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Luxuriöse Badepralinen selber machen

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Selbst wenn wir jetzt größtenteils auf regionale und saisonale Produkte zurückgreifen, erlauben wir uns durchaus noch den ein oder anderen Luxus. Diese Badepralinen eignen sich hervorragend als Geschenk (bald ist Muttertag!) und machen wunderbar weiche Haut. Sie lösen sich homogen auf, es gibt also weder den gefürchteten „Fettblubbs“ im Badewasser noch den schmierigen Film in der Badewanne nach dem Wasser ablassen, weil die enthaltene Seife wie ein Emulgator wirkt. Das senkt auch die Ausrutschgefahr nach dem Baden und sorgt für unverstopfte Rohre. Noch ein Plus: hier lassen sich kleine Reststückchen Seife gut aufbrauchen. Wer Lust hat, kann das Ganze auch noch mit getrockneten Blüten (etwa Lavendel) vermischen, weils nett aussieht. Ich habe für die Pralinen im Bild Rosenblütenblätter zermörsert. Nur nicht zu viele nehmen!

Untenstehendes Rezept reicht für ungefähr sechs Stück, wobei mir zwei Pralinen für eine volle Wanne ausreichen. Eine selbstgemachte Bodybutter (hier gehts zur Anleitung) ist schnell gerührt und komplettiert das Geschenkset.

Ihr braucht:

10 Gramm Sheabutter

20 Gramm Kakaobutter

10 Gramm fein geriebene Handseife

10-20 Tropfen ätherisches Öl

Eine Eiswürfel- oder Pralinenform

Sheabutter, Kakaobutter und die fein geriebene Seife in einem Wasserbad zum schmelzen bringen (oder direkt in einem kleinen Topf, aber dann besonders achtsam sein, sonst brennt noch was an). Die Seife schäumt dabei etwas, also nicht wundern.

Dann das Ganze vom Feuer nehmen, die ätherischen Öle untermischen, in die Form geben und im Kühlschrank fest werden lassen. Wer wie ich eine Silikonform nimmt, sollte vorher ein Brettchen unter die Form legen, damit sie einem nicht so wegwabbelt. Warum ich den Silikonkompromiss für manche Dinge eingehe, könnt ihr hier nachlesen.

Noch zwei Hinweise:

Die Badepralinen lösen sich genauso gut in warmem Wasser für ein  entspanntes Fußbad wie in der Badewanne, leider aber auch an der heißen Luft. Also nicht in der prallen Sonne oder auf der Heizung lagern und je nach Witterung (ab ca. 25 Grad Außentemperatur) lieber im Kühlschrank aufbewahren.

Und: wer kleine Kinder im Haus hat, stellt den Badezusatz gut außer Reichweite, da sie wirklich sehr pralinig wirken.

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Bodybutter ohne Kokosöl selber machen

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Ich habe früher gern Bodybutter aus Kokosöl und Bienenwachs selber gemacht (meine Rezeptur findet ihr hier). Jetzt möchte ich allerdings auf regionalere Varianten umsteigen. Ich wollte eine pflegende Bodybutter anrühren, welche möglichst wenige Zutaten braucht und entsprechend schnell und einfach zusammengerührt ist. Dabei bin ich bei Freunden auf das Stapeler-Pflegeei gestoßen, welches laut Inhaltsstoffen nur aus Olivenöl, Bienenwachs und Lavendelöl besteht und in einer handlichen (Reise- ) Größe von 50 Gramm zu bekommen ist. Dies war also mein Ausgangspunkt. Da ich aber nichts nachmischen wollte, sondern vielmehr etwas für uns passendes machen wollte, habe ich mich wegen Wachsen und Ölen umgeschaut.

Ich nehme gern Bienenwachs. Da meine Kokosölrezeptur vielen zu fest war, gebe ich zu bedenken, dass mehr Wachs immer eine höhere Festigkeit im Endprodukt bedeutet. Ich habe mich für ein Verhältnis von 4 Teilen Öl zu einem Teil Bienenwachs entschieden. Wenn ihr eine bestimmte Konsistenz bevorzugt, schaut ihr am besten mal hier vorbei. Wer die Bodybutter vegan haben möchte, schaut sich die entsprechenden Ergebnisse mit Carnaubawachs an.

Ich empfehle euch bei der Zusammenstellung der Zutaten noch zu beachten, dass nicht jede Haut gleich ist. Folgende Öle haben sich für die unterschiedlichen Hauttypen bewährt:

Fettige  Haut

Wer zu öliger oder fettiger Haut neigt, der greift am besten zu Distelöl, Sonnenblumenöl oder Sesamöl (je nach Lust und Laune mit Rosen veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Trockene Haut

Trockene oder juckende Haut freut sich über Olivenöl, Mandelöl oder Arganöl.

Sehr trockene Haut

Wenn die Öle für trockene Haut nicht ausreichen: versucht es mal mit dieser Rezeptur.

Gereizte Haut

Wer etwa zu Akne oder Neurodermitits neigt, dem empfehle ich Jojobaöl und Mandelöl (je nach Lust und Laune mit Ringelblumen veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Mischtypen bzw. „normale“ Haut

Gut tut hier eine Mischung aus Sonnenblumen- und Oliven- oder Mandelöl (je nach Lust und Laune mit Kamillenblüten veredelt – wie, erfahrt ihr hier).

Genug geredet – Jetzt geht es ans zusammenrühren!

Ihr braucht:

10 Gramm Bienenwachs

40 Gramm Öl

Nach Belieben 10-20 Tropfen ätherisches Öl zum Beduften (Vorsicht ist bei Zitrusdüften geboten, diese können unter Sonneneinstrahlung einen Sonnenbrand begünstigen).

Das Wachs mit dem Trägeröl im Wasserbad schmelzen lassen, vom Feuer nehmen, das ätherische Öl wenn gewünscht unterrühren und in ein Töpfchen füllen. Ich habe hier eine alte Bonbondose zum x-ten Mal wiederverwendet. Wer mehr als 50 Gramm machen möchte, verdoppelt oder verdreifacht einfach das Rezept. Fertig! Diese Bodybutter ist sehr ergiebig. Ihr könnt sie für Hände, Gesicht und Körper einsetzen.

 

Parfum selber machen

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Die liebe Weihnachtszeit naht und ich melde mich aus dem turbulenten Alltag wieder bei euch. Heute mit einem Parfum zum selber machen, was als kleines Last-Minute-Geschenk oder kleinen Gefallen an sich selbst gut funktioniert.

Ihr braucht:

– Eine kleine Sprühflasche oder anderes Gefäß
– Ätherisches Öl nach Belieben
– Korn oder Vodka

Ich habe hier eine 10 Milliliter Flasche (war in einem früheren Leben mal ein Aroma-Roll-On von Primavera). Für diese Menge braucht ihr 30-45 Tropfen ätherisches Öl; das kommt ganz auf die gewünschte Intensität und die verwendeten Öle drauf an. Ihr könnt natürlich ein einziges Öl dafür nehmen; beachten solltet ihr allerdings, dass manche Düfte schneller verfliegen als andere und ihr einen „runden“ Duft am besten hinbekommt, wenn ihr mindesten einen leichten, einen mittleren und einen schweren Duft kombiniert. Eine hilfreiche Tabelle dazu findet ihr hier.

Wenn ihr eure Duftmischung in das Gefäß getröpfelt habt – ich habe hier Limette, Ingwer, Blutorange und Zedernholz gewählt – füllt ihr das Gefäß mit dem Alkohol auf und könnt es schließen. Fertig! Vergesst die viel zu teuren Chemiekeulen mit übler Duftnote und werdet selber kreativ 🙂

Vor der Anwendung bitte gut schütteln, dass sich Alkohol und Öle mischen.

Weinessig selber machen

Ein guter Essig kann sehr kostspielig sein – oder sehr günstig. Ihr braucht zur Herstellung eines Rotwein-, Weißwein- oder Roséessigs gerade mal zwei Zutaten. Auf die Anleiting gestoßen bin ich hier, und es ist tatsächlich sehr einfach.

Ihr braucht:

Naturtrüber Apfelessig mit Mutter (ich nehme diesen Selbstgemachten)

Wein (trocken oder lieblich – gern auch abgestandender, oder offener Sekt der nicht mehr so perlt)

Mischt 2 Teile Wein mit einem Teil Essig in einem großen Glas. Deckt dir Öffnung mit einem Stück Kästetuch, Mulltuch oder einem dünnen Geschirrtuch ab. Lasst es mindestens 4 Wochen stehen, am besten bei Zimmertperatur. Dann könnt ihr nochmals Wein nachgießen und es wieder stehen lassen oder den Essig durch ein Tuch abseihen und ihn in Glaschen umfüllen.

Ihr könnt zu Essig und Wein natürlich auch direkt Knoblauchzehen, Kräuter oder Gewürze, Zitrusschalen oder Trockenobst geben, um den Geschmack zu verändern. Lasst diese Sachen auch einfach bis zum Abseihen mit drin.

Wer jetzt angefixt ist: wie ihr einen feinen Rosenessig selber machen könnt, schrieb ich bereits hier. Ihr könnt als Ausgangsessig gekauften Essig, selbstgemachten Apfelessig oder Weißweinessig nehmen.

Tipp: Gekaufter Essig ist häufig durch Gelatine gefiltert worden, wie auch der meiste Wein.  Wer Wert auf tierproduktfreien Essig oder Wein legt, sollte im Zweifel im Geschäft nachfragen.

Verwöhnende Bodylotion selber machen

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Beim Zusammenrühren meiner frisch geposteten seifenlosen Rasiercreme dachte ich: na hoppla – mit wenigen Kniffen wird das eine richtig geniale Bodylotion! Gesagt, getan: perfekte Konsistenz ohne komplizierte Emulsionen, mit wunderbar pflegenden Eigenschaften, Duft nach Wunsch und ohne Synthetik. Das Beste: Sie ist super einfach in der Herstellung, macht aber richtig was her und zieht sofort in die Haut ein. Diese Lotion kommt ganz ohne Bienenwachs oder andere tierische Produkte aus und ist sehr ergiebig.

 

Ihr braucht:

35 Gramm Sheabutter

35 Gramm Kokosöl

25 Gramm Olivenöl, Sesamöl oder Mandelöl

Nach Belieben 10-15 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel-Zitrone)

 

Die Fette im Wasserbad zum schmelzen bringen, vom Herd nehmen und die ätherischen Öle untermischen. Wenn das Gemisch Zimmertemperatur hat, stellt ihr es zum festwerden in den Kühlschrank (oder, je nach Wetter, einfach vor die Tür). Dann mit einem Handmixer oder Schneebesen so lange schlagen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Im Kühlschrank hält sie gut 3 Monate, ansonsten würde ich sie binnen 4 Wochen verbrauchen (also lieber kleine Mengen herstellen).

Senf Kaviar selber machen

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Senf Kaviar… allein der Name dieses Luxusproduktes aus dem Kühlregal im Bioladen lies mich dahin schmelzen. Wir lieben Senf. Gekauft, gekostet, und schnell gemerkt: das brauchen wir auf Vorrat. Aber dafür ist es uns zu teuer. Also? Klaro, selber machen. Die Zutaten stehen ja netterweise schon vorne auf dem Schraubglas. Grins. Ich habe das Ganze etwas weniger süß gemacht, als Geschenk oder Mitbringsel, zum Grillen, auf Brot, zum reinlegen. SENF. KAVIAR.

 

Ihr braucht:

100 Milliliter Senfkörner (meine habe ich aus dem Bioladen, plastikfrei im wiederverwendbaren Leinenbeutel, von Sano)

100 Milliliter Apfelessig (zum Beispiel selbstgemachter)

50 Milliliter abgekühlter  Zitronengrastee (Zitronenverbene habe ich nicht bekommen)

2 gestrichene Esslöffel Honig oder Agavendicksaft (nach Belieben etwas mehr oder weniger)

½ Teelöffel Salz

 

Alle Zutaten zusammenmischen, gut 36 Stunden abgedeckt stehen lassen. Sollte es etwas zu fest geworden sein, noch etwas Wasser  hineinrühren. Das war’s. Genial einfach, und super lecker! Wie scharf das Ganze wird, hängt von euren Senfkörnern ab.

Haarbutter selber machen

Nach längerer Zeit habe ich jetzt wieder etwas für euch zusammengerührt: Haarbutter. Die Spitzenpflege bekommt ihren Namen von der Konsistenz. Ich nehme hier Avocadoöl und Olivenöl, was bei mir zu schönem Glanz und super weichen, gut kämmbaren Haaren führt. Manches Haar mag allerdings lieber leichtes Öl, wie Sesamöl oder Mandelöl. Einfach herumexperimentieren, bis die Mischung für euch passt.

Ihr braucht:

8 Gramm Bienenwachs oder Carnaubawachs
70 Gramm Kakaobutter
4 Esslöffel Olivenöl
4 Esslöffel Avocadoöl
1 leicht gehäufter Teelöffel Wollwachs oder Kokosöl
30 Tropfen ätherisches Zitronenöl

Alle Zutaten bis auf das ätherische Öl in einem Wasserbad zum schmelzen bringen. Masse vom Feuer nehmen, das ätherische Öl untermischen, in kleine Gläschen oder Döschen füllen.

Tipp: gaaaaanz sparsam verwenden und vor dem Auftragen zwischen den Handtellern verteilen.