Archive for April 2016

Großmutters Armbanduhr

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Wer kennt das nicht als Träger einer Armbanduhr: kaum braucht man sie am meisten, steht sie still, weil die Batterie alle ist. Austauschen kostet um die sechs Euro beim Juwelier, und dort geht man sowieso nicht unbedingt hin, also bleibt die Uhr eine halbe Ewigkeit irgendwo liegen, bis man endlich dazu kommt. Und irgendwann wiederholt sich dann das Ganze.

Abgesehen davon, dass die Herstellung und Entsorgung von Batterien irgendwie doof ist, beinhalten die Dinger umwelts- und gesundheitsgefährdende Stoffe (schaut mal hier). Ausserdem hatte ich keine Lust mehr, ständig Geld beim Juwelier zu lassen und so meiner Zeit hinterher zu rennen (höhö). Andererseits mag ich nicht auf irgendeine Form von herumtragbarer Uhr verzichten. Was tun? Eine Taschenuhr war mir dann doch zu sonderbar, die Sonnenuhr an der Halskette (danke Frank und Katha) für den Alltag zu ungenau. Das Handy nehmen? Och nö. Ich finde diese ständige Handyguckerei wegen der Uhrzeit einfach lästig und möchte mein liebes Mobiltelefon so oft wie möglich unauffindbar verlegen geordnet weglegen.

Es galt also wieder einmal: sich umhören. Ich stieß schon nach kurzer Zeit auf mechanische Armbanduhren, welche sich entweder durch Aufziehen oder durch die Handgelenkbewegungen des Trägers selbst in Betrieb halten. Juchhei! Also schnell eine für den lieben Mann zu Weihnachten gekauft, mit netten Nebenanzeigen drauf und zum stolzen Preis von 129 Euro.

Doofe Idee. Die Uhr hatte zwar eine nette Optik, dort hörte es allerdings schon auf. Der Uhrmacher bezeichnete sie als „China-Schrott“ und verweigerte die Annahme. Ein sogenannter Griff ins Klo.

Was tun? Das, was ich von Beginn an hätte erwägen sollen: auf Altbewährtes zurückgreifen und die alten Armbanduhren meiner Großeltern, die sonst keiner haben mochte, zum Uhrmacher bringen. Beides alte schweizer Fabrikate, kein Schnikschnack. Der Uhrmacher war begeistert, hat gern die Werke gesäubert, Deckgläser ausgetauscht und statt der porösen Nylonbänder lederne dran gemacht, alles zu einem fairen Preis.

Ich habe meine Lektion gelernt. Schaut lieber gleich auf ebay, auf dem Dachboden oder auf Flohmärkten als in den funkelnden Vitrinen der 0-8-15 Juweliere, wenn ihr euch für eine mechanische Uhr interessieren solltet.

Ich bin froh, auf diese schöne Lösung gekommen zu sein, und trage nun stets ein Familienerbstück mit mir herum. Mit Glück begleitet mich die Uhr noch viele Jahrzehnte.

Meine Haarpflege

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Bevor ich mir Müllvermeidungsgedanken machte, habe ich immerhin auf Naturkosmetik umgestellt. Shampoo, Spülung, Haaröl, Haarkuren, Spray zur leichteren Kämmbarkeit, lauter solche Dinge sammelten sich im Bad an und gaben mir das Gefühl, ich müsse sie möglichst oft benutzen.

Ich habe in den letzten Jahren schon so ziemlich alles ausprobiert: Haare Waschen mit Heilerde (hier der Post), Shampoo selber machen (diverse Rezepte hier im Blog), selbstgemachte Spülungen (schaut hier) oder Spülungen mit Apfelessig. Hier sind nun die fünf Dinge, bei denen ich hängen geblieben bin. Man muss erstmal etwas herumexperimentieren, bis man das Richtige für seine Haare gefunden hat.

Seit ich mich auch hier auf das Wesentliche begrenzt habe, was für mich gut funktioniert, werden meine Haare schon fast vernachlässigt. Dabei werden sie immer stärker und länger, sodass mir meine Pferdemähne schon bis zum Steiß reicht. Spliss und Verknotigungen habe ich kaum noch und vor allem bleibt so mehr Zeit für Dinge, die mir wichtiger sind als Haare (und davon gibt es eine ganze Menge!).

  • Kamm – dieses grobzinkige Exemplar ist aus geöltem Buchenholz und schnell durch die Haare gezogen oder in die Tasche gesteckt. Ich habe ihn aus dem Reformhaus und nutze ihn täglich.
  • Alepposeife – dieses Stück ist zwar schon stark angewaschen, tut aber noch immer ihren Dienst. Hier mein Post zum Thema Alepposeife und Haare. Die Seife kaufen wir im Bioladen.
  • Bürste – Diese Wildschweinborstenbürste (was für ein herrliches Wort!) mit Birnbaumgriff ist nicht täglich im Einsatz, sorgt aber für wunderbaren Glanz und brav glatt liegendes Haupthaar, wenn ich dazu komme. Ich habe sie im Bioladen gekauft, sie ist von Kostkamm, andere Bürstenmacher wie Redecker verkaufen sowas auch.
  • Haarbutter – ich nehme meine selbstgemachte, die für starke Spitzen und etwas Glanz sorgt (allerdings ziemlich selten, weil ich sie immer vergesse). Hier das Rezept.
  • Schere – ich habe mir eine gute Haarschneideschere besorgt, mit der ich mir nach der Feye’schen Methode ungefähr einmal im Jahr die Haare schneide. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Wenn ich mal nicht zum Waschen komme, mache ich mein selbstgemachtes Trockenshampoo schon lange nicht mehr (aber wer das Rezept sucht, schaut mal hier). Stattdessen nehme ich einfach Speisestärke. Manchmal zu viel. Dann sehe ich aus wie eine Oma, die vergessen hat, ihren Ansatz nachzufärben. Also nicht zu viel nehmen und wirklich gut rausbürsten!

Wir haben seit Jahren keinen Fön und einen Lockenstab hatte ich eh nie. Mir reichen die oben genannten Basics – die ich eigentlich auch auf Seife, Schere und Kamm reduzieren könnte.
Was sind eure natürlichen Lieblinge der Haarpflege? Natron, nur Wasser, nichts als Spülung oder lieber Shampoo aus Kastanien, Seifenkraut oder Efeu? Schreibt es gern unten in die Kommentare.

Ich warte nicht mehr!

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„Durchschnittlich 374 Tage seines Lebens verbringt der Mensch mit Warten.“ – Quelle

Der Titel dieses Posts ist zugegebenermaßen etwas voreilig formuliert worden. Natürlich warte ich noch. Warten, bis die Ampel grün wird. Warten, bis der Toast endlich dem Toaster entspringt (und man singen kann „Es ist ein Toast entsprungen aus einem Toaster zart“). Davon ist hier nicht unbedingt die Rede.

Ich meine diese lästigen Wartezeiten beim Arzt, auf den Bus, bei Bahnfahrten, auf ein Arbeitstreffen. Eine ehemalige Schulkameradin sagte mir einst, sie beneide Raucher manchmal um den Zeitvertreib des Zigarette ansteckens. Wie traurig.

Ich habe das aktive Warten für mich entdeckt, oder wie man das nennen mag. Einer meiner Kollegen hatte früher für jeden Stau oder noch so kleine Stockung des Verkehrs als Autofahrer sein Hümmelchen im Handschuhfach, aber man muss ja nicht gleich Dudelsack spielen. Das Handy herausnehmen und damit herum zu daddeln ist aber wenig produktiv und so zeitgeisthaft. Was ich gern mache:

  • Lesen oder ein Hörspiel hören
  • Freundlich aussehende Menschen in Gespräche verwickeln
  • Zeichnen
  • Briefe oder Postkarten schreiben
  • Stricken, Häkeln oder Sticken (im Moment stricke ich oben abgebildeten Schlafsack aus dem netten Buch „Niedliche Maschen für die Kleinsten“).

So muss man zwar noch immer genau so viel warten, man hat aber was davon (und meinerseiner wird nicht mehr so schnell ungeduldig). Irgendwas habe ich immer parat, damit ich im Ernstfall nicht auf die Boulevardpresse vom Wartezimmertisch angewiesen bin (schauder und grusel). Was sind eure Überlebensstrategien, wenn es mal etwas länger dauert?

Wie haltet ihr’s mit den Genussmitteln?

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Einer unserer Nachbarn sagte einmal zu mir: „Ihr trinkt nicht, ihr raucht nicht, ihr kifft nicht – was macht ihr eigentlich?“ damals wusste ich nur zu antworten: „Musik hören?“.

Aber eigentlich haben wir ein paar mehr Genussmittel parat. Im Schnitt steht zwar von oben genannten Dingen aus Geschmacks- und Geselligkeitsgründen alle vier Wochen für mich ein Glas Wein, ein Gläschen schöner Whiskey für meinen Mann auf dem Tisch (es verlangt uns einfach nicht häufiger danach), doch vor allem sind Genussmittel für uns etwas anderes.

Kaffee (im Bild: meine Kaffeemaschine), Tee, Schokolade, Zucker, Fleisch und Obst von weither genießen wir bewusst und in Maßen. Zugegeben, das sind laut heutiger Standards keine Genussmittel mehr, aber es ist doch eigentlich eine ziemlich traurige Sache, dass so vieles keinen „Wert“ mehr hat, was früher als Kostbarkeit galt und etwa in Anbau, Herstellung, Transport und Logistik noch immer viele Ressourcen verschlingt.

Was sind also unsere Genussmittel? Gutes, vollwertiges Essen,  viel Besuch, Musik hören oder machen, Kunst und Kultur genießen. Ausflüge mit der Familie wie wandern gehen, schwimmen, Fahrrad fahren, ausreiten, liebe Menschen besuchen, das sind auch Genussmittel. Aber auch der Alltag: es sich zuhause schön machen, bei Hühnergesang im Garten rumrödeln, auf der Arbeit mal wieder eine Mammutaufgabe gelöst zu haben oder einfach zusammen ein Puzzle am Esstisch machen und Hörspiele hören. Auch Entspannungsmomente alleine wie ein Vollbad nehmen, in der Sonne sitzen, mit Freunden telefonieren, lesen oder barfuß durch die Welt gehen bringen viel Genuss mit sich und geben das Gefühl von Urlaub im Alltag (und sei es nur für 5 Minuten).

Ich brauche dafür kein Alkohol oder sonstige Substanzen. Ganz im Gegenteil, würde ich die kleinen Dinge dann noch so wahrnehmen und genießen können? Wohl kaum. Genuss ist doch vor allem eine Lebenseinstellung, nicht?

Unser Wickeltisch

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Heute möchte ich euch unseren Wickeltisch vorstellen, doch nicht unbedingt in Form eines „Mami-Posts“, sondern vielmehr stellvertretend für Vieles, was wir hier so machen. Es ist also vielleicht auch für diejenigen interessant, die sich mit dem Thema Wickeltisch ansonsten gar nicht angesprochen fühlen.

Zu meinem Post „Ist dieser Lebensstil nicht sehr kostspielig?“ haben viele spekuliert, dass dieser Weg nicht weniger kostenintensiv sei, sondern vielmehr eine Umverteilung der klassischen Ausgaben verlange. Hier möchte ich euch einmal zeigen, wie man aus „nichts“ was machen kann und im Endeffekt doch viel mehr spart, als man meinen könnte.

Die Kommode selber ist eine der letzten Ikeamöbel, die sich bei uns im Haus befinden. Sie tut noch ihren Dienst, ist nicht ganz unpraktisch und ist durch lustige Knäufe von meiner Schwester zumindest etwas individueller gestaltet worden. Sie stand lange im Flur und war mit Bettwäsche gefüllt. Diese haben wir auf das Nötigste reduziert, womit der Rest locker in meinen minimalistisch gehaltenen Kleiderschrank passt.

Das Wickelbrett hat mein Mann aus Holzresten zusammengezimmert, die Wickelauflage ist aus Stoffresten vom Wäschesack nähen gemacht und mit Dinkelspelz gefüllt. Ein ausrangiertes Handtuch der Nachbarin – nicht im Bild, weder Handtuch noch Nachbarin – wirkt als „Stoßdämpfer“ drumherum. Unter dem Wickelbrett liegen Moltontücher zur Abdeckung der Wickelauflage und eine Wickelunterlage für Unterwegs aus Wachstuch.

Über dem Wickeltisch hängt ein selbst gebasteltes Mobile, ein sogenannter „Babyfaszinator“, wie man bei uns in der Familie zu sagen pflegt. Darunter steht eine Rolle komplett biologisch abbaubares Windelvlies und ein selbstgenähtes Utensilo nach dieser Anleitung worin sich Nasensauger, Nagelschere, selbstgemachte Wundschutzcreme mit Heilkreide, selbstgemachtes Calendulaöl zur Babymassage, ein Fieberthermometer mit flexibler Spitze, eine Rassel aus Buchenholz und Flanellwaschlappen befinden.

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In der Kommode selber findet man alles, was man fürs Baby so braucht (hier meine Auflistung der Sachen, die wir fürs Neugeborene nützlich finden). Vieles haben wir vom ersten Kind übrig oder aus den Dachbodenkisten von Verwandten und Bekannten: Strampler, Bodys, Mützen, Pucktücher, Stoffwindeln und Überhosen, selbstgestrickte Socken aus Wollresten, Jäckchen und Spucktücher (die teils unschön fleckig und nicht mehr weiß zu kriegen waren, sodass ich sie einfach blau gefärbt hab – die Textilfarbe hatte eine Freundin noch rumstehen). Gefaltet habe ich fast alles nach der Konmari-Methode, um Platz zu sparen und den Überblick zu behalten. Ausserdem ist hier noch ein Babyphone, ein Schnuller aus Naturkautschuk (falls wir ihn brauchen) und etwas Heilwolle. In den unteren Schubladen befinden sich noch Schlafsäcke, Tragetuch und so weiter.

Gekauft haben wir davon folgendes:

  • Babyphone (gebraucht übers Internet)
  • Schnuller (den hier)
  • Mobile-Bauteile (ohne Plastik)
  • Dinkelspelz zur Füllung der Wickelunterlage
  • Eine kleine Pumphose (gebraucht auf einem Kleiderbasaar)
  • Wickelunterlage für unterwegs (gebraucht auf einem Kleiderbasaar)
  • Windelvlies

Sicher, das zweite Kind ist immer etwas günstiger auszustatten als das Erste, ich versuche mich jetzt aber generell immer zu fragen: Was brauchen wir wirklich? Welche Anforderungen müsste es erfüllen? Gibt es etwas im Haus, was ich umfunktionieren kann oder woraus ich es selber herstellen kann? Gibt es Alternativen? Muss ich es kaufen, oder kann ich es auch anders herbeischaffen, etwa über einen Tausch? Wenn ich es kaufen muss, gibt es das Ding gebraucht? Wenn nicht, möchte ich dieses Produkt und die entsprechende Firma durch einen Neukauf unterstützen? Wenn nein, nochmals: brauche ich das Ding wirklich?

Das Ganze ist zwar natürlich mit Zeitaufwand verbunden. Alles neu kaufen hätte aber sicher genauso viel Zeit, wenn nicht sogar mehr, in Anspruch genommen. Von den Kosten mal ganz abgesehen.

Wie kommt ihr dazu?

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Vor einigen Tagen erreichte mich die Frage, wie wir eigentlich zu diesem ganzen Umdenken gekommen sind und ob es große Veränderungen für uns bedeutete, als wir Schritt für Schritt diesen Weg anfingen.

Mein Mann und ich, wir kommen beide aus sehr unterschiedlichen „das machen wir selber“ – Haushalten, in denen etwas Fantasie, Improvisation und handwerkliches Geschick einen großen Stellwert hatten. Wir haben früh gelernt, unseren eigenen Kopf zu haben und uns nicht von irgendwelchen gesellschaftlichen Normen etwas diktieren zu lassen.

So waren wir wohl beide etwas abseits der Norm. Bevor wir uns kennen lernten, hüpfte ich jeden Sommer musizierend von einem Mittelaltermarkt zum anderen und mein Mann verdiente sich neben der Schule sein Geld als Statist an der Oper. Es war sicher von Vorteil, dass wir uns in dieser „Sturm und Drang“ Zeit zwischen Abitur und Studium kennen lernten und nun schon seit zehn Jahren einen gemeinsamen Weg beschreiten, der erfreulicherweise nie langweilig war und es wohl auch nicht mehr werden wird. So konnten wir gemeinsam viel entdecken, hinterfragen, für uns aufbauen.

Seit wir beide keine Studenten mehr sind, sondern Eltern mitten im Berufsleben, hat sich natürlich die ein oder andere Priorität und Möglichkeit geändert. Wir wohnen auch nicht mehr in einer Einraumwohnung, fahren nicht mehr Wartburg oder haben statt Kacheln Sand und Trittsteine im Bad, weil unsere mongolischen Wüstenrennmäuse das damals so lustig fanden (aber schön war’s!).

Das klingt jetzt alles sehr positiv, doch auch negative Erfahrungen haben uns umdenken lassen. Private Hürden wie finanzielle Nöte, zwischenmenschliche Schwierigkeiten, Arbeitssuche, der Verlust zweier uns sehr nah stehenden Menschen innerhalb von wenigen Tagen und nicht zuletzt die sich wandelnden politischen und gesellschaftlichen Strukturen um uns herum haben uns an unsere Grenzen gebracht (und diese sicher in die ein oder andere Richtung verschoben).

Bewusster leben, Geld sparen, vernünftig konsumieren, gesund sein, zukunftsorientiert handeln und viele Kompromisse haben uns auf diesen Weg gebracht. Bereut haben wir in den letzten drei Jahren der Umstrukturierung nichts und es ist sehr bereichernd, die Dinge konstruktiv und konsequent durchzuziehen. Wir bleiben also dabei. Ich bin gespannt, was wir noch so auf die Beine stellen.

Wolle imprägnieren in der Waschmaschine

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Wolle ist was Feines. Ob Jacke, Strümpfe, Pullover oder Yogamatte, bei uns ist sehr viel davon zu finden.

Manche Teile – wie die Pullover aus Islandwolle oder die Walkwesten – imprägniere ich gern hin und wieder mit Wollwachs (mehr zum Thema Wollwachs bzw. Lanolin findet ihr hier). Anno dazumal habe ich bloß Windelüberhosen aus Wolle im Waschbecken per Hand imprägniert (wie, schrieb ich hier); gleichmäßiger, mengenfreundlicher und mit ähnlich geringem Aufwand geht das aber auch in der Waschmaschine. Dafür mische ich immer kurz vor dem Waschen untenstehendes Wollwaschmittel an, was genau für eine volle Ladung im Wollwaschgang der Waschmaschine bei 30 Grad ausreicht (besser für Wolle und die Umwelt: auf „kalt“ waschen). Es imprägniert und reinigt gleichzeitig.

Ihr braucht:

Einen leicht gehäuften Esslöffel geriebene Seife (vorzugsweise Alepposeife, Savon de Marseille oder Kernseife, Handseife geht aber auch)

Einen gehäuften Teelöffel Wollwachs

Seife und Wollwachs mit ca. 150 Milliliter Wasser im Wasserbad oder vorsichtig in einem kleinen Topf erhitzen, bis alles geschmolzen ist, und mit dem Schneebesen verrühren. Die Seife löst das Fett, sodass ein homogenes Wollwaschmittel mit honiggelber Farbe entsteht. Das Ganze in das Waschmittelfach der Maschine geben und wie gewohnt waschen.