 Gramm Kokosöl

25 Gramm Olivenöl, Sesamöl oder Mandelöl

Nach Belieben 10-15 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel-Zitrone)

 

Die Fette im Wasserbad zum schmelzen bringen, vom Herd nehmen und die ätherischen Öle untermischen. Wenn das Gemisch Zimmertemperatur hat, stellt ihr es zum festwerden in den Kühlschrank (oder, je nach Wetter, einfach vor die Tür). Dann mit einem Handmixer oder Schneebesen so lange schlagen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Im Kühlschrank hält sie gut 3 Monate, ansonsten würde ich sie binnen 4 Wochen verbrauchen (also lieber kleine Mengen herstellen).

Zugbeutel in 10 Minuten selber nähen

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Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, meinem Mann und unserem Sohn jeweils einen Adventskalender aus lauter kleinen Zugbeuteln zu nähen. Ich mag gefütterte Zugbeutel sehr gern (wie diese hier). Da ich den Nähaufwand bei 48 Stück etwas herunterschauben wollte, habe ich mir dieses einfache Säckchen ausgedacht. Als Alternative zu Geschenkpapier, als Schnullertasche, für Knabbereien oder andere Kleinigkeiten unterwegs haben sie sich bei uns schon bewährt. Ihr könnt es von der Größe her beliebig variieren und es auch per Hand nähen (dann dauert es bloß etwas länger!). Stoffreste, aussortierte Bettwäsche oder kapuute Kleidung lassen sich so gut verwerten. Wer wie ich zu faul emanzipiert zum Bügeln ist, kann es auch getrost lassen, der Beutel zieht sich mit der Zeit von selber glatt 🙂

Ihr braucht:

Ein Stück Stoff, hier 10 cm x 40 cm (kein Stretchstoff)

Eine Sicherheitsnadel

Faden, Band oder Schnur (ich habe einfaches Packband genommen)

 

Was ihr zuerst machen könnt, ich aber aus Faulheit Zeitgründen oft nicht mache: den Stoff einmal ringsherum mit Zickzackstich versäubern, damit nichts ausfranst.

 

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Den Stoff an den zwei langen Seiten ca. einen halben Zentimeter nach innen falten, mit Stecknadeln fixieren und mit einem geraden Stich festnähen.

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Die kurzen Seiten ca. 2 Zentimeter nach unten falten, feststecken und mit geradem Stich festnähen. Dies sind die Schläuche für das Zugband.

 

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Den Stoff in der Mitte falten, mit der rechten (also der schönen) Seite nach innen. Mit Nadeln fixieren. Unterhalb der Schläuche ansetzen (also ca. 2 Zentimeter von oben) und die Seiten mit einem Zentimeter Nahtzugabe zunähen.

 

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Das Säckchen wenden. Zwei gleich lange Schnüre schneiden, welche mehr als lang genug sind, um durch beide Schläuche durchgefädelt zu werden.

 

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Ein Stück Schnur an der Sicherheitsnadel festknoten und einmal durch beide Schläuche ziehen, damit die Enden an der gleichen Seite wieder herauskommen. Verknoten und an der anderen Seite mit der zweiten Schnur wiederholen.

 

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 Fertig!

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Kerzen selber ziehen

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Der zweite Advent ist bereits an uns vorbeigerauscht, Weihnachten steht vor der Tür. Was wäre Weihnachten ohne Kerzen? Wie man Kerzen gießen kann, habe ich euch hier bereits gezeigt. Nun geht es um das Kerzen ziehen, bei dem ihr beliebig lange, spitz zulaufende Kerzen einfach selber machen könnt. Das geht mit jedem Wachs, ich bevorzuge allerdings regional gekauftes Bienenwachs.

 

Ihr braucht:

Docht (vom Imker)

Wachs (ebenfalls vom Imker, oder Reste von alten Kerzen, manche Wachsmalstifte gehen auch)

Ein hohes, hitzebeständiges Gefäß für das Wasserbad (etwas höher als die Kerzen lang werden sollen)

Einen Topf für das Wasserbad

Ein hohes Gefäß für Wasser

Evtl. eine Schraubmutter und ein Stöckchen

 

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Das Wachs im hitzebeständigen Glas zum schmelzen bringen. Das kann je nach Größe der Wachsstücke und der Menge etwas länger dauern.

 

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Jetzt nehmt ihr euch den Docht vor. Damit der Docht gerade in das Wachs herabsinkt, muss man das Ende zunächst beschweren. Wenn man kurze Kerzen herstellen möchte – so wie ich hier – reicht ein Knoten am Dochtende. Wenn ihr allerdings lange Leuchterkerzen herstellen möchtet, muss das Gewicht etwas schwerer sein. Da geht eine Mutter ganz gut. Stellt euch nun einen Krug oder Ähnliches mit kaltem Wasser hin und wartet, bis das Wachs ganz geschmolzen ist. Dann den Docht ganz einfach immer erst in das Wachs, dann in das Wasser tunken. Das kann eine Weile dauern, bis man die gewünschte Dicke erreicht hat. Man kann aber auch mehrere Kerzen gleichzeitig herstellen, wenn das Gefäß breit genug ist: hierfür ein Stöckchen (ein Kochlöffel tuts auch) nehmen, ein Dochtstück mittig drauflegen und beide Enden beschweren. Schon könnt ihr zwei oder mehr Kerzen gleichzeitig ziehen.

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Nun müsst ihr bloß noch das untere Ende mit dem Gewicht abschneiden, am besten mit einem sehr scharfen Messer, und die Kerze ein letztes Mal zum Versäubern in das Wachs tauchen. Am besten, ihr prokelt das Wachs aus dem Inneren der Mutter, solange es noch weich ist. Fertig! Günstiger und individueller als Bienenwachskerzen kaufen ist es in jedem Fall, und mit einem netten Band zusammengeknotet machen sie sich gut als kleines Geschenk oder Mitbringsel.

Tipp: wer gerne Duftkerzen haben möchte, kann etwas ätherisches Öl, Duftöl oder Backaroma in das schmelzende Wachs mit hinein geben. Ich finde den natürlichen Duft der Bienenwachskerzen allerdings ausreichend, und nutze die Reste gerne für meine selbstgemachten Salben und Cremes – wie etwa diese Bodybutter.

Kerzen selber gießen

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Advent naht, und der Adventskranz will gebunden werden. Schade nur, dass die dicken Bienenwachskerzen so kostspielig sind. Für mich wieder ein klarer Fall von: selber machen. Da ich wunderbarerweise diesen Goldbarren neulich beim Imker erstanden habe, stand dem auch nichts im Wege. Ein nettes Nachmittagsprojekt, auch für Kinder. Natürlich geht auch Stearin oder Paraffin, aber ich halte lieber Abstand zu herkömmlichem Kerzenwachs.

Ihr braucht:

Bienenwachs (vom Imker)

Formen (ich habe kleine Gläser genommen)

Docht (vom Imker)

Topf oder Glas im Wasserbad

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Das Bienenwachs zerkleinern und im Wasserbad zum schmelzen bringen. Das kann je nach Größe der Wachsstücke etwas länger dauern.

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(Danke Rike, für das schöne Honigglas!)

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Sobald das Wachs geschmolzen ist, nehmt ihr ein ausreichend langes Stück Docht für eure Form und klebt das Ende mit etwas Bienenwachs in der Mitte des Bodens fest.

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Dann gießt ihr die Form einfach voll, achtet aber darauf, dass der Docht mittig bleibt.

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Wenn die Kerze fest geworden ist, könnt ihr sie ganz einfach herausziehen, oder im Glas lassen. Wie man Kerzen zieht – etwa für den Weihnachtsbaum -, zeige ich euch auch bald.

Bodybutter mit Kokosöl selber machen

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Nach der selbstgemachten Bodybutter mit Kakaobutter möchte ich euch jetzt noch ein einfaches Rezept zur Herstellung einer fein nach Honig und Kokos duftenden Körperbutter vorstellen. Diese Bodybutter ist schön zu Verschenken, schnell zu Rühren und herrlich in der Anwendung. Wer die ätherischen Öle noch hinzufügt, dem rate ich davon ab, sie als Lippenbalsam zu benutzen.

 

Ihr braucht:

30 Gramm Bienenwachs

140 Gramm Kokosöl

Nach Belieben 60 bis 90 Tropfen ätherisches Öl

 

Das Bienenwachs mit dem Kokosöl im Wasserbad zum Schmelzen bringen, dann vom Feuer nehmen und das ätherisches Öl unterrühren. In kleine Gläser oder Tiegel füllen, abkühlen lassen. Sie hält sich ewig, wenn man immer nur mit trockenen, sauberen Fingern hineingeht, und ist super ergiebig. Vorsicht: je nach Temperatur kann es sich wieder etwas verflüssigen.

Whiskeygelee selber machen

Hier passend zur Bratapfelmarmelade noch einer unserer Adventsklassiker für den Frühstückstisch: Whiskeygelee!

750 Milliliter „pupiger“ Whiskey (irgendein billiger Bourbon oder Scotch)
1 Vanilleschote
300 Milliliter Apfelsaft
300 Milliliter Orangensaft
150 Milliliter Zitronensaft
1 Kilo Gelierzucker 2:1

Die Vannilleschoten aufschneiden, das Mark und die Schoten mit allen anderen Zutaten in einen großen Topf geben und mehrere Stunden oder über Nacht durchziehen lassen. Unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen und 3 Minuten kochen lassen, Vanilleschoten herausnehmen, das Gelee in heiß ausgespülte Gläser geben, diese sofort verschließen (etwa mithilfe eines Küchenhandtuchs), auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.